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Wimbledonsieger Michael Stich bei VR Rosenheim-Chiemsee

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mirko Gruber, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, begrüßte Michael Stich und die geladenen Gäste mit den Worten: „Wir als regionale Genossenschaftsbank vor Ort sind uns der Verantwortung zum Thema „Stiften und Helfen“ sehr bewusst und möchten mit dieser Veranstaltung den Kontakt zu unseren regionalen Stiftungen vertiefen und zu einer engeren Zusammenarbeit untereinander anregen.“ Gruber wünschte allen Anwesenden einen interessanten und informativen Abend. Prominentester Gastredner war an diesem Abend Michael Stich, der vor knapp 25 Jahren eine eigene Stiftung gegründet hat und über seine persönlichen Erfahrungen bei der Stiftungsarbeit berichtete.

Michael Stich hatte gerade den Grand Slam Cup in München gewonnen und eine Siegprämie von zwei Millionen USD erhalten, als ein Reporter ihn fragte, ob und wie er sich mit einem Teil seines Preisgeldes wohltätig engagieren würde. „Dies war quasi der Startschuss“, sagt der Wimbledon Champion, Olympiasieger und Weltmeister heute. Im Alter von 26 Jahren wurde er der jüngste Stifter Deutschlands. „Ich wollte von meinem eigenen Lebensglück ein Stück zurückgeben“, so Stich bei seinem Vortrag. Er gründete 1994 die Michael Stich Stiftung, die sich bis heute für HIV-infizierte, von HIV-betroffene und an Aids erkrankte Kinder und ihre Familien einsetzt.

Johann Hell, Certified Estate Planner ADG, von der Volksbank Raiffeisenbank ist einer von vier Mitarbeitern aus dem Kompetenzteam Stiftungsmanagement der Bank. Er erklärte den interessierten Zuhörern die verschiedenen Arten der Stiftungen, warum sie gegründet werden und wofür gestiftet wird. Auch über die häufigsten Irrtümer im Zusammenhang mit Stiftungsgründungen wie die Aussage, dass nur sehr reiche Menschen stiften können, klärte Hell auf.

Christian März, Abteilungsdirektor, der DZ-PRIVATBANK, erläuterte Aktuelles aus Stiftungs- und Steuerrecht und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Ziele der Stifter langfristig zu sichern. Stiftungen leiden unter der heutigen Zinspolitik, die es erschwert, das Kapital, wie vom Gesetzgeber gefordert, zu erhalten, geschweige denn Erträge zu erwirtschaften. Inzwischen haben sich aber die Richtlinien für den Kapitalmarkt erweitert, erläuterte März.

Der stellvertretende Sprecher des Vorstandes Mirko Gruber ergänzte als Schlusswort der kurzweiligen Veranstaltung, dass Netzwerken wichtiger sei denn je und die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG hier der starke Partner vor Ort ist. Von der Genossenschaftsbank wurden in den letzten 13 Jahren drei rechtlich selbständige Stiftungen, unter anderem die Bürgerstiftung Rosenheimer Land, gegründet. Näheres zu diesen Stiftungen ist unter www.vb-rb.de/stiftungen zu finden.

Bericht und Foto: Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG – Bildunterchrift: Das Kompetenzteam Stiftungsmanagement der Volksbank Raiffeisenbank mit Michael Stich (v.l.): Konrad Baumgartner, Zertifizierter Stiftungsberater, Hans Hell, Spezialist Vermögens- und Unternehmensnachfolge, Michael Stich, Olympiasieger, Mirko Gruber, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG, Martin Klampleitner, Stiftungsbeauftragter

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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