Kirche

Große Spendenbereitschaft beim Bernauer Pfarrabend

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Pfarrfamilienabend am Vorabend des Heilig-Drei-König-Festes hat seit über 90 Jahren Tradition in Bernau. Ein Höhepunkt dabei ist der Auftritt der Sternsinger mit Bekanntgabe des Erlöses aus ihrer Sammlung. Fast 17.400 Euro kommen einem guten Zweck zugute.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Gregor Thalhammer konnte eine ganze Schar Besucher im Kampenwand-Saal willkommen heißen. Unter ihnen waren Pfarrer Klaus Hofstetter, Gemeindereferentin und Gemeindeleiterin Conny Gaiser, die Ruhestandspfarrer Andreas Münck und Konrad Kronast, sowie Gemeindeassistentin Caroline Auer und Verwaltungsleiter Matthias Wicha. Ein besonderer Gruß galt den Vertretern der evang. Kirche, u.a. den beiden Pfarrerinnen Betina Heckner und Hannah von Schroeders. Die politische Gemeinde war mit Bürgermeister Philipp Bernhofer, seinen beiden Stellvertretern Gerhard Jell und Alexander Herkner, mehreren Gemeinderäten und den beiden Altbürgermeistern Klaus Daiber und Lorenz Steindlmüller anwesend.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Bernauer Musikkapelle unter Leitung von Johannes Almer. Nach warmen Klängen der „Hafenstoaner Alphornbläser“ und schmissigen Stücken der Gruppe „Fingergspui“ zogen die Sternsinger unter großem Applaus in den Saal ein. Das Wetter hatte es heuer mit den 37 Kindern als „Heilige drei Könige“ und dem großen Begleiterteam sehr gut gemeint, sodass an den vier Tagen alle Häuser trocken aufgesucht werden konnten. Als Ergebnis dieser Leistung wurde dann der Erlös in Höhe von 17.346,37 Euro verkündet, der wie schon seit vielen Jahren dem Waisenhaus „The Nest“ in Nairobi gespendet wird. Anita Wiehler, Veronika Bauer, Denise Galland und Jessi Jell vom Organisationsteam konnten anschließend auch noch über einige lustige Erlebnisse berichten.

Pfarrer Hofstetter, C. Gaiser und G. Thalhammer dankten in einer gemeinsamen Ansprache den Hauptamtlichen im Pfarrbüro, dem Mesner und den Kirchenmusikern für ihre Dienste. Alle lobten die vielfältige Arbeit der zahlreichen Helfer hinter den Kulissen, wie Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Frauenbund, Kirchenchor und Landjugend. Ohne sie, den vielen Ehrenamtlichen in den Ortsvereinen und der guten ökumenischen Zusammenarbeit, sei eine lebendige Kirche nicht möglich.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war dann der Vortrag von Gemeindeassistentin Caroline Auer über ihr Malawi-Projekt. Die gelernte Erzieherin wollte nach dem Studium für längere Zeit ins Ausland gehen, um eine neue Kultur und die pastorale Arbeit in einem anderen Land kennen zu lernen. Für knapp drei Monate lebte und arbeitete sie in der „Missionsgemeinschaft von St. Paul der Apostel“ in der Pfarrei von Benga in Malawi, einem Staat im Südosten Afrikas. Hier leben drei Priester, ein pastoraler Mitarbeiter und zehn Seminaristen, die sich auf das Theologiestudium vorbereiten. Sie sind in dem Gebiet, das zu den ärmsten Regionen des Landes zählt, für 56 Kirchen zuständig, was zur Folge hat, dass nur alle zwei bis drei Monate eine Eucharistiefeier oder eine Wortgottesfeier stattfindet. Auer arbeitete im Kindergarten und der Schule mit, besuchte alte und kranke Menschen und konnte erfahren, mit wie Wenig man dort die Menschen glücklich machen kann. Mit ihrem Malawi-Projekt will sie von Deutschland aus den Hausbau für Bedürftige ermöglichen, Hygieneräume und Toilettenanlagen in einer Schule bauen und die baufällige Kirche im Dorf Sasani renovieren. Um dieses Projekt zu unterstützen hatte der Pfarrgemeinderat ein Pfarr-Memory zusammengestellt, für das viele ortsansässige Betriebe und Einrichtungen Preise gespendet hatten. Den Sternsingern war es dann vorbehalten, die Losgewinner des Abends zu ermitteln. Hierbei ging ein gemütlicher bayerischer Abend, gestiftet von Pfarrer Hofstetter, zur allgemeinen Heiterkeit an die evang. Pfarrerin Betina Heckner.

Nach einer kurzen Pause gab es wieder einen lustigen Einakter mit der Bernauer Volksbühne. Diesmal lachten die Besucher über das Stück „Donnerwetter und Blitzableiter“ von Max Neal.

Durch den Losverkauf und einige Spenden kamen an diesem Abend insgesamt 1274,50 Euro zusammen. Gemeinsam mit dem Erlös aus der Osterkerzenaktion 2019 in Höhe von 675,50 Euro und 370 Euro aus der Nikolaus-Aktion der Landjugend kann somit die stolze Summe von 2350 Euro an das Malawi-Projekt übergeben werden, womit z.B. zwei Häuser für Familien gebaut werden können.

Bericht und Fotos: Georg Leidel

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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