Tourismus

Start des 120. Deutschen Wandertages in Bad Wildungen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wild.Bunt.Gesund  –  Mit der Eröffnungsfeier und dem Empfang der Wimpelgruppe in der Gesundheits- und Wohlfühlstadt Bad Wildungen beginnt heute offiziell der 120. Deutsche Wandertag in der Erlebnisregion Edersee. Trotz einiger Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie rechnet der Deutsche Wanderverband (DWV) als Veranstalter des wohl größten Wanderfestes der Welt mit einigen Tausend Gästen, die die Region bis zum 4. Juli besuchen werden.

 In der heutigen Eröffnungspressekonferenz verwies DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß auf die große Bedeutung des Wanderns gerade während der Corona-Pandemie: „Sich mit der Familie, dem Partner oder der Freundin draußen bewegen zu können, hat gerade während der Lockdowns viel zum familiären und sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft beigetragen.“ Die Pandemie habe einen Wanderboom ausgelöst, der wohl auch in den kommenden Jahren andauern werde. Umso wichtiger sei eine gute Wanderinfrastruktur, wie sie die Wandertagsregion biete. Die Erlebnisregion Edersee bereitet sich gerade auf die Zertifizierung als „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ vor. Diese Qualitätsregionen bieten vom Gasthaus und der Informationsstelle bis zum Wanderwege-Netz und den ÖPNV den perfekten Rahmen für eine gelungene Wanderung oder eine gelungenen Wanderurlaub. Herausragend in der nordhessischen Wandertagsregion ist auch die Gebietskulisse von Naturpark und Nationalpark Kellerwald-Edersee. Der Edersee mit seiner historischen Staumauer ist als touristischer Magnet ein Höhepunkt der Wanderregion. Der Bürgermeister der Gesundheits- und Wohlfühlstadt Bad Wildungen, Ralf Gutheil, verspricht seinen Gästen trotz Pandemie-Auflagen wie Abstandsregeln oder der Begrenzung der Teilnehmer*innenzahl aller Wanderungen und Führungen auf zehn Personen einen besonderen Deutschen Wandertag, der in die Geschichte der Deutschen Wandertage eingehen werde. „Nach dem Wandertags-Motto ´ Wild.Bunt.Gesund ` wollen wir Sie in das Reich der urigen Buchen in die Faszination Wildnis führen, Sie sollen den bunten Strauss unserer Naturlandschaft mit Wiesen, Tälern, Auen und Bachläufen entdecken und gute Luft, heilende Quellen und Gesundheit pur genießen“, so Gutheil. Ebenso attraktiv sei die Wandertags-Hauptstadt Bad Wildungen. „Gönnen Sie sich eine Auszeit in unserer Gesundheits- und Wohlfühlstadt. Flanieren Sie die Brunnenallee mit ihren zahlreichen Jugendstilgebäuden entlang, schlendern sie durch die Gassen unserer Fachwerk-Altstadt, statten Sie unserer Stadtkirche mit dem weltberühmten Conrad-von-Soest-Altar einen Besuch ab“, so der Bürgermeister.

Rauchfuß verwies während der Pressekonferenz in der Gesundheits- und Wohlfühlstadt Bad Wildungen auf den Wert des ehrenamtlichen Engagements, dem nicht nur die Gäste des Wandertages die Wanderinfrastruktur wesentlich zu verdanken hätten. „Die ehrenamtliche Arbeit unserer Vereine ist von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft. Bundesweit. Ohne dieses Engagement hätte die Infrastruktur die vielen Menschen gar nicht aufnehmen können, die sich besonders während der Lockdowns etwas Abwechslung verschaffen wollten.“ Deswegen sei es unverständlich, dass eine zunehmende Bürokratisierung das Engagement in den Vereinen immer stärker einenge. „Versicherungstechnische und rechtliche Rahmenbedingungen führen zu Ehrenamtsmüdigkeit. Manche Vereine haben ihre Arbeit bereits eingestellt“, so der DWV-Präsident. Mit Blick auf die Bundestagswahl forderte er die Politik auf, bürgerschaftliches Engagement dauerhaft und verlässlich zu stärken. Neben der Wanderinfrastruktur stehe das ehrenamtliche Engagement der Wandervereine für Gesundheit, Naturschutz und Tourismuswirtschaft. Damit verbunden sei eine Reihe von ressortübergreifenden Querschnittsaufgaben, die ohne institutionelle Förderung nicht länger möglich seien. Nicht zuletzt brauche es hierfür ein verantwortliches Bundesministerium.

Ein Zeichen dafür, dass sich das Veranstaltungsleben trotz Corona-Pandemie wieder zu normalisieren beginnt, ist, dass der traditionelle Empfang der Wandertagswimpel-Gruppe während des diesjährigen Deutschen Wandertages stattfinden wird. Wenn auch in einem etwas kleineren Rahmen, nämlich während der Eröffnungsfeier heute Abend in der Gesundheits- und Wohlfühlstadt Bad Wildungen. Der Wandertagswimpel als „Olympisches Feuer“ des Deutschen Wandertages wird traditionell von Vertretern des Wandervereines, in dessen Region das Großereignis im Vorjahr stattgefunden hat, zum Austragungsort des kommenden Wandertages zu Fuß gebracht. In diesem Jahr waren die Pandemie bedingt im Vergleich zu voran gegangenen Wimpel-Gruppen etwas weniger Wander*innen von Schmallenberg/Winterberg in die Gesundheits- und Wohlfühlstadt Bad Wildungen gegangen.

Ausrichter des 120. Deutschen Wandertages sind der Hessisch Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein sowie das Stadtmarketing der Gesundheits- und Wohlfühlstadt Bad Wildungen mit den Partnern Natur- und Nationalpark Kellerwald Edersee und Edersee Marketing GmbH.

Der Deutsche Wanderverband veranstaltet einmal im Jahr gemeinsam mit einem Mitgliedsverein und regionalen Partnern den Deutschen Wandertag. Er gilt als weltweit größtes Wanderfest. In diesem Jahr allerdings erwartet der DWV wegen der Corona-Pandemie lediglich rund 2.000 bis 3.000 Gäste. Während des Wandertages werden einerseits Wanderungen, Führungen und Vorträge geboten, andererseits finden hier auch Fachtagungen, Vorstandssitzungen und die Jahreshauptversammlung des Deutschen Wanderverbandes statt.

Der 121. Deutscher Wandertag wird vom Schwäbische Albverein vom 3. bis 7. August 2022 im Remstal ausgetragen. Wandertagshauptstadt ist dann Fellbach.

Foto: J. Kuhr / Deutscher Wanderverband  – DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß: „Die ehrenamtliche Arbeit unserer Vereine ist von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft. Bundesweit. Ohne dieses Engagement hätte die Infrastruktur die vielen Menschen gar nicht aufnehmen können, die sich besonders während der Lockdowns etwas Abwechslung verschaffen wollten.“

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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