Kirche

Kardinal Marx zum “Weißen Sonntag”

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Sechzehn Erwachsene und zwei Kinder hat Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, am Vorabend zum Weißen Sonntag, Samstag, 10. April, in einem feierlichen Gottesdienst in der Jesuitenkirche St. Michael in München getauft. Die erwachsenen Täuflinge erhielten zudem das Sakrament der Firmung und der Eucharistie. In seiner Predigt hob Marx hervor, dass wer Christin oder Christ sei, sich „von den Wunden der Welt nicht abwenden“ könne. „Einen unverwundeten Christus gibt es nicht, einen Christus, der nicht das Leid der Welt trägt, gibt es nicht“, so Marx. Christsein bedeute auch immer offen zu sein für die Begegnung mit den Armen, Getretenen, Unterdrückten. „Das ist ein Trost und eine Herausforderung“, betonte der Erzbischof von München und Freising. Es gelte jedoch als Christ in diesem Bewusstsein zu leben und Zeugnis zu geben.

Die Taufe sei ein Geschenk und eine geöffnete Tür, die Täuflinge aber entschieden selbst, hindurchzugehen. „Die Tür ist geöffnet durch Christus selbst“, so Marx. Durch die Taufe träten die Täuflinge in eine neue Lebensgemeinschaft – die Gemeinschaft der Gläubigen, Brüder und Schwestern – ein, begännen eine neue Lebensweise – geprägt vom Leben in der Liebe –, und entschieden sich für das „Bekenntnis zu Christus, der unser Leben ist“.

Die erwachsenen Täuflinge sind zwischen 23 und 43 Jahre alt und stammen aus Deutschland, Tunesien, Afghanistan, Grußbritannien, dem Libanon und den USA. Sie haben sich in der Regel in der Glaubensorientierung der Erzdiözese München und Freising in St. Michael auf den Empfang der Sakramente vorbereitet. Sie wurden in die kirchliche Gemeinschaft eingeführt, lernten die Grundlagen der Heiligen Schrift, des katholischen Glaubens und der Liturgie kennen. Die Tauffeier fand als geschlossene Veranstaltung statt, da mit den Täuflingen und ihren Angehörige die pandemiebedingt begrenze Anzahl an Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmern bereits erreicht war. Erwachsenentaufen werden häufig in der Osternacht gespendet, was in diesem Jahr wegen der Coronapandemie nicht möglich war. (glx)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Foto: Hötzelsperger (Motiv an Bauernhaus in Halfing)

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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