Gastronomie & Wirtschaft

Vorstellung: Gasthof Goldener Pflug Umrathshausen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Wir wollen die Umrathshauser und die Leute aus der ganzen Region wieder zum Essen und zu allen Familienfeiern in unserem Haus haben und wir wollen allen zeigen, dass der „Goldene Pflug“ in Umrathshausen nach seinem Umbau mit seinem Spitzenangebot wieder für alle da ist. Wir haben den Umrathshausern ihren Stammtisch wieder gegeben, jeden Sonntag treffen sie sich bei uns im Gastzimmer“, so Gastwirt Werner Heinrichsberger bei der Wiedereröffnung der Traditionsgaststätte unmittelbar neben der alten Wallfahrtskirche Heilig Blut. Drei Monate brauchten die Handwerker, um den Eingangsbereich, den Raum für das Frühstücksbüfett und vor allem den großen Gastraum mit dem böhmischen Gewölbe von Grund auf herzurichten. Vor allem dieses Gewölbe, ein Überbleibsel aus der Zeit, als hier noch ein Stall war, gibt dem „Goldenen Pflug“ sein unverwechselbares Ambiente. Ein neuer Boden, Tische, Bänke und Stühle aus altem Holz lassen den großen Gastraum im neuen Glanz erstrahlen.

Seit 1528 ist das Anwesen an dieser Stelle in Umrathshausen nachgewiesen, allerdings nicht die ganze Zeit als Wirtschaft. Lange Jahre trug das Anwesen den Hausnamen „Beim Mesner“, denn das Mesneramt für die nahe gelegene Kirche war immer auf dem Haus. Nebenbei wurde aber offensichtlich für die nahe gelegene Wallfahrt immer eine Gaststätte oder Tafernwirtschaft geführt. Im Häuserbuch des Frasdorfer Heimat- und Geschichtsvereins sind viele Besitzerwechsel nachgewiesen, ehe es 2012 in den Besitz der Familie Heinrichsberger kam.

„Ich bedanke mich bei allen, die es uns ermöglicht haben das traditionsreiche Gasthaus an dieser Stelle wieder aufzumachen und die uns mit ihrer Arbeit dabei geholfen haben“.

Es lässt sich wieder gut einkehren im „Goldenen Pflug“. Im Sommer ist das Gasthaus jeden Tag geöffnet, an den normalen Werktagen von 16 Uhr ab und an den Wochenenden und feiertags von 10 Uhr bis 23 Uhr den ganzen Tag über. So kommen alle zu ihrem Recht: die Stammtischler am Sonntag nach der Kirche und die Gäste immer dann, wenn sie am Abend der Hunger plagt.

Im „Goldenen Pflug“ lässt sich auch ein besonderes Fest schön feiern. Drei große Räume stehen den Gästen für alle Anlässe zur Verfügung, in den beiden Stuben finden jeweils 30 Personen ihren Platz für den kleinen Geburtstag, die Tauf- oder Kommunionfeier und im Restaurant weitere 100 für größere Veranstaltungen oder Gesellschaften. So kann der „Goldene Pflug“ Feiern aller Art ausrichten, von der kleinen Geburtstagsfeier bis hin zur Hochzeit oder zum Jubiläum mit 100 Personen und mehr.

Die Speiskartn hat allerhand zu bieten. Orientiert sich der Gast an der Schnitzelmarke, dem Wurstsalat und der Halbe Bier dazu, dann lässt es sich ganz gut einkehren im „Goldenen Pflug“. Denn die Speiskartn umfasst alles, was sich der Gast so wünschen kann, von der Leberknödelsuppn über zahllose Steakvarianten bis hin zu den süßen Verführungen. Ein bissel schaut immer die grundsolide bodenständige Küche zwischen den Zeilen der Speiskartn hervor. Das Bier stammt von der Wochinger Brauerei in Traunstein und damit hält Werner Heinrichsberger für seine Gäste schon besondere Schmankerl für Bierliebhaber und Bierkenner bereit.

„Gegessen und getrunken haben die Leute schon immer“ erklärt Werner Heinrichsberger, „und wir wollen mit unserem umfassenden Angebot unseren Beitrag dazu leisten. Wir wissen in welcher Liga wir spielen und da wollen wir zu den Guten gehören“. Das Haus und die Karte protzen nicht mit den teuren Produkten der Luxusküche, sondern bevorzugen die tagesfrischen Angebote des heimischen Marktes und der Region, „unsere Gerichte sind altbayerisch, bodenständig und handfest, da gibt es keinen Schnickschnack und da kann keiner nein sagen“.

„Schachterlwirtschaft und Fast Food gibt es bei uns nicht“, erklärt der Wirt ganz resolut, „bei uns ist alles frisch zubereitet, wir garantieren für die stete Qualität aller Speisen und Getränke“. Das sei ein Anspruch, den der Gast von einer gut bürgerlichen Küche erwarten kann und wie man ihn hier im Haus kultiviert. Immer sonntags gibt es für die einen ein großes Frühstücksbüfett mit allem, was das Herz begehrt, nach dem Sonntagsgottesdienst lockt der traditionelle Stammtisch die anderen zum Wirt ins Stüberl.

Zum Haus gehört auch eine Hotelbetrieb mit 60 Betten; die 18 komfortabel eingerichteten Gästezimmer sind mit Kabel-TV, Telefon und WLan ausgestattet. Sie stehen den Gästen für die schönsten Wochen des Jahres und darüber hinaus das ganze Jahr zur Verfügung. Alle entsprechen den Anforderungen, die ein Gast heute stellen kann und lassen eigentlich keine Wünsche offen. „Wie gut es sich hier wohnt weiß jeder, der schon einmal die besonderen Vorteile dieses Hauses genießen konnte – absolut idyllisch, ja romantisch und doch direkt am Puls der Urlaubsattraktionen. Urlaubmachen ist da am Schönsten, wo die Welt noch in Ordnung ist, deshalb pflegen wir unsere weiß-blaue Idylle hier im Goldenen Pflug und verbinden altehrwürdigen Charme mit modernem Komfort“.

Zu einer bayerischen Wirtschaft gehört natürlich auch ein Biergarten am Haus, 150 Personen finden hier im Sommer ganz leicht Platz und noch einmal so viele auf der Sonnenterrasse. Eine große Grillhütte lockt mit Fleischspezialitäten, mit Steckerlfisch und allem, was sich auf dem Grill zubereiten lässt, dazu gibt es ein Riesen-Salatbüfett. Und nirgends lässt sich eine Wanderung so schön beenden, wie in einem zünftigen Biergarten und die bayerische Radlermass vom Wochinger Bräu schmeckt hier auch den Wanderern und den Radlern. Und während die Erwachsenen nach der Bergtour oder dem Radlausflug gemütlich Brotzeit machen, können sich die Kinder auf dem neu eingerichteten Spielplatz neben dran vergnügen.

Zu finden ist der „Goldene Pflug“ in Umrathshausen ganz einfach: wie es sich für eine bayerische Wirtschaft gehört, steht der Wirt direkt neben der Kirche. Mit dem Auto kommt man auf der Kreisstraße von Frasdorf nach Hittenkirchen direkt hin, lediglich zwei Kilometer sind es bis zur Autobahneinfahrt Frasdorf und ein paar hundert Meter nur bis zum Bahnhof „Umrathshausen-Ort“ der Chiemgaubahn Prien-Aschau. Auch Busse sind jederzeit willkommen.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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