Kirche

Pfarrerbesuch beim Bad Endorfer Heiligenspiel

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Aus ganz Bayern reisen die Zuschauer an, um das Chiemgauer Heiligenspiel „Martin Luther“ in Bad Endorf zu sehen. Darunter die evangelischen Diakonissen der Stiftung Hensoltshöhe in Gunzenhausen bei Ansbach. „Die 250 Kilometer Autofahrt haben sich mehr als gelohnt. Wir bekommen bestimmt mal wieder“, kommentierten die Ordensschwestern das aufwändig inszenierte Bühnenstück.

Nicht ganz so weit fahren musste der für den Priener Pfarrverband zuständige Klaus Hofstetter. „Ein qualitativ hochwertiges und außergewöhnliches Bühnenstück, das definitiv einen Besuch wert ist“, beurteilte der katholische Geistliche die Aufführung.

Die Endorfer Theaterspieler freut, dass sich beide Glaubensrichtungen für das Spiel begeistern und es mit Szenenapplaus und Standing Ovations belohnen.

Niemand stört sich daran, dass Martin Luther weder ein Heiliger noch ein Katholik ist. Die Menschen im Zuschauerraum möchten perfektes Theater erleben, nicht Glaubenskriege ausfechten. Wer immer als Darsteller auf der Bühne steht, muss Mimik, Bewegung, Sprachbetonung und seinen Text beherrschen. Hinzu kommt Schminke und Garderobe, Licht und Ton. Nur wenn all diese Dinge reibungslos funktionieren und zusammen eine perfekte Illusion vermitteln, lässt sich der hart urteilende Zuschauer zu donnerndem Applaus hinreißen.

Positiv verläuft bisher auch die Spendenaktion für den Hospizverein Rosenheim. Besucher, die eine Flasche „Lutherbier“, hergestellt beim Rosenheimer Auerbräu, als Souvenir mit nach Hause nehmen, hinterlassen gerne einen kleinen Obulus.

Noch bis 9. Juli steht Theatervorstand Markus Mädler, zusammen mit den vielen anderen Darstellern, als Martin Luther auf der Bühne. Dann weicht die Kulisse einem urbayerischen Bühnenbild, das für die ab 21. Juli gespielte „Pfiffige Urschl“ benötigt wird. Viele der Spieler, die derzeit  noch im Lutherspiel mitwirken, proben bereits für den lustigen Schwank.

Karten für beide Stücke erhalten Sie über die Webseite des Theatervereins, www.theater-endorf.de oder an der Theaterkasse, Tel.: 08053-3743.

Foto: Theatergesellschaft – „Martin Luther“ (Markus Mädler) begrüßt Pfarrer Klaus Hofstetter

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Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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