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Vollautomatisches Röntgensystem an der Kinderklinik im Behandlungszentrum Aschau

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die orthopädische Kinderklinik im Behandlungszentrum Aschau verfügt jetzt über ein neues vollautomatische Röntgensystem FDR Visionary Suite von Fujifilm mit digitalen D-EVO Direktdetektoren verschiedenster Größen. Das System erleichtert den Arbeitsalltag des Fachpersonals bei der Diagnostik und Vermessung unter geringstmöglicher Strahlendosis für die Patienten.

Die orthopädische Kinderklinik im Behandlungszentrum Aschau ist eine der größten Fachkliniken für Kinderorthopädie in Mitteleuropa mit einem vor allem auf Kinder und Jugendliche eingestellten Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonal. Jährlich entstehen hier insgesamt im stationären Bereich und in der Ambulanz rund 12200 Röntgenaufnahmen, gut 5100 Fälle für die Planung einer geeigneten Operation oder Therapie. Täglich werden im Durchschnitt 30 Kinder und Jugendliche geröntgt – eine hohe Auslastung.

Neben der allgemeinen Kinderorthopädie ist die Klinik auch Anlaufstelle für sogenannte „schwierige“ Fälle, also für Kinder und Jugendliche, die bereits ein- oder mehrfach operativ am Bewegungsapparat behandelt wurden, und bei denen das Ergebnis weiterhin unbefriedigend ist. Die besonders große Expertise der Klinik sorgt auch für einen bedeutenden Zulauf internationaler Patienten. Nicht selten kehren auch Erwachsene, die seit ihrer Kindheit in Aschau behandelt werden, in die Klinik zurück. Bisher wurde in der Klinik mit einem Speicherfoliensystem gearbeitet, das einen Ausleseprozess der Aufnahme nach der Belichtung benötigte. Mit dem neuen Gerät werden die Bilder schnell und direkt vom belichteten Detektor aus übertragen und auf dem Monitor angezeigt. Die eingesparte Zeit kommt vor allem den Kindern zu Gute. Entstanden ist in der Kinderklinik Aschau ein ausgesprochen kinderfreundlicher Untersuchungsraum mit buntem LED-Licht und kindgerechten Bildern, um durch eine angenehme und beruhigende Atmosphäre auch den kleinsten Patienten die Ängste vor der Untersuchung und den Apparaten zu nehmen.

Ulrike Stowasser, MTRA an der Kinderklinik in Aschau ist von dem neuen System überzeugt: „Im Umgang mit den oftmals nervösen kleinen Patienten, unterstützt uns besonders die automatische Positionierungsfunktion, die das Decken- oder Wandstativ aber auch den Buckytisch per Fernbedienung selbständig in die ausgewählte Position fährt, und uns viel körperliche Anstrengung erspart.“ berichtet sie über ihre Erfahrungen mit dem System. „Wir können zaubern“ – sage ich häufig zu den Kindern, um ihnen die Angst vor dieser Untersuchung zu nehmen – und schon bewegt sich die Anlage wie von Zauberhand, ganz alleine. Ein schöner Nebeneffekt!“

Aber auch über die Herausforderungen einer Untersuchung von Patienten mit massiven Bewegungseinschränkungen berichten Ulrike Stowasser und Theresa Röhrl: „Einen beachtlichen Fortschritt bringen uns die Aufnahmen mit dem Langformat Detektor. Hier können wir jetzt mit nur einer einzigen Aufnahme die komplette Wirbelsäule des Kindes oder die Hüfte bis zu den Füßen abwärts zusammenhängend aufnehmen und das bei teils schwerstkranken Kindern, die nicht lange ruhig stehen können“, erklärt Ulrike Stowasser. „Das ist kein Vergleich zu früher: da waren mehrere Teilaufnahmen notwendig, und das nahm bedeutend mehr Zeit in Anspruch“.

In vielen Fällen sind mehrere Untersuchungen bei Kindern und Jugendlichen mit orthopädischen oder neurologischen Erkrankungen erforderlich, um eine für den Patienten optimale Behandlung zu planen und durchführen zu können. Darüber hinaus sind regelmäßige Röntgenuntersuchungen auch notwendig, um den Verlauf einer Störung mit dem Wachstum exakt verfolgen zu können. Mit der FDR Visionary Suite steht der Kinderklinik nun eine hochmoderne digitale Röntgenanlage zur Verfügung, die mit Hilfe modernster Technik größtmögliche Sicherheit für die pädiatrische Diagnostik bieten kann. „Die neue digitale Röntgenanlage ermöglicht uns besonders fein aufgelöste Bilder nach nur einer Aufnahme bei größtmöglichem Strahlenschutz für die Kinder. Diese Diagnostik ist besonders für Verlaufskontrollen mit dem Wachstum wichtig, bei der die Patienten häufig geröntgt werden müssen“, bestätigt Dr. Florian Paulitsch, Chefarzt an der orthopädischen Kinderklinik in Aschau. „Die Kinderradiologie stellt immer sehr hohe Anforderungen, nicht nur an bildgebende Systeme. Röntgenaufnahmen erfordern eine sehr präzise und detailgetreue Darstellung auch feinster Strukturen. Dabei muss der Schutz der strahlensensiblen Patienten immer gewährleistet bleiben. Unvermeidbare Röntgenuntersuchungen mit möglichst wenig Aufwand und vor allem dosissparend durchführen zu können ist eines unserer Ziele. Das zweite ist die volle Aufmerksamkeit während der Untersuchung auf die Kinder und nicht auf die Anlage richten zu können“.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Die orthopädische Kinderklinik im Behandlungszentrum Aschau verfügt jetzt über ein neues vollautomatische Röntgensystem FDR Visionary Suite von Fujifilm mit digitalen D-EVO Direktdetektoren verschiedenster Größen.

Frank Mahlke (zweiter von rechts) und Tanja Meyer (rechts) von Fujifilm übergaben das System an Theresa Röhrl, Dr. Florian Paulitsch und Ulrike Stowasser (von links) von der Aschauer Kinderklinik

Theresa Röhrl, Dr. Florian Paulitsch und Ulrike Stowasser (von links) am neuen vollautomatischen Röntgensystem der orthopädischen Kinderklinik im Behandlungszentrum Aschau

Theresa Röhrl und Ulrike Stowasser (von links) am neuen vollautomatischen Röntgensystem der orthopädischen Kinderklinik im Behandlungszentrum Aschau

Einer der ersten Patienten am neuen vollautomatischen Röntgensystem der orthopädischen Kinderklinik im Behandlungszentrum Aschau

Dr. Florian Paulitsch und Ulrike Stowasser (von links) „Einen beachtlichen Fortschritt bringt uns die Aufnahme mit dem Langformat Detektor. Hier können wir mit nur einer Aufnahme die komplette Wirbelsäule des Kindes oder der Hüfte bis zu den Füßen abwärts zusammenhängend aufnehmen, und das bei teils schwerstkranken Kindern, die nicht lange ruhig stehen können“.

Theresa Röhrl, Dr. Florian Paulitsch und Ulrike Stowasser (von links) „Einen beachtlichen Fortschritt bringt uns die Aufnahme mit dem Langformat Detektor. Hier können wir mit nur einer Aufnahme die komplette Wirbelsäule des Kindes oder der Hüfte bis zu den Füßen abwärts zusammenhängend aufnehmen, und das bei teils schwerstkranken Kindern, die nicht lange ruhig stehen können“.

Ulrike Stowasser am Auswertungsmonitor

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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