Tourismus

Chiemsee-Alpenland: Qualitätstourismus weiter ausbauen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Von den rund 900 klassifizierten Ferienwohnungen in der Stadt und im Landkreis Rosenheim waren im Jahr 2016 145 Unterkünfte mit 5-Sternen klassifiziert. Im Vergleich 2011 waren es nur 49 Betriebe, so die Auswertung der Tourismuszahlen 2016 des Tourismusverbandes Chiemsee-Alpenland. Insbesondere bei Urlaub auf dem Bauernhof hat sich in den letzten Jahren ein einzigartiger Wandel von ländlichen Unterkünften hin zu Komfort-Domizilen vollzogen, die mit ihren herausragenden Standards auch den anspruchsvollsten Gast zufrieden stellen. Die DTV-Sterne sind eine freiwillige Qualitätskontrolle für Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Privatzimmer mit bis zu neun Betten. Je nach Ausstattung und Service wird die Unterkunft mit ein bis fünf Sternen ausgezeichnet – von einfach bis erstklassig.

Die Betriebe haben besondere Anstrengungen auf sich genommen, um den Qualitätstourismus in der Urlaubsregion Chiemsee-Alpenland zu stärken, damit sind sie auch Vorbild und Ansporn für andere Betriebe. Als Vorreiter gelten zum Beispiel die vier Ferienwohnungen der Familie Linde in Bad Endorf, die sich seit neun Jahren mit kontinuierlicher 5-Sterne-Qualität auszeichnen. Aber auch bei den großen Betrieben und Hotels verzeichnet der heimische Tourismusraum eine deutliche Verbesserung der Qualitätsstandards durch Renovierungsmaßnahmen und Ausbau. Darüber zeigt man sich beim heimischen Tourismusverband Chiemsee-Alpenland erfreut und dankbar, denn der Standard der Unterkünfte wirkt sich auf das Bild einer ganzen Urlaubsregion aus. „Die Qualität hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung unseres Tourismusstandortes“, so Chiemsee-Alpenland Geschäftsführerin Christina Pfaffinger. „Unsere Region bietet nicht nur in Bereichen wie Kultur, Radfahren und Wandern Qualitätserlebnisse, sondern eben auch bei den Unterkünften.“

Trotzdem stehen der Region immer noch zu wenig Betten zu Verfügung. Insgesamt verlor die Region in den vergangenen fünf Jahren rund 1.000 Betten. Besonders in den Bereichen der Gruppenbuchungen und der Tagungsgästeunterbringungen wird es zu bestimmten Zeiten immer schwieriger ausreichend Zimmer vermitteln zu können, da nicht nur die Ausflüge in die Region zunehmen, sondern auch vermehrt Tagungen und Seminare abgehalten werden.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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