Leitartikel

Neuer Schützenwirt in Prien: Auf geht´s mit Jonas und Vanessa

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Bist Du eigentlich wahnsinnig, zum Beginn der Corona-Pandemie ein Wirtshaus zu übernehmen?“ – diese Frage musste sich Jonas Spensberger im September vorigen Jahres mehrmals anhören als er neuer Pächter der Gaststätte Schützenwirt und damit Partner der Priener Feuerschützengesellschaft (FSG Prien) wurde. Und seine Antwort lautete: „Die Zuversicht habe ich in all den Monaten nicht verloren und ich habe immer daran geglaubt, dass mein Konzept als Beitrag zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur aufgeht“. Jetzt mit Öffnung von Biergarten, Restaurant und Zimmern geht sein Lebenstraum in Erfüllung.

Viel Geduld und Kraft waren für Jonas Spensberger, seine Lebenspartnerin Vanessa, seinen Eltern und seinem Küchen- und Service-Team erforderlich, um nunmehr froher Gastgeber sein zu können. Der gebürtige Wasserburger, der zuvor im Management-Bereich im benachbarten Österreich tätig war, hörte davon, dass in Prien ein Wirtshaus mit Biergarten frei wird. Nach ersten Kontakten mit der FSG Prien war man sich schnell einig und der neue Schützenwirt packte gleich an. Doch dann kam der herbstliche Lockdown. Was tun? Darauf sagte der Wirt: „Ich wollte den Prienern zeigen, dass ich gerne da bin, dass wir Wert auf bayerische Wirtshauskultur legen und die Priener haben es mir wirklich gedankt als sie zum Abholen kamen und mich so finanziell über Wasser hielten“. Damit die Durststrecke überwunden werden konnte, bekam der mutige Wirt noch weitere Unterstützung, denn sowohl die FSG Prien, die Brauerei Maxlrainer und der benachbarte Metzger Richard Grosse aus Pinswang griffen ihm unter die Arme. Das war auch deswegen notwendig, weil für Neuanfänger die Corona-Hilfs-Programme noch nicht griffen. „Aber in erster Linie waren es die Priener selbst, die zahlreich kamen und das Abhol-Angebot von Gegrilltem und von selbstgemachten Kuchen annahmen“, so Jonas Spensberger.

Florian Wunderle: „Ein Glücksfall für die Feuerschützen und für die Priener“

Für Schützenmeister Florian Wunderle von der FSG Prien ist der neue Schützenwirt ein Glücksfall, auch deswegen, weil er in der langen Corona-Phase vielfältige Renovierungen und Verbesserungen vornahm. So legte Spensberger selbst Hand an bei der Erneuerung der fünf Gäste-Zimmer und einem Appartement und die Innenräume des Gasthauses wurden unter anderem mit geschichtsträchtigen Schützenscheiben neu gestaltet. „Aber auf das, was sich die Priener gerade jetzt am meisten freuen, das ist der Biergarten im idyllischen Eichental, mit seinen schattigen Bäumen und mit seinen neuen, gemütlichen Sitzbänken“ –so Florian Wunderle. Gut findet die FSG Prien als Verpächter, dass der Schützenwirt großen Wert auf Regionalität setzt, so liefert Chiemsee-Fischer Stephan die Steckerlfische. „Das bayerische Wirtshausleben kommt wieder zurück und so freuen wir uns auf viele Gäste“ – mit diesem Satz rüstet sich Jonas Spensberger auf eine hoffentlich lange und gute Biergarten- und Wirtshaus-Saison.

Nähere Informationen: Schützenwirt Prien, Telefon 08051-2701, www.schuetzenwirt.bayern

Die Öffnungszeiten sind: Donnerstag bis Montag von 11.30 Uhr bis 14 Uhr   sowie von 17.30 Uhr bis ca. 22 Uhr.

Warme Küche von 11.30 Uhr bis 14 Uhr und von 17.30 Uhr bis 21 Uhr

Donnerstags bis samstags gibt es Grillabende

Am Nachmittag gibt es an den Öffnungstagen Kaffee und Kuchen

Dienstag und Mittwoch ist Ruhetag

Aufgrund starker Nachfrage wird um telefonische Reservierung gebeten.

Fotos: Hötzelsperger/Schützenwirt – 1. Schützenwirt Jonas Spensberger mit einer Maß Bier in seinem neuen Biergarten.   2 Jonas und Vanessa, die neuen Wirtsleute vom Schützenwirt in Prien  3. Blick in den Schützenwirt

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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