Gastronomie & Wirtschaft

Starkbierfest in Eggstätt

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Beim diesjährigen Starkbierfest vom Unterwirt unterhielt  die Musikkapelle Eggstätt mit schmissigen  bayrischen Stücken  die Besucher , das Starkbier vom Auerbräu zapfte  mit 4 ! Schlägen 2. Bgm. Christian Glas an.  Die gut gelaunten Gäste ließen sich das gute Bier und die Brotzeiten schmecken und es gab viele Lacher als zu späterer Stunde zwei übereifrige, etwas altertümliche Putzfrauen auftauchten, die den Saal für den Tanztee reinigen wollten, und sich  anstatt dessen über diverse  Begebenheiten in Eggstätt unterhielten: Erstaunt vermissten Sie den 1. Bgm Schartner, der allerdings durch den stets medienpräsenten 2. Bgm Glas vertreten wird, sodass man das Gmoablattl getrost schon Glasblattl nennen kann meinten Sie.  Der hat es ja jetzt so „pressant“ daß man kaum mehr mitkommt, so schnell redet er und erteilt seine Anweisungen z.B. bei dem Umzug in der Schule, um die Vereinsräume für die geplante Kinderkrippe freizukriegen. Die Bürgerversammlung hatte er ja auch schon geleitet und derart viel Lob verteilt, daß man sich schon im Wahlkampf wähnte. Allen Leuten recht getan ist eine Kunst die niemand kann meinte Rosi und wenn er übers Wasser gehen würde, hiesse es „der kann halt  nicht schwimmen“! Wer sich wohl zu nächsten Wahl stellt fragten Sie ? Entweder der Schartner kommt von seine Exerzitien zurück oder der Glas packt richtig an ! Da sollte man  keine Rechnung ohne die Plank Annemarie, den Musikvorstand machen, denn wenn der einer  blöd kommt, dem  kaufts gleich die Schneid ab! Und so viel reden wie der Glas könnte sie allemal.  Was insbesondere die Musiker sehr lustig fanden.  Ja daß jetzt wohl bald alle Finanzfachkräfte in der Gemeindeverwaltung weg sind, fanden sie sehr bedauerlich , ob denen wohl die Schulden zuwenig sind in Eggstätt und es deshalb langweilig ist? Daß der Kämmerer nach Aschau wechselt konnten Sie gar nicht verstehen, sozusagen vom Regen in die Traufe . Der dürfe sich dort jetzt um die Finanzierung der neuen Turnhalle kümmern,, wo soviel gestritten wird. Schad daß jetzt wohl aus mit de schönen Berichte vom Kämmerer in der Bügerversammlung mit Beamer usw. Bei der letzten war ja von der Gerichtsverhandlung wg. ehem. Bgm Beer die Rede, bei der ja wohl nix rausgekommen  ist, sozusagen“ außer Spesen nix gewesen“. Die Gesche von der Touristinfo hat vortragen, daß sie in Zukunft den Radltourismus nicht mehr mag, weil die Wege eh schon so voll sind. Da meinten Sie, daß Eggstätt  anstatt dessen  ideal aufgestellt wäre für den Wintertourismus: Grad weil der „Medal „ mit seiner Pistenraupe vom Hartsee bis auf Breitbrunn rein eine  super Loipe gespurt hat.

Und die vom Bauhof haben eine super Arbeit abgeliefert bei Schneeräumen, auch wenn so mancher ihnen  eine  Schneeschaufel nachgeschmissen hat und scheints meint , daß sie  den Schnee mitnehmen  sollen? Auf der Pistenraupe war  gleich noch  eine saubere Werbung fürs Burschenfest heuer. Ja wenn  der Burschenverein feiert da geht die Post ab! Bloß wie`s beim Schirmherrrenbitten beim Söder oben in der Staatskanzlei  waren , da waren`s ganz brav!! Geredet hat bloß der Glas Christian obwohl der Hundhammer Siegi auch dabei gewesen ist, der könnt schon auch  gut  reden meinten Sie .

Ja der Siegi, der Trachtenvorstand hat a jetzt einen Mordstrumm Stadel in Oberndorf oben , angeblich für Hackschnitzel , aber es sollen ja schon zwei riesen Partys drin gewesen sein. Mei , meinten Sie jedes Dorf braucht halt seinen Bussi Schorschi mit Eventstadel. Er ist ja nicht blöd und hat sich von den jungen Trachtlern für ihr Weißbierfest ein Pflaster reinlegen lassen . Die Burschen wollten dann eine „Bleib Geil Party“ drin machen – so ein unanständiger Name !! Da hat er die  Burschen  dafür zwei Tage die Hackschnitzel zur Trocknung und zurück fahren lassen. Jetzt wird Oberndorf wenigstens nicht mehr von dem Rauch der feuchten Hackschnitzel eingenebelt

Ja des Dorffest ist nach ewig langem Hin und Her richtig gut abgelaufen samt Versicherung- die sogar die Gemeinde zahlt hat! Dafür macht die untere Naturschutzbehörde  Schwierigkeiten bei den andern Festl, z.B. beim Waldfest, daß der neue ASV-Vorstand, der Hekele Günther  sogar bis München rauf nachfragen hat müssen, damit es genehmigt worden ist. Sozusagen seine erste Feuertaufe als neuer Vorstand. Und  dann erst des Theater mit dem Weihnachtsmarkt- kein offenes  Feuer, keine Kerzen, kein Teelicht, keine Romantik! Sogar die Burschen haben ihre  Feuerzangenbowle auf dem alten   Holzofen zuerst in Oberndorf hergerichtet. Alles nur mit elektrischer Beleuchtung, und da hats gefuchst, obwohl Eggstätt den  sauteueren Ökostrom hat, ist dauernd der Strom ausgefallen.  Gut  daß die Handy geleuchtet haben, damit die Leute nicht  im Finstern rumtappt sind.  Und das wo die Hütten heuer so eng um den  Kreis gestanden sind, daß so mancher -insbesondere ein recht sportlicher Gemeinderat mit einem  Glühweinräuscherl nimmer recht rausgefunden hat.

Sonst sind bei dem letztjährigen heissen  Sommer die meisten Festl super verlaufen, bloß an Musikverein hats gleich zweimal schöne  Auftritte verregnet und sind ins Wasser gefallen, das Seefest in Gstadt und der Schlossfrühschoppen in Hartmannsberg- das mußt erst einmal zusammenbringen! Ja dafür weht jetzt bei der Feuerwehr ein  frischer Wind mit ihrer neuen Frau Vorstand , meinten die zwei Ratschen, nix mehr mit ungeduscht zur Übung kommen , keine frauenfeindlichen Witze mehr und die nackerten Weiber müssen auch aus dem Spind raus. Brigitte nahm sich vor zum Ostergottesdienst nach Eggstätt zu kommen, hat sie doch gehört daß es nachher Eierlikör für alle gibt. Auch wenn beide Schwierigkeiten mit der Sprache von Pfarrer Pryzibilski haben ,soviel Fremdwörter benutzt er bei seinen Ministranten, daß man schon ein Wörterbuch braucht.

Ganz entsetzt warten Sie vom Fernsehbericht über den Chiemgau mit „Gernstl unterwegs“, der über Eggstätt nur was von dem Aussteiger „Charly“ berichtet hat, gar nix von unsere andere exotischen Wirte z.b. den türkischen Italiener, vom spanischen Wirt Jacobo, von de besten Currywürste beim Hartseestüberl und die Forellenzüchterin Ronja Jäkle mit ihr guten Fisch und die lila Haar.

Von dem  schönen neuen Maibaum haben`s  auch nix gebracht, den die Höslwanger gestohlen  und wieder gebracht haben , Und  dass eine  ganze Stunde Verspätung gehabt, alle haben gewartet- ob die wohl ohne Navi nicht  nach Eggstätt finden? Das  Aufstellen vom Maibaum hat dafür super funktioniert , eine  saubere Musik, Wetter bärig, da können sich die  zwei Vereine, der Burschenverein und die Trachtler dann wieder vorhalten lassen , dass sie sich eine goldene Nasen verdienen dabei- aber die Arbeit mag  auch kein anderer machen  resümierten Sie.

Den  Burschenverein kannst sowieso für alles  brauchen  meinten sie:¨Im Winter auch noch zum  Theater spielen , und da hat der Hauptdarsteller, der Medal  bei der Zwischenprob vor lauter Übermut strumpfsockat Walzer tanzt- da hats ihn  sauber geschmissen, daß er seitdem mit Krücken rumläuft. Da kann man verstehen, daß er so eine  Abneigung gegen den  Hochzeitswalzer hat. Der Rohrmüller Tom, der Regisseur hat dann sei Rolle  übernehmen  müssen, bloss des rotseidene Rüschenhemd vom Hansi hat ihm  einfach nicht gepasst, da hats pressiert das er ein passendes Gewand gekriegt hat und die Aufführung war gerettet.

Wen`s auch noch geschmissen hat, wussten Sie: den Dirigenten von der Musik, den Gasser Peter und jetzt muß der Obermaier Andi den führungslosen Haufen Musiker in Griff kriegen- was er aber heut nicht schlecht macht, fanden sie.

A paar Neuigkeiten haben`s auch  noch  gewusst: an neuen Gemeinderat gibt’s den Langl Christian, seit der Wierer Michi, a sehr verdienter Gemeinderat aufgehört hat- sehr schade fanden sie .Sonst gibt’s im Gemeinderat nicht  viel  neues, der Biogärtner der Nitzinger möchte überall Blühwiesen haben, die dann im Herbst wie eine  trockene Strohwiese  ausschauen, fanden Sie, einer möchte alles barrieerefrei und da Plank und da Eder Gerhard kümmern sich um die Jugendarbeit mit der Kofler Anita zusammen . Und mit dem Strassenausbau , des gleiche wie überall – keiner  kennt sich mehr aus und die Anwohner mögen nicht zahlen.

Ja einen  neuen  Arbeitervereinvorstand gibt’s- den Huber Kajetan jr., der hats sozusagen von seinem Vater Kajetan sen. übernommen – praktisch , da braucht jetzt nicht einmal das Briefpapier neu druckt werden – und seine  Schwester die Maria ist Vorstand bei der neuen Dirndlschaft, die schon überall fleissig mitmischen. Somit laufen die Huberischen der ehemaligen Vorstandsfamilie Riedl bald die Reib ab.! Ja de Riedl Stefanie bleibt  noch weiterhin Vorstand bei der Frauengemeinschaft und macht schöne Ausflüge, bloss letzes Jahr auf dem Wikingerschiff sind`s  bei der Hitze  gescheit in`s Schwitzen kommen, weil`s selber rudern haben müssen!  Des haben Sie sich wohl leichter vorgestellt meinten Sie!

 

Und a paar neue noblige Geschäfte gibt’s auch  wussten Sie- die sogar  am gleichen Tag eröffnet haben mit Freibier- da sind`s dabei die Eggstätter!: Ein  italienisches Feinschmecker Lokal mit Wein und Öl vom Fass und die Dorfbäckerei mit  Cafe- „Jim und Joe“ sowas neumodernes, amerikanisches – passend zum neuen Nobelviertel von Eggstätt- in Alt-Meisham, da haben sich Swarovskis eingekauft, daneben wird neu gebaut mit Wellnesslandschaft, dazu ein  5 Sterne Luxusbauernhof-

Ja da schaut`s wie vornehm Eggstätt wird meinten Sie und dass Sie jetzt wohl besser Feierabend machen, zum Putzen kommen Sie eh nicht mehr.

Nach den launigen Vorhaltungen mit viel Applaus  verloste Wirt Hans Widemann noch schöne Preise unter den Besuchern.

Bericht und  Bilder: Annemarie Plank

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Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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