Der Chiemsee ist ein tolles Ausflugsziel mit Kindern und eignet sich auch hervorragend für einen Familienurlaub. Schließlich gibt es dort zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, sodass garantiert keine Langeweile aufkommt. Unabhängig von der Jahreszeit, dem Wetter oder den persönlichen Vorlieben lässt sich so am und um den Chiemsee garantiert ein Programm finden, das der ganzen Familie gefällt. Hier einige Ideen und Tipps.

Baden im Chiemsee

Der Hauptgrund, um an den Chiemsee zu kommen, ist an heißen Sommertagen eine kühle Erfrischung im Wasser. Er ist schließlich ein toller Badesee mit zahlreichen Strandbädern, aber auch einigen öffentlichen sowie kostenlosen Uferabschnitten. Sowohl der See selbst als auch die familienfreundlichen Bäder wie das Strandbad Bernau/Felden am Chiemseepark eignen sich unter Aufsicht sogar für Kinder zum Schwimmen, Planschen und Spielen. Vielerorts sind sogar weitere Attraktionen wie Kinderspielbereiche oder Fußballplätze geboten. Zudem ist in den Strandbädern für Verpflegung gesorgt, damit bei den Kindern nicht die Laune sinkt, sobald sie vom Baden hungrig werden. So lässt sich ein entspannter Badetag am Chiemsee verbringen – oder gleich ein ganzer Badeurlaub. Weitere familienfreundliche Strandbäder sind zum Beispiel das Prienavera Strandbad, das Strandbad Breitbrunn, das Strandbad Rimsting/Schafwaschener Bucht oder das Strandbad Übersee mit dem längsten zusammenhängenden Sandstrand in Süddeutschland. Dort können sich die Eltern und ihre Kinder sogar an einer Sandburg versuchen.

Grillen am Chiemsee

Ein gemütliches Lagerfeuer am See mit Grillgut und musikalischer Untermalung ist für viele Menschen die Wunschvorstellung von lauen Sommerabenden am Chiemsee. Allerdings ist es strengstens untersagt, in den Ufergebieten oder auf den Inseln ein offenes Feuer zu entfachen, schließlich handelt es sich um Landschaftsschutzgebiete. Jedoch gibt es einige Grillstellen am Chiemsee, die als Alternative genutzt werden können. Möglich ist zudem natürlich ein normales Picknick. Wer will, kann auch die Gitarre mitnehmen und für die Kinder ein Cajon, um gemeinsam zu musizieren und die Kinder zu bespaßen. Dadurch kommt doch noch ein bisschen „Lagerfeuer-Feeling“ auf. Wer zusätzlich Pinsel und Farbe mitnimmt, kann die Kinder zudem ihr Instrument anmalen lassen, während die Eltern das Essen auf dem Grill zubereiten. Auch so wird der Familientag am Chiemsee sicherlich zur gelungenen Unternehmung.

Boot fahren auf dem Chiemsee

Wer sich nicht nur an, sondern auf den Chiemsee begeben möchte, genießt verschiedene Möglichkeiten. Einerseits kann ein Bootstrip gebucht werden, andererseits können die Familien ein Ruder- oder Tretboot mieten und damit selbst entscheiden, wohin die Fahrt geht. Die Fraueninsel ist beispielsweise ein beliebtes Ziel für einen Zwischenstopp. Lediglich Motorboote sind auf dem Chiemsee nicht gestattet. Wer nach einer Alternative sucht, kann stattdessen zum Kanu oder Kajak greifen. Rund um den Chiemsee gibt es entsprechende Angebote, entweder beim klassischen Bootsverleih oder bei den Surfschulen. Die meisten von ihnen befinden sich rund um Prien sowie am Strand von Übersee. Zuletzt gibt es die Option, eine Piratenfahrt auf dem Chiemsee zu buchen, die ganz im Zeichen einer Schatzsuche gestaltet ist und somit vor allem Kinder begeistert. Sie führt auf einem Piratenschiff zur Herreninsel mit dem pompösen Schloss des Märchenkönigs Ludwig II., wo der Nachwuchs mit Schatzkarte auf die Suche gehen darf und dabei auf so manches Hindernis wie Seeungeheuer stößt. Zum krönenden Abschluss gibt es sogar noch eine Kutschfahrt zum Schloss für eine Gespensterführung.

Toben im Babalu Funpark

Leider lockt der Chiemsee nicht immer mit bestem Wetter und selbst wenn, suchen Einheimische sowie Urlauber manchmal nach einer Alternative zu den Aktivitäten rund um das Wasser. Der Babalu Funpark in Traunstein ist dann die perfekte Anlaufstelle für Familien, denn hier kommen die Kinder garantiert auf ihre Kosten, während die Eltern mit Kaffee in der Lounge entspannen können. Selbst für die Jüngsten mit bis zu vier Jahren gibt es im Kleinkindbereich allerhand tolle Beschäftigungen, während sich die älteren Kinder zwischen Rutschen, einer Kletterburg, Trampolinen und einer Kartbahn richtig austoben können. Sogar mehrere Indoor-Fußballplätze warten im Babalu Funpark, ebenso wie eine Boulderwand und Airhockey, sodass selbst die erwachsenen Begleiter einen spaßigen sowie sportlichen Tag verbringen können.

Erkunden im Märchenpark

Etwas beschaulicher, aber nicht weniger spannend, geht es im Märchenpark in Ruhrpolding zu. Die Attraktionen sind vor allem für kleinere Kinder ausgelegt, aber auch ältere Kinder und sogar Erwachsene lassen sich oftmals dafür begeistern. Der Freizeitpark ist vergleichsweise klein und ganz im Zeichen der Märchen gestaltet. Dabei werden die Besucher durch liebevoll und bis ins Detail gestaltete Szenen in eine andere Welt entführt, während zwischendurch Highlights wie Bogenschießen, eine Achterbahn, Wasserrutschen und ein Seilgarten warten. Langeweile kommt im Märchenpark garantiert nicht auf!

Klettern rund um den Chiemsee

Mit dem Seilgarten ist ein wichtiges Stichwort gefallen, denn wer gerne klettert, genießt rund um den Chiemsee gleich mehrere Möglichkeiten. Abgesehen vom Märchenpark handelt es sich dabei zum Beispiel um den Chiemgauer Hochseilgarten mit 16 verschiedenen Stationen auf zehn Metern Höhe. Wem das – zumindest für den Beginn – zu hoch ist, der kann sich im Niederseilgarten nebenan erst einmal „einklettern“, was besonders für Anfänger oder eben für Familien mit kleineren Kindern eine gute Alternative ist. Eine weitere Möglichkeit zum Klettern ist der Kletterwald in Prien mit 13 verschiedenen Parcours. Schon ab einem Alter von sieben Jahren können Kinder hier mitklettern und haben dabei die Auswahl aus fünf unterschiedlichen Routen. Somit lässt sich problemlos ein ganzer Tag im Kletterwald verbringen. Und auch die kleineren Kinder können bereits ab vier Jahren ihr Klettergeschick im Indianer Kletterparcours testen. Der Hochseilgarten befindet sich übrigens in einzigartiger Kulisse, nämlich in einem 100 Jahre alten Wald, der immer wieder den Blick auf den Chiemsee eröffnet.

Wandern im Chiemsee-Alpenland

Es ist nicht nur der Chiemsee, der landschaftlich begeistert, sondern auch das umliegende Alpenland hat allerhand zu bieten. Sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad gibt es dabei eine große Auswahl an Touren, die für Kinder spannende Highlights bieten. Sie lassen sich also gewiss für das Wandern begeistern, wenn sie abwechslungsreiche Themenwanderungen machen oder Ziele ansteuern wie die (Erlebnis-) Spielplätze der Region. So lässt sich auch die Winterzeit am Chiemsee spannend gestalten und die Erwachsenen kommen derweil auf den Almen oder den Gipfeln der bayerischen Voralpen auf ihre  Kosten – sozusagen für das waschechte „Bergfeeling“.

Lernen im Naturkundemuseum

Eine weitere Schlechtwetterbeschäftigung für Familien mit Kindern ist die Steinzeitwelt in Siegsdorf. Aber auch bei schönem Wetter lohnt sich der Besuch, denn hier können Eltern sowie Kinder wertvolles Wissen erlangen, ohne sich dabei zu langweilen. Das Naturkundemuseum ist als realistisch anmutende Steinzeitwelt gestaltet und erzählt die wahre Geschichte des Schülers Bernhard, welcher auf der Suche nach einem Schatz stattdessen den Knochen eines Mammuts entdeckte. Nach dieser Entdeckung des Siegsdorfes wurde das Frühgeschichtliche Museum ins Leben gerufen, wo eine interaktive Ausstellung über die gesamte Ausgrabung des Mammuts und die Zeit der Mammute im Allgemeinen informiert. Ein umfassendes Rahmenprogramm verhindert zusätzlich, dass bei den Kindern Langeweile aufkommt, sodass der Museumsbesuch zum aufregenden Erlebnis zwischen Edelsteinbuddeln, Stockbrotgrillen & Co wird.

Beobachten im Wildpark

Wenn es um Freizeitbeschäftigungen rund um den Chiemsee geht, dürfen auch die Wildparks nicht in dieser Liste fehlen. Sie sind für Kinder stets ein besonderes Highlight und damit eine tolle Abwechslung zum Baden – aber auch eine hervorragende Beschäftigung für kühlere Tage in der Region. Da wären zum Beispiel das Wildgehege von Kirchberg, die Falknerei Burg Hohenaschau, der Wildpark Wildbichl Niederndorferberg, das Wildgehege Steinhögl, der Wildpark Wolfschwang und der Wildpark Gigling. Wer bereit ist, einen Abstecher über die Grenze zu machen, findet in Österreich zudem den Wildpark Aurach und den Gasthof Kleefeld Wildtierpark. Zusätzlich warten in Richtung München allerhand kleinere sowie größere Wildparks wie der Wildfreizeitpark Oberreith oder BergTierPark Blindham; und damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende. An Möglichkeiten, um mit wilden Tieren auf Tuchfühlung zu gehen, mangelt es rund um den Chiemsee also keinesfalls.

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Über den Autor

Rainer Nitzsche

Als Webseiten-Entwickler bin ich für die Gestaltung und den technischen Betrieb dieser Plattform verantwortlich und versuche, die Seite ständig aktuell und zeitgemäß zu halten.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.
Mehr Fotos finden Sie auch auf meiner Webseite unter www.rainernitzsche.de

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