Kirche

Am Grab von Gau-Ehrenmitglied Erwin Huber

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Zahlreiche Trauergäste aus Nah und Fern erwiesen dem langjährigen und verdienten Mitglied des G.T.E.V.  „Almenrausch“ Halfing und Gauehrenmitglied des Gauverband I, Erwin Huber, die letzte Ehre.

Der würdevolle Gottesdienst von Pater Paul wurde musikalisch von den Rimstinger Sängern und der Halfinger Blasmusik umrahmt. Im Lebenslauf, vorgetragen von Schwiegertochter Edeltraud war von vielen Höhen und Tiefen seines Lebens zu hören. Erwin wurde in München-Nymphenburg als Ältester von fünf Geschwistern geboren und kam als Kleinkind zu seiner Pflegemutter nach Halfing und wuchs dort mit drei Ziehgeschwistern auf. Er erlernte das Müllner-Handwerk und verblieb über sieben Jahre im Lehrbetrieb. 1951 wechselte er in die Halfinger Reismühle und half beim Aufbau des Unternehmens mit. Schon als Jugendlicher lernte er seine spätere Ehefrau Klara kennen. Näher kennen- und lieben gelernt haben sie sich im örtlichen Trachtenverein. Sie heirateten 1952, bauten gemeinsam mit den Schwiegereltern in kürzester Zeit ihr Eigenheim und wurden Eltern von zwei Söhnen, Erwin und Franz.  Hingebungsvoll pflegte er seine Ehefrau Klara, die im August 2011 verstarb. Begleitet von unfassbarem Schmerz musste er sich von seinen beiden Söhnen, die viel zu früh verstarben, verabschieden. Seine drei Enkel- und fünf Urenkelkinder aufwachsen zu sehen, gaben ihm Halt und Zuversicht. Der Erwin nahm bis ins hohe Alter gerne am Gesellschaftsleben teil. Legendär waren seine Fahrten mit dem Eicher-Bulldog zum wöchentlichen Weißwurstfrühstück nach Almertsham.

Mit dem Gedicht „Nach dem Segen“ von Helmut Zöpfl in Mundart vorgetragen von Schwiegertochter Edeltraud bat sie um den Segen Gottes für uns alle.

Dank und Anerkennung sprach der 1. Vorstand seines Heimatvereins aus, dem er seit 1946 angehörte und schon zum zweiten Fähnrich gewählt wurde. Von 1949 bis 1971 war er 1. Vorplattler und von 1959 bis 1975 Jugendleiter. In dieser Zeit gründete er die Kinder- und Jugendgruppe des Vereins und hielt erstmals den Musi-Hoagascht im Frühjahr ab. Das Amt des ersten Vorstandes hatte er in den Jahren 1973 bis 1977 inne; in dieser Zeit wurde der Maibaum für Halfing durch ihn wieder ins Leben gerufen.

Peter Eicher, Gauvorstand des Gauverband I würdigte seine Arbeit als Gebietsvertreter. 26 Jahre lang, von 1966 bis 1972 vertrat er das Gebiet „Simssee“ im Gauausschuss und wurde für seine Verdienste zum Gauehrenmitglied ernannt. Gerne nahm er bis kurz vor seinem Tod an den Veranstaltungen im Gaugebiet teil. Angeführt von der Gaustandarte folgte die Fahne seines Heimatvereins „Almrausch“ Halfing und allen Gebietsvereinen des Gebietes Simssee und der Ortsvereine. Sie senkten sich am offenen Grab zum letzten Gruß.

Lieber Erwin, wir erinnern uns gerne an viele gemeinsame Stunden; ruhe in Frieden.

Bericht: Inge Erb, Pressewartin des Gauverbandes I

Bilder: Inge Erb/Toni Hötzelsperger/Sterbefoto

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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