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Aktuelles vom Ökumenischen Sozialdienst Priental

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Der Ökumenische Sozialdienst Priental (ÖSP) gehört 45 Jahre nach der Gründung 1975 weiterhin zu den besten Pflegediensten in ganz Bayern“ attestierte der Vorsitzende Lorenz Ablinger des ÖSP in einer Mitgliederinformation den 69 Mitarbeiterinnen unter der Leitung der beiden Pflegedienstleiterinnen Michaela Brühl und Melanie Kirchlechner. „Die Leistungen des ÖSP sind auch im vergangenen Jahr auf dem mittlerweile gewohnt hohen Niveau geblieben“. Mehrere Mitglieder habe der Verein im Vorjahr verloren, so Ablinger, davon 24 durch den Tod; 34 traten neu ein, so dass der Verein jetzt über 473 (Vorjahr 466) Mitglieder verfügt. Der Haushalt für das laufende Jahr in Höhe von 808000 Euro wurde den Mitgliedern haarklein erläutert. Schatzmeister Georg Furtner schreibt in seinem peniblen Kassenbericht schwarze Zahlen und erbrachte ein gutes Kassenergebnis für das abgelaufene Haushaltsjahr. „Die Vermögenssituation ist nach wie vor gut, prägend war die Umschichtung von Rücklagen in das Bauvorhaben „Tagespflege Aschau“. Der ÖSP erhielt aus der Bevölkerung zur Verwirklichung dieses Projekts zweckgebundene Gelder im mittleren sechsstelligen Bereich. Unser Ziel ist es, das Bauvorhaben ohne Fremdmittel kostenneutral für die pflegebedürftigen Menschen in unserem Einsatzgebiet zur Verfügung zu stellen“.

„Das abgelaufene Jahr brachte uns die meiste Arbeit seit dem Bestehen des Ökumenischen Sozialdienstes in über 40 Jahren“, so die Leiterin des Pflegedienstes Michaela Brühl, „in den letzten zehn Jahren haben sich die Einsatzstunden der Mitarbeiterinnen und die Fahrleistungen unserer Autos fast verdoppelt“. Sie berichtete, dass im Vorjahr 270 (254) Personen im Raum Aschau – Sachrang – Frasdorf die Unterstützung des Ökumenischen Sozialdienstes Priental in Anspruch nahmen; dabei wurden bei 25131 (Vorjahr 27626) Hausbesuchen in 27058 (25295) Einsatzstunden insgesamt 66243 Einzelleistungen durch die haupt- und nebenamtlichen Pflegekräfte erbracht. Diese Leistungen der Schwestern werden für die Abrechnung mit den Kassen bis ins Detail und den letzten Handgriff heruntergerechnet und schriftlich festgehalten. Diese explizite Abrechnung der Leistungen mit den Kranken- und Pflegekassen stellten einen hohen bürokratischen Aufwand für die Leitung und die Verwaltungskräfte dar, so Michaela Brühl. Zur Memory-Gruppe für demenzkranke Personen in Aschau kommen regelmäßig 18 Besucher und der Sachranger Gruppe gehören vier Besucher an. 25 Demenzkranke werden einzeln betreut.

Das ÖSP-Team umfasst mittlerweile 69 Mitarbeiterinnen, darunter 23 hauptamtliche Schwestern im Pflegedienst, zehn Pflegehilfskräfte und zehn Betreuungshelferinnen stellten die Pflege und Versorgung für alle Personen rund um die Uhr sicher, dazu kämen noch elf Haushaltshilfen, elf Essenfahrer und vier Verwaltungskräfte. „Der ÖSP sucht laufend Mitarbeiterinnen im Pflegedienst, durch Corona-Erkrankungen und Quarantänemaßnahmen mussten wir in diesem Jahr auf Mitarbeiterinnen im Ruhestand zurückgreifen, die sich bereitwillig zur Verfügung stellten“, so Ablinger. „Es gelang uns immer wieder die vakanten Stelle nach zu besetzen, aber ein paar Kolleginnen mehr könnten zur Entlastung des Personals beitragen. Wenn wir die Seta in vollem Umfang eröffnen, werden wir beim Personal noch einmal kräftig aufstocken müssen“.

„Das Haus für die teilstationäre Tagesbetreuung und –pflege für die pflegebedürftigen Bürger unseres Einsatzgebietes an der Schützenstraße ist seit September mit den vorgegebenen Hygienemaßnahmen im Probebetrieb. Wenn Corona es zulässt, wollen wir das Haus feierlich einweihen, mit einem „Tag der Offenen Tür“ allen Förderern zeigen und danach in vollem Umfang eröffnen“, so Lorenz Ablinger. „Wir bieten mit dieser Einrichtung eine Betreuungsmöglichkeit mit bis zu 800 teilstationären Betreuungs- und Pflegestunden pro Woche oder bis zu 40000 Stunden im Jahr. Unser Ziel ist dabei die teilweise Entlastung der pflegenden und / oder berufstätigen Angehörigen. Pflegebedürftige in unserem Einsatzgebiet zwischen Sachrang, Aschau, Frasdorf und Wildenwart, die Unterstützung benötigen und deren Angehörige tagsüber berufstätig sind, können unsere teilstationäre Einrichtung künftig in Anspruch nehmen. Betroffen sind dabei Versicherte aller Pflegegrade, einschließlich Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz sowie Menschen mit einer demenziellen Erkrankung“. Bei den teilstationären Leistungen erhalten pflegebedürftige Menschen zeitweise Betreuung und werden körperlich und geistig aktiviert. Dabei werden von der Pflegekasse die Aufwendungen für die soziale Betreuung, die medizinische Behandlungspflege, sowie die Kosten für den Transport zwischen Wohnung und Einrichtung übernommen. Außerhalb der teilstationären Leistungen werden die Pflegebedürftigen von ihren Angehörigen und/oder einem ambulanten Pflegedienst zu Hause gepflegt.

Elf Essenfahrer bringen täglich mit „Essen auf Rädern“ eine warme Mahlzeit ins Haus; 9191 (7858) Essenportionen erreichten so ihre Empfänger. Insgesamt legten die Pflegekräfte und Essenfahrer im Raum Priental 154744 (156017) Kilometer mit dem Auto – und innerorts auch mit dem Fahrrad – zurück. Dabei werden die Fahrzeiten der Schwestern nicht als Pflegezeit angerechnet und somit nicht durch die Kranken- und Pflegekassen erstattet. Diese Kosten hat der Verein in vollem Umfang zu tragen. Der Ökumenische Sozialdienst Priental am Hans-Clarin-Platz in Aschau ist für Neuanfragen und Terminvereinbarungen täglich am Vormittag unter der Telefonnummer 08052-957531 erreichbar.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg – „Das Haus für die teilstationäre Tagesbetreuung und –pflege für die pflegebedürftigen Bürger unseres Einsatzgebietes an der Schützenstraße ist seit September mit den vorgegebenen Hygienemaßnahmen im Probebetrieb. Wenn Corona es zulässt, wollen wir das Haus feierlich einweihen, mit einem „Tag der Offenen Tür“ allen Förderern zeigen und danach in vollem Umfang eröffnen“, so Lorenz Ablinger, der Vorsitzende des Ökumenischen Sozialdienstes Priental (ÖSP). „Wir bieten mit dieser Einrichtung eine Betreuungsmöglichkeit mit bis zu 800 teilstationären Betreuungs- und Pflegestunden pro Woche oder bis zu 40000 Stunden im Jahr.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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