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„Und ewig rauschen die Gelder“: Theater im Trachtenheim Hittenkirchen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Englischer Humor ist was Besonderes. Wer hat nicht schon über den Irrsinn von Monty Python oder Mr. Bean gelacht? Am 17. November konnten im ausverkauften Trachtenheim Hittenkirchen auch über den Witz von Michael Cooney lachen, der die Farce „Und ewig rauschen die Gelder“ (im Original „Cash on Delivery“) geschrieben hat.

In Hittenkirchen grassiert bereits der Theatervirus, der die neun Akteure um Spielleiter Franz Wörndl alljährlich im Spätsommer befällt. Das Stück zählt zu den meistgespielten Theaterstücken auf deutschen Bühnen und wurde schon mehrfach verfilmt. Wer die Hittenkirchener Truppe kennt, der weiß, dass es wieder einen kurzweiligen und turbulenten Theaterspaß mit bayerischen Nuancen geben wird. Diese aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie – uraufgeführt 1993 in London – ist mitten aus dem Leben gegriffen. Sie steckt voller Überraschungen, Situationskomik und schlagfertiger Wortspiele, so dass garantiert kein Auge trocken bleiben wird. Zum Inhalt: Erich Stockinger (Eugen Unterstrasser) bringt es einfach nicht übers Herz, seiner Frau Rosi (Lisa Forstner) zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hat. Stattdessen sucht er andere Lösungen, um Geld für die Haushaltskasse aufzutreiben. Zum Beispiel den wöchentlichen Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten Untermieter. Oder finanzielle Zuschüsse für diverse hilfsbedürftige Hausbewohner. Da bietet der Sozialstaat doch etliche Möglichkeiten. Und während Rosi noch glaubt, Erich ginge jeden Morgen brav zur Arbeit, bringt dieser eine Lawine staatlicher Hilfsbereitschaft ins Rollen. Von Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld bis zur Schulmilch lässt er nichts aus. Doch als eines Tages mit Jürgen Stadler (Lorenz Böglmüller) ein Außenprüfer des Sozialamtes vor der Tür steht, droht die Lawine über ihm zusammenzubrechen …

Nach der Premiere am 17. November um 20 Uhr gibt es noch 5 weitere Vorstellungen: am darauffolgenden Wochenende, am 23., 24. November um 20.00 Uhr und am 25. November um 18.00 Uhr sowie am 30. November und 1. Dezember um 20.00 Uhr. Für Bewirtung und Unterhaltungsmusik in den Pausen ist wie immer gesorgt.

Bericht und Foto: Tourist-Info Bernau

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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