Kirche

Gästebrief lädt zu Bergmessen und Gottesdiensten ein

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zu Sonntagsgottesdiensten und Berggottesdiensten in den Sommermonaten lädt der Gästebrief 2021 des Erzbistums München und Freising ein. Die 48-seitige Broschüre informiert auch über Sonntagsgottesdienste in rund 20 Sprachen in München sowie Beratungsangebote. Das Heft richtet sich zwar in erster Linie an Urlauber und Ausflügler, ist aber auch für Einheimische ein Gewinn, verzeichnet es doch zum Beispiel kaum bekannte Kapellen, Pilgerwege und fast vergessene Kulturorte.

Der reich bebilderte Gästebrief stellt unter den Überschriften „Berg“, „Tal“ und „Kultur“ eine Auswahl besonderer Orte im Erzbistum vor und enthält biblische und besinnliche Texte sowie Gebete. Auf der neuen Online-Plattform unter www.gaestebrief.de, die die Broschüre ergänzt, können alle Bergmessen und Gottesdienste im Erzbistum abgerufen werden. Wegen der Coronakrise gelten auch für diese Gottesdienste besondere Schutzmaßnahmen.

In seinem Grußwort in der Broschüre geht der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, auf die besonders in Bayern beliebte Grußformel „Grüß Gott“ ein: „Kürzer und schöner könnte man es wohl nicht sagen. Jeder Mensch, der gegrüßt wird, wird damit zum Zeichen der Nähe Gottes“, so Marx. Der umgangssprachlichere Gruß „Servus“, der eigentlich „zu Diensten“ heiße, bringe zum Ausdruck: „Ich bin für dich da. Ganz so, als würde sich diese Person spontan unterhaken und ein paar Schritte mit mir gehen.“ Allen Gästen der Erzdiözese wünscht der Kardinal, „dass Ihnen Menschen begegnen, die Sie diese Vertrautheit spüren lassen und gerne für Sie da sind“. Denn im Grundwesen und Kern des christlichen Glaubens gelte: „In der Liebe zum Nächsten begegnet uns Gott“.

Der Gästebrief lädt Gäste und Ausflügler zum Beispiel zu einem Besuch der Jakobskapelle auf dem Auerberg in Fischbachau ein. Nur 15 Quadratmeter groß ist der moderne Bau des italienischen Architekten Michele De Lucchi. Die Kapelle ist schlicht gehalten mit Mauern aus Nagelfluh und einem Bronzedach. Allein eine Bank aus Eichenholz und eine meist mit Wasser gefüllte Metallschale stehen darin. Von dort geht der Blick durch ein rundes Fenster ins Freie und auf ein hohes Kreuz an der Hangkante. Die Bauherren wollten im Innern bewusst keine religiösen Symbole, „damit wirklich jeder Mensch hier einen spirituellen Platz haben kann, das Kreuz aber trotzdem eine Einladung bleibt“. Vom Auerberg eröffnet sich ein einzigartiger Blick auf das untere Mangfalltal. (hs/glx)

Hinweis: Der Gästebrief liegt kostenlos in Kirchen, Pfarreien, Fremdenverkehrsbüros und Hotels aus. Er wird vom Ressort „Seelsorge und kirchliches Leben“ des Erzbischöflichen Ordinariats München herausgegeben und kann bestellt werden per E-Mail an tourismusundsport@eomuc.de. Auf der Website www.gaestebrief.de  steht das Heft außerdem zum Download zur Verfügung.

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Archiv-Foto: Dietmar Scholz – Bergmesse auf der Hochries im Jahr 2009

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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