Kirche

Trauriger Abschied von Irmi Stein aus Arbing

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Alter von erst 55 Jahren und nach schwerer Krankheit verstarb Irmi Stein, Bein-Bäuerin von Prien-Arbing. Überaus groß war die Anteilnahme der Verwandtschaft und der Nachbarschaft sowie von Freunden und Bekannten bei der Trauerfeier in der Filial- und Wallfahrtskirche in St. Salvator sowie bei der anschließenden Beerdigung auf dem dortigen Friedhof.) –

Den Trauergottesdienst hielten gemeinsam Ruhestandspfarrer Konrad Kronast und Gemeindereferent Werner Hofmann, dieser erinnerte an das Leben der Verstorbenen mit den Worten: „Die Irmi wuchs mit ihren zwei Schwestern auf dem Bauernhof der Eheleute Florian und Maria Ramsauer auf, besuchte nach der Grundschule Wildenwart die Landwirtschaftsschule Wasserburg, allzu früh verlor sie im Jahr 1986 ihren geliebten Vater und im Jahr 1992 heiratete sie ihren Mann Toni. Aus der Ehe gingen vier Kinder, Sophia, Christina, Florian und Magdalena hervor. Die Familie, die Kinder sowie die Enkelkinder waren ihr Ein und Alles, der Zusammenhalt innerhalb der Familie bedeutete ihr sehr viel, ebenso wie der Garten, die Blumen und das Töpfern ihr ein leidenschaftliches Anliegen waren“ – so der Geistliche, der zur schweren Krankheit von Irmi Stein noch den römischen Philosophen Cicero wie folgt zitierte: „Dum spiro spero – So lange ich atme, hoffe ich. Der komplette Spruch von Cicero lautet: So lange ich atme, hoffe ich. So lange ich hoffe, liebe ich. So lange ich liebe, lebe ich“. Irmi Stein war eine überaus christliche und gläubige Katholikin, der das tägliche Gebet, der regelmäßige Gottesdienstbesuch, die Verehrung der Mutter Gottes und das geistliche Liedgut wichtig waren. In diesem Sinne gestaltete eine Musikgruppe, in der Ihre Tochter mitsingt, die Trauerfeier in der Kirche. Auf dem Friedhof spielte das Flügelhorn-Duo Anner-Wörndl.

Ein herber Verlust ist der Tod von Irmi Stein auch für den Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing. Dessen stellvertretender Vorstand Konrad Huber dankte der aktiven Röckefrau für lange Zeit der Zugehörigkeit zur Kinder-, Jugend- und Aktivengruppe mit den Worten: „Die Irmi hat ihre Tracht mit Stolz getragen und die kirchlichen Festtage waren ihr sehr wichtig. So wie sie aus einer guten Trachtlerfamilie kam, so gab sie die Liebe zur Tracht und zum Verein auch an ihre Kinder weiter“. In seinem weiteren Nachruf   erinnerte der Trachtenvorstand daran, dass von Irmi Stein und ihrer Familie die Maiandacht an der Arbinger Kapelle unterstützt wurde. Die Fahne des Atzinger Vereins senkte sich am offenen Grab und im Beisein vieler Atzinger Röckefrauen zum letzten Gruß.

Sterbefoto: Irmi Stein aus Arbing

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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