Ukraine-Hilfe

Volkstrauertag in Wildenwart

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Dieser alljährliche Gedenktag gibt uns wieder einmal Anlass nachzudenken. Wir dürfen keine Aggressionen hinnehmen und müssen vielmehr daran erinnern, dass wir gemeinsam in Europa für Menschenrechte, Frieden und Freiheit eintreten“, so der zweite Bürgermeister von Frasdorf Josef Prankl bei seiner Ansprache zum Volkstrauertag am Wildenwarter Kriegerdenkmal. „Am Volkstrauertag gedenken wir aller Toten von Krieg und Gewaltherrschaft in Deutschland und weltweit. Doch in diesem Jahr denken wir im Besonderen an die Kriegstoten und ihre Angehörigen in der Ukraine. Der Krieg ist mitten unter uns in Europa, denn von Berlin an die ukrainische Grenze ist es genauso weit wie von Berlin nach Brüssel. Wir gedenken der vielen in den vergangenen Monaten gefallenen Soldaten und der getöteten Zivilisten in der Ukraine, wir gedenken aber auch der toten russischen Soldaten. Auch sie hatten keine Wahl und mussten sterben. Wir denken vor allem auch daran, dass in dem gleichen umkämpften Landstrich sowohl im ersten wie auch im zweiten Weltkrieg ungezählte deutsche Soldaten ihr Leben verloren oder heute noch dort vermisst sind“.

Auch der Vorsitzende des Veteranen- und Kriegervereins Wildenwart Florian Bauer erinnerte bei seiner Ansprache an die Ereignisse in der Ukraine und an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs.

Beim Gedenkgottesdienst in der Wildenwarter Christkönigskirche und beim Libera an der Kriegergedächtniskapelle gedachte Pfarradministrator Gottfried Grengel der Toten aller Kriege im Gebet. „Sinn und Ziel des Lebens sind der Wert des Menschen und Gott als das ewige Leben. Wenn die Kultur um sich selbst kreist und die Ich-Sucht Blüten treibt, dann werden auch die Vereine nicht überleben. Deshalb üben wir Gerechtigkeit, nehmen wir aktiv Anteil an den Ehrenämtern und suchen den Frieden.“ Zum Abschluss der Feierstunde am Kriegerdenkmal legten die beiden zweiten Bürgermeister von Frasdorf und Prien Josef Prankl und Michael Anner junior, sowie Veteranenvorstand Florian Bauer Kränze für die Opfer der Kriege und Gewalt, von Flucht und Vertreibung nieder. Die Gedenkveranstaltung, umrahmt von der Blaskapelle Wildenwart, endete mit dem Kanonensalut und dem Lied vom Guten Kameraden.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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