Brauchtum

Bergener Gaufest-ABC – Teil 3

Der Trachtenverein von Bergen ist heuriger Gastgeber für das Gautrachtenfest des Gauverbandes I. Dafür haben sie sich etwas besonderes ausgedacht und ein Gaufest-ABC mit allen wichtigen Trachtler-Begriffen geschrieben. Die ersten beiden Teile hiervon wurden schon veröffentlicht und befinden sich unter diesem Link und diesem Link. Nun haben sie auch den dritten Teil von M bis R fertig:

M wie Marketenderinnen: Sie sind die weibliche, schnapsverkaufende Begleitung von Musikkapellen. Oftmals gibt es in unserer Region sogenannte Trachtenkapellen, die einem Trachtenverein angeschlossen sind. In Bergen ist die Musikkapelle ein eigenständiger Verein, der jedoch in der Bergener Tracht musiziert. Marketenderinnen sorgen mit ihrem Schnapsverkauf für gute Laune unter den Musikanten. Trinkfestigkeit schadet diesen Damen natürlich nicht 😉

N wie Nicht – Trachtler: … gibt es in Bergen mehr als Trachtler. Dies ist aber kein Ausschluss-Kriterium für das Gaufest – denn jeder ist willkommen! Der Weg vom Nicht-Trachtler zum Trachtler steht jedem offen und ist gar nicht so schwer – wir freuen uns über jedes neue Mitglied, auch über rein passive Fördermitglieder. Die Beitrittserklärung steht auf unserer Internetseite zum Download bereit.

O wie Ortsvereine: Die Bergener Ortsvereine bilden das Rückgrat des Bergener Dorflebens. In Bergen gibt mehr als 30 verschiedene Ortsvereine und wir hoffen, möglichst viele davon beim Festzug am 19. Juli durch Bergen begrüßen zu dürfen.

P wie P(reisp)lattln: Preisplattln ist ein Wettkampf im Schuhplattln. Beim sogenannten Gaupreisplattln messen sich in Bergen am 26. Juli die besten Plattler im Gauverband I. Sie kämpfen um den Einzug in die Gaugruppe – die besten 16 aus allen 117 Mitgliedsvereinen im Gauverband. Diese 16 Buam und auch 16 Dirndl vertreten als Aushängeschild für je zwei Jahre den Gauverband I. Alle zwei Jahre werden im Wechsel die Karten neu gemischt und die 16 Plätze neu vergeben.

Q wie Quastenhut: Der Quastenhut ist der Trachtenhut der sogenannten Röckifrauen à siehe Buchstabe R. Die Quasten sind am Hut befestigt und sind zum Teil sehr wertvoll. Die Chiemgauer Quastenhutmanufaktur ist beim Trachten- und Handwerkermarkt am 25. und 26. Juli in unserem Festzelt vertreten. Wer Lust hat, schaut einfach vorbei!

R wie Röckifrauen: Im Trachtenverein nennt man die Gruppe der verheirateten Frauen Röckifrauen. Da das Hochzeitsgewand jeder Frau, das Röcki, ein Unikat ist, sind auch in Bergen die Schürzen der Röckifrauen bunt – eben genau so, wie es jeder am besten gefällt.

Näheres zu Bayerns größtem Trachtenfest am Sonntag, 19. Juli gibt es im Internet unter www.trachtenverein-bergen.de.

Text: Kathrin Singer-Zellner – Bild: GETV Bergen

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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