Ukraine-Hilfe

Breitbrunn: Schüler-Sammelaktion für die Ukraine

Lebensmittel, Winterkleidung,  medizinisches Material und Hygienartikel, 4 Rollatoren, 1 Kinderwagen, viele Krücken, 2 Rollstühle und von der 1. Spendenaktion 900 Euro obendrauf. Das alles sammelten die Schüler der Grundschulklassen aus Breitbrunn und Söchtenau und die Ministranten aus Breitbrunn. So konnten die Kinder stolze 900 Euro zu  Elisabeth Mink von der Ludwigsapotheke in Rimsting bringen. Elisabeth Mink und Ihr Team unterstützen die Lehrerinnen und Schüler seit Tag 1 des Krieges in der Ukraine. Mit dem Geld werden dringend benötigte Medikamente vergünstigt  eingekauft, kostenlos sortiert und verpackt.

Bei dieser zweiten Hilfsaktion wurden die Schüler, Lehrerinnen und Ministranten wieder von der Hilfsorganisation NAVIS e,V. unterstützt. NAVIS ist eine Hilfsorganisation, die 2002 von der Flughafenfeuerwehr in München gegründet wurde, um Hilfsgüter damals in das Tsunamigebiet schicken zu können. Die gemeinnützige Organisation ist seither weltweit tätig. Initiiert von Maximilian Zipplies, Berufsfeuerwehrmann aus Breitbrunn, entstanden im Chiemgau diese Spendenaktionen in Zusammenarbeit mit Christina Wöger und Sabine Phillipps. Im November startete Sabine Phillipps, Grundschullehrerin in Söchtenau, in allen Klassen ihrer Schule mit einer Ideensammlung für das 2. Spendenprojekt. In den folgenden Wochen begannen die Kinder, mit Unterstützung der Eltern, in ihrer Freizeit Karten zu basteln und Bilder zu malen. Außerdem wurde musiziert, gesungen und Kuchen gebacken, um in der Nachbarschaft, im Bekanntenkreis und im Schulumfeld Spenden sammeln zu können.

Mit dem Krieg in der Ukraine hat sich die weltpolitische Lage dramatisch verändert. Nachrichten, Bilder und damit verbundenen Sorgen beschäftigen natürlich auch unsere Kinder und sind immer wieder Thema in der Schule, betont Sabine Phillipps. Deshalb ist der direkte Kontakt zur Hilfsorganisation NAVIS e.V.  für die Kinder so wichtig. Hilfsbereitschaft kann nicht besser gelernt werden! Schulkinder und Ministranten konnten selbst mitanpacken, Fragen stellen und Rückmeldungen bekommen wo ihre Spenden landen. Hans Kerschbaumer von der Hilforganisation NAVIS e.V., der auch die Hilfsgüter in die Ukraine bringt, musste mit einem Sprinter von NAVIS dreimal fahren, um alle Spenden nach Rosenheim in das zentrale Lager bringen zu können. Er schilderte dann auch gern und ausführlich die Situation der Menschen in Lemberg und die verzweifelte Lage des dortigen Kinderkrankenhauses.

Bericht und Fotos: Gabi Toepsch

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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