Kirche

Pater Michael kommt zum PV Westliches Chiemseeufer

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Nach einer zweijährigen, wunderschönen Zeit feiern wir heute Abschied – auch mit Wehmut, weil uns ein lieber Mensch verlässt.“ Dies waren die Worte von Pfarrer Martin Straßer beim Gottesdienst zur Verabschiedung von Pater Michael aus dem Pfarrverband Oberes Achental in der Reit im Winkler Pfarrkirche St. Pankratius. Er tritt zum 1. Dezember seine neue Stelle beim Pfarrverband Westliches Chiemseeufer an. Seit Oktober 2019 arbeitet der Franziskanerpater Michael als Pfarrvikar im Pfarrverband Oberes Achental.

Zunächst bei den Kapuzinern, dann bei den Franziskanern besuchte der gebürtige, 32jährige Rumäne das Gymnasium. Nach dem üblichen Probejahr, dem Noviziat, durchlief er danach das Habit und erhielt die Kleidung der Franziskaner. Er studierte Philosophie und Theologie. 2016 erhielt er in Rumänien die Priesterweihe und kam dann nach Deutschland, zuerst nach Köln, um dort bei den Franziskanern die Sprache zu lernen. Den Gottesdienst zu seiner Verabschiedung zelebrierte Pater Michael unter Konzelebration von Diakon Pater Gabriel von der Ordensgemeinschaft der Franziskaner, des Pfarrverbandsleiters Pfarrer Martin Straßer und weiterer Priesterkollegen vom Pfarrverband Oberes Achental. Er zündete die erste Kerze am Adventskranz an und bezeichnete in seiner Predigt die Adventszeit als eine Zeit des Ausblicks auf das Kommen Jesu Christi. „Wir wollen mit demütigem Herzen Gott zu uns hereinlassen“, sagte er. Besonders die heurige Adventszeit sei für ihn eine Zeit des Aufbruchs in ein neues Leben.

„Die Begegnungen mit Pater Michael in den vergangenen zwei Jahren waren für mich immer sehr bereichernd und wir haben oft tolle Gespräche geführt“, sagte Pfarrer Martin Straßer in seinen Dankes- und Abschiedsworten. Er lobte besonders dessen Fähigkeiten in sprachlicher, musischer und sportlicher Hinsicht. So sei er in seiner ursprünglichen Heimat Rumänien ein begabter Fußballspieler in einer oberen Liga gewesen und auch heute noch ein guter Radfahrer, Tennisspieler und Schlagzeuger. Ein herzliches Vergelts Gott richtete Pfarrer Straßer an Pater Michael für dessen vorbildlichen priesterlichen Dienst im Pfarrverband. Beispielhaft habe er auch die Betreuung der Ministranten von Oberwössen übernommen. Auch bei vielen kurzfristigen Übernahmen von Diensten habe er immer spontan zugesagt und den Weg von seinem Wohnort Chieming her auf sich genommen.

Wie Pfarrer Martin Straßer bedankte sich auch der Pfarrverbandsratsvorsitzende Walter Petersen bei Pater Michael mit herzlichen Worten und netten Erinnerungsgeschenken. Gleich bei dessen ersten Einsatz beim Zelebrieren der Wallfahrtsmesse in Maria Kirchental vor zwei Jahren sei er von ihm beeindruckt gewesen, und dies habe sich fortgesetzt bei all seinen Messfeiern und Predigten. „Besonders gut gekonnt hat es Pater Michael mit den Jugendlichen, und er war auch ein ausgezeichneter Fußballtrainer unserer Ministrantenmannschaft“, lobte er.

„Ich habe mich im Pfarrverband gut aufgenommen und wie zu Hause gefühlt“, versicherte Pater Michael abschließend. „Hier habe ich wunderbare Erfahrungen gewonnen, die mich bereicherten, und ich danke Gott für die schöne Zeit.“ Sein besonderer Dank hierfür galt seinen Priesterkollegen und den Mitgliedern der ehrenamtlichen Gremien im Pfarrverband. So auch dem Kirchenchor mit dessen Leiter und Organisten Benedikt Meurers, der auch diesen Gottesdienst feierlich umrahmte, unter anderem mit dem Sonnengesang des heiligen Franziskus. „Ihr verschönert durch eueren Dienst das Leben in den Gemeinden“ rief er ihnen zu. Allen Gottesdienstbesuchern wünschte er einen „Aufbruch in ein neues Leben – in der Adventszeit und im weiteren Leben“. Er rief ihnen ein herzliches Vergelts Gott zu, und er freue sich auf ein Wiedersehen.

Bericht und Foto: Sepp Hauser   –  Mit herzlichen Worten und netten Erinnerungsgeschenken bedankten sich Pfarrer Martin Straßer (rechts) und Pfarrverbandsratsvorsitzender Walter Petersen bei Pater Michael für dessen zweijähriges Wirken im Pfarrverband Oberes Achental.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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