Kirche

Neuer Vorsitzender beim Diakonieverein Prien

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Klaus Löhmann übernimmt von Hans-Jürgen Schuster den Vorsitz beim Priener Diakonieverein  – JHV in der Evangelischen Kirche   –     Ganz im Zeichen des Todes von Erstem Vorsitzenden Hans-Jürgen Schuster vom Diakonieverein Prien stand dessen Mitgliederversammlung im Evangelischen Gemeindezentrum von Prien. Zweiter Vorsitzender und Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth erinnerte eingangs an die unendlich vielen und hilfreichen Tätigkeiten von Hans-Jürgen Schuster für den Verein, seine Mitglieder und für ganz Prien und er bat in seinem geistlichen Begrüßungswort um ein weiterhin tatkräftiges Miteinander. In einer bereits auch von Hans-Jürgen Schuster vorbereiteten Nachwahl wurde Klaus Löhmann zum neuen Vorsitzenden des Diakonievereins gewählt.

Wesentliche Punkte der Versammlung beim Diakonieverein sind turnusgemäß die aktuellen Informationen aus den verschiedenen Handlungsfeldern. Beate Bolz von der Ökumenischen Sozialstation gGmbH betonte die Wichtigkeit der Arbeit von Frau Stephanie Staiger. „Aktuell sind 83 Personen zu pflegen, 100 Kunden mit Pflegestufe werden momentan einmal im Jahr beraten“ – so Beate Bolz, die noch die erfreuliche Mitteilung machen konnte, dass erstmalig für 2020 kein Defizitausgleich beantragt werden musste.

Seit 13 Jahren kümmert sich Stephanie Staiger um das Projekt „Betreutes Wohnen Daheim“. Sie berichtete, dass die Beratung der Senioren durch die Pandemie deutlich erschwert wurde, da Hausbesuche kaum möglich waren. Trotzdem konnte sie 40 Menschen beraten, wovon 39 Personen Neukunden waren.  Beratungsschwerpunkte sind die Frage nach einer Haushaltshilfe, Hilfe bei Antragstellungen oder die seniorengerechte Gestaltung einer Wohnung.

Das Netzwerk „Gut leben im Alter in der Region Chiemsee“ erläuterte Beate Bolz und erklärte den Begriff „Netzwerk“ wie folgt: „Hierbei handelt sich praktisch um die Ökumene aus Caritas und Diakonie. Im Herbst 21 konnte ein Info-Tag im Katholischen Pfarrheim abgehalten werden, der auch nachhaltig noch zu Anfragen in der Sozialstation führte“.

Evangelische Jugendarbeit Bad Endorf-Aschau-Prien

Felix Dettelbacher, seit zwei Jahren mit einer Dreiviertel-Stelle als Jugendreferent in der Region angestellt, berichtete von der Evangelischen Jugendarbeit in Bad Endorf, Aschau und Prien (EJBAP) und stellte das neue EJBAP-Logo vor. „Auch bei uns hat die Pandemie einiges in den Aktionen und Veranstaltungen der Jugendarbeit verändert. Neben Online-Sitzungen, wurde Online miteinander gespielt und es hat sich ein Gemeindebrief-Redaktionsteam gebildet“ – sagte Felix Dettelbacher und   betonte dabei die Empathie der Jugendlichen mit der sie aufmerksam aufeinander geachtet haben. Im Herbst findet eine Präsenzjugendleiterausbildung im Dekanat statt, hierzu werden sich acht Jugendliche aus der EJBAP-Region ausbilden lassen, so viele wie noch nie.

Markus Schmidt, Geschäftsführer des Diakonischen Institutes für Bildung und Soziales (DIBS)  und Schulleiter des Dietrich-Bonhoeffer-Bildungs-Campus (DBBC) in Bad Aibling  berichtete, dass der 7-monatige interaktive Online-Unterricht nicht das große Problem war, da die Schule bereits seit fünf Jahren mit Tabletts arbeitet. Das Problem begann eher mit dem Präsenzunterricht nach den heurigen Pfingstferien, da die Schüler-Gruppen entwöhnt waren und sich erst wieder in den Klassenverbänden einleben mussten. Es ist damit zu rechnen, dass es nach den Sommerferien nochmals schwierig wird. Von den 65 Abschlussschülern haben 63 den Realschulabschluss geschafft.  Zusätzlich kann das DBBC nun einen Cambridge International School Abschluss anbieten. Das ist dann neben dem Mittel-, qualiv. Mittel-, Realschul- und Fachoberschul-Abschluss die 5. Möglichkeit eines Schulabschlusses.

 Der verstorbene Erste Vorsitzende Hans-Jürgen Schuster hatte noch in der letzten Vorstandsitzung des Diakonievereins  am 18. Juni den Priener Gastronomen Klaus Löhmann als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Dieser stellte sich nunmehr dem Mitgliedergremium vor und zur Wahl. Mit dieser wurde Klaus Löhmann als Nachfolger von Hans-Jürgen Schuster zum neuen Ersten Vorsitzenden des Diakonievereins Prien gewählt, das Wahlergebnis erfolgte einstimmig.  Ebenfalls einstimmig erfolgte eine weitere Ergänzungswahl. Der gelernte Bankkaufmann und Berater Georg von Laffert stellte sich für das Amt des Rechnungsprüfers zur Verfügung. Zustimmung fanden auch die Jahresrechnung 2020 und der Haushaltsplanes 2021 durch Schatzmeisterin Daniela Perkonigg.

 Erster Bürgermeister Andreas Friedrich, der zusammen mit seinen Stellvertretern Michael Anner junior und Martin Aufenanger an der Versammlung teilnahm, dankte der gesamten Vorstandschaft für ihr stilles, aber wertvolles Wirken und sagte dazu: „Insbesondere möchte ich Frau Bolz und ihrem Team für den Einsatz in der Ökumenischen Sozialstation und Herrn Markus Schmidt für seinen Einsatz in der Schule danken – zwei Themenfelder, die unter Corona die letzten Monate nicht gerade leicht zu meistern waren“. Ein abschließender Dank galt Klaus Löhmann für dessen Bereitschaft, den Verein im Sinne von Hans-Jürgen Schuster fortzuführen.

Hinweis: Das Versammlungsprotokoll ist ab sofort im Evangelischen Pfarramt zu den Öffnungszeiten und auf der Homepage www.prien-evangelisch.de einsehbar.

Foto: Diakonieverein Prien –   von links: Felix Dettelbacher, Handlungsfeld Jugend,

Beate Bolz, Geschäftsführung Ökumenische Sozialstation,

Pfr. Karl-Fr. Wackerbarth, 2. Vorsitzender,

Daniela Perkonigg, Schatzmeisterin,

Klaus Löhmann, 1. Vorsitzender,

Stephanie Staiger, Handlungsfeld Betreutes Wohnen daheim,

Markus Schmidt, Geschäftsführer DIBS und Leitung Dietrich-Bonhoeffer-Bildungscampus.

 

Weitere Informationen: www.prien-evangelisch.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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