Tourismus

Almenwanderung zum Reifenberg oberhalb Rottau.

Günther Freund
Veröffentlicht von Günther Freund

Von Adersberg zur Lindlalm und zum Reifenberg: Die insgesamt leichte Bergwanderung über breite Forstwege auf den bewaldeten Reifenberg bietet zwar kein  richtiges Gipfelfeeling, ist aber eine abwechslungsreiche Unternehmung in alpiner Berglandschaft.

Es ist Samstag, herrliches Wetter und mein Sohn und meine Schwiegertochter wollen in den Chiemgaubergen wandern, ich soll mir was überlegen. Sie wünschen sich eine gemütliche, sonnige Tour, aber nicht zu hoch hinauf – ohne Ski oder Schneeschuhe und gut wäre auch ein Ziel, an dem sie noch nicht waren.

Da es bis zu 15 Grad warm werden soll und die beiden erst gegen Mittag kommen, plane ich eine Almenwanderung oberhalb Rottau, hier gibt es eine Alm, die die beiden noch nicht kennen: die Lindlalm am Reifenberg. Bei dem schon seit Tagen herrschenden Frühlingswetter sollte uns dort Schnee auch keine Probleme mehr bereiten, denn es geht maximal bis auf 1000 Meter rauf.

Wir wollen in Adersberg starten, wo ein beliebter Höhenrundweg beginnt und fahren die Straße hinauf zu dem momentan wegen Corona natürlich geschlossenen Berggasthof. Ich stelle fest, es gibt jede Menge Gleichgesinnte, die das schöne Wanderwetter ausnutzen wollen. Wir haben aber Glück und finden gerade noch 2 Parkplätze, da die ersten Wanderer schon wieder zurück kommen.

Von Adersberg gehen wir anfangs steil, später etwas moderater bergauf. Es sind gar nicht so viele Leute unterwegs, denn es verläuft sich hier oben. Der Weg ist aussichtsreich, bald gibt es schöne Ausblicke auf den Chiemsee. Drei Wanderer mit Hund sitzen fotogen in der Sonne, dahinter die Gedererwand. Sie lassen sich bereitwillig für die Samerberger Nachrichten ablichten. Wir kommen zu einer Bank mit grandiosem Blick in die Berge. Wir nehmen sie in Beschlag und genießen eine Weile die Ruhe und die schöne Landschaft.

Dann geht´s weiter zur Unteren Lindlalm, eine herrlich gelegene private, auch außerhalb Corona-Zeiten nicht bewirtschaftete Alm. Hier sitzen schon etwas mehr Wanderer in der Sonne, auch ein paar Mountainbiker sind da. Ein kleines Mädchen hat aus den wenigen Schneeresten einen Schneemann gebaut, den sie uns stolz präsentiert. Für ein Foto ziert sie sich ein wenig, aber mit der Mama geht es. Wir gehen weiter und machen einen kurzen Abstecher zur Oberen Lindlalm und zum Reifenberg, dem höchsten Punkt der Tour. Kein richtiger Gipfel, aber man hat hier nicht nur das wunderbare Alpen-Panorama vom Hochfelln, Hochgern über Hochplatte, Friedenrath, Gedererwand und Kampenwand bis hinüber zur Hochries, sondern auch einen schönen Blick hinunter ins Alpenvorland.

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Vom Reifenberg wandern wir dann zurück zur Lindlalm und auf dem Höhenrundweg kommen wir, anfangs steil bergab über offene Almwiesen, dann gemütlich durch schattigen Wald und vorbei an einem idyllischen Weiher, wieder nach Adersberg.

Empfehlenswert ist auch der kleine Umweg über die urige Herrenalm, auf der Wanderer von Ende Mai bis Mitte September einkehren können.  Siehe dazu auch meinen Almenwandertipp in den Samerberger Nachrichten : Rund um den Schwarzenberg

Fotos: Günther Freund

Über den Autor

Günther Freund

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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