Tourismus

Spaziergang im Kurpark Bad Aibling

Mitten in der Stadt und dennoch fernab jeglicher Hektik: der Kurpark Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) ist ein Ort der Ruhe und Entspannung, aber auch von Bewegung und Begegnung. Entstanden ist er aus einer Nacht- und Nebelaktion heraus. Mittlerweile zählt er zu den schönsten Kurparks in Deutschland.

Als Guerilla Gardening“ bezeichnet man die heimliche Aussaat von Pflanzen als subtiles Mittel politischen Protests und zivilen Ungehorsams im öffentlichen Raum. Der Ausdruck entstand in den 1970er Jahren.

Tatsächlich bedienten sich die Bürger von Bad Aibling dieser Methode aber schon sehr viel früher. Um das Jahr 1905 wollte der damalige Magistrat von Bad Aibling ein großes Grundstück mitten in der Stadt bebauen. Dem Ortsverschönerungsverein gefiel diese Idee überhaupt nicht. Also überlegten sich die Mitglieder, wie man die Realisierung dieses Plans noch verhindern könnte.

In einer Nacht- und Nebelaktion bepflanzten sie schließlich kurzerhand die betreffende Wiese mit vielen Bäumen und verhinderten so kurz vor knapp die Bebauung.

Zum Glück! Heute zählt der Kurpark in Bad Aibling zu den schönsten in ganz Deutschland. Im Jahr 2005 wurde er im Zuge des Wettbewerbs „Deutschlands schönster Park“ unter die 10 ersten Plätze gewählt.

Das Areal ist gut sieben Hektar groß. Für Alt und Jung gibt es jede Menge zu entdecken. Wer es sportlich und unterhaltsam mag, den zieht es auf den Minigolfplatz oder zu den frei zugänglichen Sportgeräten, die im Sommer 2019 im südlichen Teil des Kurparks aufgestellt wurden und Training für jede Altersklasse unter freiem Himmel ermöglichen.

Doch auch wer Ruhe und Entspannung sucht, ist im Kurpark Bad Aibling am richtigen Platz. Es blüht und grünt im ökologischem Wasserlehrpfad, dem Moorgarten, dem Salus-Teegarten und dem Duft- und Tastgarten. Heiß begehrtes Ziel für die kleinen Besucher ist die Vogel-Voliere.

Was den Kurpark Bad Aibling so besonders macht, ist das viele Wasser: Irlachweiher, die Glonn, der Mühlbach und der kleine Weiher im Moorgarten, genannt das „Moorauge“ – eingerahmt von dem über 100-jährigen Baumbestand. Ideale Orte, um sich bewusst eine Auszeit vom alltäglichen Trubel zu nehmen.
Kein Wunder, dass nicht nur die Bad Aiblinger ihre grüne Oase mitten in der Stadt lieben, sondern Besucher aus der ganzen Region dort gerne zu Gast sind.

Selbst Kulturliebhaber kommen in diesem Jahr auf ihre Kosten. Noch bis voraussichtlich Ende Dezember gibt es den Skulpturenpfad, den der Kunstverein aufgebaut hat. Star ist der „paddelnde König“ im Irlachweiher. Aber auch das Moorinsekt hoch oben auf einem Baum, Schamane, Delfin und Fata-Morgana und viele andere Kunstwerke renommierter Künstler sind aktuell begehrte Fotomotive.

Mit den Jahreszeiten und nicht zuletzt auch mit den Jahren wandelt sich das Bild des Kurparks Bad Aibling. Zu entdecken gibt es aber immer etwas.

Text und Fotos: Karin Wunsam

Beitrag entstand in Kooperation mit dem Wendelstein Anzeiger – www.wendelstein-anzeiger.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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