Zum 100.  Gedenkjahr von Ludwig Thoma

Ein Adventsingen der besonderen Art und ganz traditionell bayrisch: Mit Gesang, Hackbrett, Zither, Hörner und Trompeten war Hans Berger und sein Ensemble in der Isarphilharmonie zu Gast.

Hans Berger’s Adventssingen mussten im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie pausieren. Umso erfreulicher war es, dass das beliebte Konzertereignis in diesem Jahr in der Isarphilharmonie, wenn auch unter strengen Corona-Auflagen, stattfinden konnte. Am Samstag nahm der kleine Montini-Chor – die bayerisch-tirolerische Chorgemeinschaft – mit seinen Dreigesängen, Sprecher (Marin Urscher), Josef (Sepp Staber), Maria (Johanna Jackl), Engel (Theresa Förg), der Handwerksbursch Hansei (Daniel Hinterberger), Wirt (Horst Kirner) und dem Ensemble Hans Berger unter dem Motto „Kimmt die Heilige Nacht“ das Publikum wieder auf eine stimmungsvolle Reise mit. Anlässlich des 100. Todestages von Ludwig Thoma hat Hans Berger die wohl schönste bayerische Weihnachtslegende „Die Heilige Nacht“ konzeptionell in den Ablauf seines Adventssingens eingeflochten.

Sprecher – Marin Urscher

Sämtliche Lieder und Musik wurden für das diesjährige Adventsingen neu bearbeitet und arrangiert. In der Coronazeit war Hans Berger nicht untätig und schrieb zu seinen bereits vor längerer Zeit geschaffenen fünf Liedern aus der Hl. Nacht noch weitere, die in diesem Jahr das erste Mal zu hören sein werden. Neue Adventlieder, u.a. nach Überlieferungen seiner Mutter Klara sowie nach Texten aus dem „Ober- und Niederaudorfer Hirtenspiel“ aus der Schriftensammlung „Audorfer Heimgarten“ waren im ersten adventlichen Teil zu hören.

Christian Bergmann und Peter Ternay am Horn

Im Hauptteil lag der Schwerpunkt auf der berühmten „Heiligen Nacht“ von Ludwig Thoma. Er erzählt die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium im bayerischen Dialekt. Diese schöne Sprache des Schriftstellers hörte man nun in vielen neuen Liedern von Hans Berger. Ludwig Thoma übersetzte das Schriftwort in den bayerisch-bäuerlichen Alltag und stellte die Diskrepanz zwischen Arm und Reich in den Mittelpunkt. Mit dem gesungenen Schlusswort der „Heiligen Nacht“ endete das Adventssingen: „Und geht´s ös in´d Mettn, ös Leut, na roat´s enk de G´schicht a wenig z´samm! Und fragt´s enk, ob dös nix bedeut´, dass´s Christkind bloß Arme gseng hamm.“

Hans Berger an der Zither

Die Gesamtleitung lag in den bewährten Händen von Hans Berger. Das Ensemble setzte sich in diesem Jahr in einer neuen Besetzung mit zwei Hörnern (Christian Bergmann und Peter Ternay), Trompete (Peter Millich), Klarinette (Johanna Bachmaier), zwei Gitarren (Caroline Fritz und Evi Plomer), Hackbrett (Birgit Sporer), Harfe (Dr. Theresa Förg), Kontrabass (Robert Bischoff) und Zither (Hans Berger) zusammen. Den Prolog übernahm Hannerl Astner.

Péter Millich (Trompete). 1. Trompeter vom Polizeiorchester Bayern

Hans Berger, daheim in Oberaudorf, hat sich einen Namen gemacht als Kirchenmusiker, als virtuoser Zitherspieler und als Interpret, Komponist und Arrangeur im Bereich der „klassischen Volksmusik“. Das Sammelwerk des sogenannten Müllner Peter von Sachrang, eines dörflichen Universalgenies aus dem frühen 19. Jahrhundert hat er intensiv erforscht und maßgeblich wiederbelebt. Konzerte, CD-Produktionen, Rundfunk und Fernsehsendungen ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Musikantenleben. Das Ensemble Hans Berger und der Montini-Chor in den diversen Besetzungen zählen zu den profiliertesten Gruppen der traditionellen alpenländischen Volksmusik. Das Ensemble Hans Berger wurde 2008 beim „Tag der Volksmusik“ in Wildbad Kreuth mit dem Kulturpreis der Hans-Seidel-Stiftung ausgezeichnet. Die Bayerische Volksstiftung verlieh Herrn Hans Berger aus Oberaudorf den Preis der Bayerischen Volksstiftung 2019.

Ehrungen, die Hans Berger erhalten hat:

CDs, Notenhefte und Liederbüchl von Hans Berger können Sie direkt auf seiner Webseite bestellen (zum Shop). Eine Auswahl von Zither- und Orgelaufnahmen, veröffentlicht von Hans Berger finden Sie hier und auf seinem eigenen YouTube-Kanal hier.

 

Heilige Nacht – eine Weihnachtslegende von Ludwig Thoma – wieder erhältlich!

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Fotos: Rainer Nitzsche

Über den Autor

Rainer Nitzsche

Als Webseiten-Entwickler bin ich für die Gestaltung und den technischen Betrieb dieser Plattform verantwortlich und versuche, die Seite ständig aktuell und zeitgemäß zu halten.

Als Reportage-Fotograf möchte ich mit wenigen Bildern wiedergeben, was als geschriebener Text vielleicht Bände füllen würde. Es geht um Ereignisberichte in Bildern. Es gilt, schrittweise und in den richtigen Momenten Entwicklung und Ablauf von Ereignissen festzuhalten, die schließlich in einem Höhepunkt gipfeln. Das bedeutet, meine Fotografien sind sehr oft weniger formell und zeigen den Charakter der Menschen eher in einer pose-freien, authentischen Weise, die nicht inszeniert ist.
Mehr Fotos finden Sie auch auf meiner Webseite unter www.rainernitzsche.de

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