Kirche

Weihnachtsbrief der Stiftung Regentropfen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Pater Dr. Asaah Awinongya SVD (kurz Pater Moses)  ist im Chiemgau und im Inntal kein Unbekannter. Seit vielen Jahren gibt es einen Kontekt zu seiner Stiftung Regentropfen, die Hilfe zur Selbsthilfe in Ghana ist. In seinem Weihnachtsbrief schreibt Pater Moses: Liebe PatInnen, SpenderInnen und FreundInnen in der Regentropfen-Familie,  auch in diesem ausklingenden Jahr hätte einem der Optimismus schon abhandenkommen können angesichts der anhaltenden Pandemie und der politischen Entwicklungen in unserem Land. Auch in meiner Heimat war es wiederum nicht leicht, die Projekte voranzubringen – jedenfalls nicht so flott, wie ich es mir wünschen würde. Dennoch haben wir dank Ihrer Unterstützung und durch die Begleitung und Führung unseres guten Gottes viel erreicht. Dafür bin ich von Herzen dankbar, unserem Herrgott und Ihnen. Vergelt´s Gott viel tausend Mal.

Wollen wir nun auch mit Optimismus und somit gesund ins neue Jahr gehen? Ich würde sagen „JA“, das tun wir! Gott muss auch optimistisch gewesen sein als er uns vor mehr als 2000 Jahren seinen Sohn sandte. Auch das war damals keine einfache Zeit – anders, aber auch nicht einfach.  Er gab Jesus in die Hand der Menschen, und er tat es bewusst. Aber weder Jesus noch seine Eltern wussten, was sie erwarten würde. Dennoch nahmen sie alles voll Vertrauen an, als Aufgabe aber auch als Chance  und in dem festen Glauben, dass Gott mit ihnen gehen wird.

Sollte uns das nicht auch gelingen? Noch dazu bei all den Möglichkeiten, die uns trotz Pandemie und Politik immer noch gegeben sind. Mit Christi Geburt ist uns Hoffnung und Optimismus geschenkt und damit eine Lebenskraft, die uns befähigt unser Leben und die uns gestellten Aufgaben zu meistern. Ich muss mir das auch immer wieder vor Augen halten, wenn es
in der Stiftungsarbeit irgendwo gerade nicht in meinem Sinne (und nach meinem Tempo) weitergeht; dann brauche ich die optimistische Kraft, die die Zukunft nicht dem Gegner überlässt, sondern mit vereinten Kräften im Team doch immer wieder die Hürden überwindet. Nicht zuletzt auch mit dem Wissen, dass ich Sie als Regentropfen-FreundInnen hinter mir habe. Und Sie wollen und dürfen wir nicht enttäuschen.

Mit dieser Motivation und dem Optimismus, den Bonhoeffer in so tiefgehenden Worten beschreibt, kann dann auch das gesunden, was nicht gesund ist; kann das wachsen, was im Stillstand ist; kann das reifen, was wir dank Ihnen in vielen Jahren säen durften. Dann dürfen wir uns immer wieder miteinander über die Ernte freuen.
Mit „Ernte“ meine ich, dass unsere SchülerInnen sich gut entwickeln, dass Studierende gute Abschlüsse machen und in einem guten Beruf eine Arbeit finden; auch dass es in unseren Projekten vorangeht und den Menschen dieser vernachlässigten Region im Norden Ghanas eine neue Zukunft ermöglicht wird, in der sie dann selbst voller Optimismus anpacken und Gutes für weitere Generationen schaffen können. Ist das nicht auch Weihnachten? Weihnachten im Alltag, ganz im Sinne des Schöpfers: Leben zu schaffen und zu erhalten!

DANKE, dass Sie meinen optimistischen Jugendtraum mittragen und treu mit mir auf dem Weg sind! Seien Sie dafür von Gott gesegnet und begleitet und in seiner Hand wohlbehalten. Herzliche Grüße, einen besinnlichen Advent, frohe Festtage und fürs neue Jahr viel OPTIMISMUS.

Ihr P. Dr. Moses Asaah Awinongya SVD  –  weitere Informationen: www.stiftung-regentropfen.com

 

Spenden an: Stiftung Regentropfen
Steyler Bank
IBAN: DE16 3862 1500 0500 1213 12
BIC: GENODED1STB
Zweck: Spende Stiftung Regentropfen  oder   Regentropfen Schulmahlzeiten

„OPTIMISMUS
ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation,
sondern er ist eine Lebenskraft,
eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren,
eine Kraft, den Kopf hochzuhalten, wenn alles fehlzuschlagen scheint,
eine Kraft, Rückschläge zu ertragen,
eine Kraft, die die Zukunft niemals dem Gegner überlässt,
sondern sie für sich in Anspruch nimmt.
OPTIMISMUS IST GESUNDHEIT DES LEBENS:“

Dietrich Bonhoeffer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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