Leitartikel

Obern-Dirndl spenden 2.000 Euro für Gnadenhof Chiemgau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der eingetragene Tierschutzverein Gnadenhof Chiemgau in Nußdorf-Sondermoning im Landkreis Traunstein erfährt immer wieder wertvolle und notwendige Unterstützung aus der Bevölkerung. Jüngst wurden der Hof und die Tiere bei einem groben Regen-Unwetter arg in Mitleidenschaft gezogen. Heidi Kerner, vom Obernhof im nahen Chieming vernahm die Nachricht unter dem Motto „Keine Gnade mit dem Gnadenhof“ und entschied sich, eine Spende zu machen.

„Vor zwei Jahren hatten wir auf unserem Hof ein schweres Brandunglück mit hohem materiellen Schaden, doch wir Hausbewohner hatten großes Glück und konnten noch gerettet werden. Dafür danken wir heute noch und deswegen will ich zusammen mit meiner Schwester Marianne  einen Betrag von 2.000 Euro spenden“ – so Heidi Kerner wenige Tage nach ihrem 80. Geburtstag, den sie corona-bedingt im kleinen Kreise feierte. Den Gnadenhof Chiemgau wählten Heidi und Marianne als die singenden Obern-Dirndl aus, weil sie sich dort schon bei einigen Benefiz-Veranstaltungen mit ihrem Gesang von der guten Führung überzeugen konnten. Seit 30 Jahren gibt es den Gnadenhof als Tierschutzverein, rund 150 Tiere verbringen dort ein paradies-ähnliches Zusammenleben. Auf der Internetseite www.gnadenhof-chiemgau.de heißt es unter anderem: „Der Gnadenhof in Sondermoning ist ein Ort, an dem alte, ausgesetzte und manchmal auch misshandelte oder ihren Besitzern lästig gewordene Tiere ein neues zu Hause finden und ihren Lebensabend zusammen mit Artgenossen in artgerechter Haltung verbringen können“.  

Das Gnadenbrot-Dasein auf dem Hof „Beim Putz“ haben die vielen Tiere vor allem Sophie Putz, ihrem Bruder …….. sowie vielen ehrenamtlichen Tierliebhabern zu verdanken, die nicht nur spenden, sondern auch regelmäßig Hand anlegen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. „Dass ich mein Leben und meine Arbeitskraft die vielen Jahre den Tieren gewidmet habe, das habe ich nie bereut, immer ist es mir gelungen, dass die Tiere Nahrung und Tierarzt hatten“ – so die Gnadenhof-Bäuerin, die sich auch besonders darüber freut, dass unter den vielen und stillen Helfern auch ein ortsansässiger Arzt mit seiner Familie und ein bekannter Krimi-Autor sind. Und Sophie Putz führt weiter aus: „Wegen der vielen Bitten, ob wir vernachlässigte Tiere aufnehmen können, müssen wir stets unsere Platz- und Unterbringungs-Kapazitäten anpassen. Beim jüngsten Starkregen haben wir gemerkt, dass wir für die Pferde-Unterkunft einen neuen Standort brauchen, auch für die Ponys ist ein neuer Stall notwendig – deswegen freuen wir uns über die 2.000-Euro-Spende der Obern-Dirndl ganz gewaltig, das hilft uns jetzt wieder weiter“ und sie fügt mit dem Grundsatz hinzu: „Tiere, die wir oft vom Veterinäramt aufgrund konfliktreicher Situationen bekommen,  können nicht reden, aber man muss ihnen helfen“. Unter anderem sind im Gnadenhof Chiemgau folgende Tierarten beheimatet: Pferde, Ponys, Ziegen, Hühner, Hasen, Hunde, Schweine, Katzen (ca. 30), Meerchweinchen, Rehe, Enten und Ferkel. Desweiteren werden aus vormalig schlechter Haltung Schafe, Ziegen und Kühe auswärts bei Partner-Höfen untergebracht.

Foto/s: Hötzelsperger – Die Obern-Dirndl Marianne Wörndl (li.) und Heidi Kerner (re.) überreichten an Sophie Putz vom Gnadenhof Chiemgau einen Scheck über 2.000 Euro

  • Weitere Bilder vom Gnadenhof-Besuch der Obern-Dirndl

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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