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Rosenheimer Kreistag: neue Stelle für das Ehrenamt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ist eine zentrale Herausforderung für kommunale Entwicklungsprozesse, um den demografischen Wandel, die Generationengerechtigkeit und die Teilhabe und Integration aller Bürgerinnen und Bürger aktiv zu gestalten. Einen besonderen Stellenwert hat dabei das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen- und bürger.

Das Ehrenamt erfährt durch die Landkreisverwaltung bisher nur punktuell fachliche und ideelle Unterstützung und Förderung. Das soll sich ab dem kommenden Jahr ändern: Durch eine Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement wird das Ehrenamt im Landkreis Rosenheim künftig stärker und zielgerichteter unterstützt. „Wir brauchen eine hauptamtliche Unterstützung für das Ehrenamt“, so Gudrun Unverdorben von der Antrag stellenden Kreistagsfraktion Parteifreie/ÜWG. Die Koordinierungsstelle soll als Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Institutionen, Organisationen usw. fungieren. Zu den wesentlichen Aufgaben und Leistungen der Koordinierungsstelle gehört künftig die Information, Beratung und Vermittlung von Freiwilligen sowie die Information und Beratung von Organisationen, Netzwerkarbeit und Koordination, Projektförderung, die Förderung für bürgerschaftliches Engagement und die Engagementberatung für Unternehmen. Um diese Aufgaben zu erfüllen, wird eine qualifizierte Fachkraft in Vollzeit eingestellt. Die Personalkosten belaufen sich auf rund 85.000 Euro im Jahr; die Sachkosten jährlich auf rund 20.000 Euro. „Mit der Einrichtung einer hauptamtlichen Koordinierungsstelle wollen wir das Ehrenamt unterstützen und entlasten und den Engagierten so unsere Anerkennung und
Wertschätzung aussprechen“, so Landrat Otto Lederer. Im Landkreis Rosenheim sind mehr als 100.000 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig. Mehr als 65.000 Menschen können sich zudem vorstellen, künftig eine freiwillige Tätigkeit zu übernehmen.
Laut Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, Freiwilligen-Zentren und Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement wünschen sich 59 Prozent der Freiwilligen mehr Information und Beratung zu ihrem Engagement. Diesem Wunsch kommen in Bayern die Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement und die Freiwilligenagenturen nach. In Bayern gibt es 126 Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenagenturen.

Bericht: Landratsamt Rosenheim

Foto: Hötzelsperger – Fußballtraining beim TSV Bernau

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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