Kultur

JHV beim Heimat- und Geschichtsverein Aschau i. Chiemgau

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Veranstaltungen rund um das Heilige Grab in der Aschauer Pfarrkirche vom 6. März bis zum 5. Mai forderten im Vorjahr alle Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Aschau. Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Saal des Chalet ließ der scheidende Vorsitzende Dr. Ulrich Feldmann die Ereignisse noch einmal Revue passieren. Gemeinsam präsentierten die Kirchengemeinde, die Gemeinde Aschau und der Heimat- und Geschichtsverein das restaurierte Heilige Grab und seine 400-jährige Geschichte. Die Gemeinde Aschau unterstützte den Heimat- und Geschichtsverein mit einer Anschubfinanzierung, damit die vorgesehenen Veranstaltungen eingeleitet werden können. Zwei Schauspiele rund um Jesu Leben, Tod und Auferstehung, mehrere Gottesdienste dazu Konzerte aller Stilrichtungen brachten den Besuchern unvergessliche Momente. Bei Führungen in der Pfarrkirche konnten die Bauten des Heiligen Grabes und ihr Aufbau im Gotteshaus besichtigt werden. Diese Großveranstaltung machte den Verbleib der beiden bisherigen Vorsitzenden Dr. Feldmann und Wolfgang Bude in ihren Ämtern zwingend notwendig.

Der Vereinsgründer und zweite Vorsitzende Wolfgang Bude führte im Schnelldurchgang mit zahllosen Bildern durch die letzten 35 Jahre des Vereinslebens und erinnerte an die Veranstaltungen rund um das Heilige Grab im Vorjahr. An allen Vorhaben beteiligten sich ausreichend viele Vereinsmitglieder. Die beiden Vorsitzenden gingen kurz auf die weiteren Vereinsveranstaltungen des Vorjahres ein und stellten übereinstimmend fest, dass alle gesteckten Ziele erreicht wurden.

Derzeit gehören dem Verein – trotz vieler Abgänge durch Tod und Wegzug – 489 Mitglieder an. Der Mitgliederstand hat sich auf dieser Ebene seit mehreren Jahren eingependelt, so Dr. Feldmann, wünschenswert wäre es für die Durchsetzbarkeit mancher Vorhaben, wenn der Verein über bedeutend mehr Mitglieder verfügen könne.

Dr. Ulrich Feldmann bedankte sich bei der Gemeinde Aschau für die Möglichkeit, die Räume im Bahnhofsgebäude mieten zu können und die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung. Schatzmeister Josef Bauer zog in seinem Rechenschaftsbericht eine insgesamt positive Bilanz. Durch die Veranstaltungen rund um das Heilige Grab, mit den Zuschüssen von verschiedenen Seiten und den Abgaben an das Finanzamt waren im Haushaltsjahr mehr Buchungen als üblich notwendig. Auf Antrag der beiden Kassenprüfer Gerd Kalckbrenner und Anneliese Staniszewski wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. Gerd Kalckbrenner übernahm das Amt für ein weiteres Jahr, Anneliese Staniszewski gab ihr Ehrenamt zurück. Für sie muss Ersatz gesucht werden.

Nach der Neuwahl der beiden Vorsitzenden (wir berichten gesondert) bedankten sich die „Neuen“ Dr. Natascha Mehler und Thomas Bauer bei ihren Vorgängern. Bürgermeister Peter Solnar sicherte dem neuen Führungsteam weiterhin die wohlwollende Unterstützung durch die Gemeinde zu. Es sei eine schwierige Aufgabe, einem so anspruchsvollen Verein vorstehen zu dürfen, aber wenn einem ein Verein mit fast 500 Personen anvertraut werde, sei das schon ein gewaltiger Vertrauensbeweis. Der Aschauer Heimat- und Geschichtsverein sei in allen Sätteln gerecht und übernehme Aufgaben, die an anderen Orten durch die öffentliche Hand oder die Kommunen übernommen würden. Der Landkreis und die Verantwortlichen für Kultur und Tourismus sehen in Schloss Hohenaschau eines der „Leuchtturmprojekte“ der Region und unterstützen tatkräftig und politisch die Bemühungen von Gemeinde und HGV für die aktuelle Nutzung.

Die Vorsitzende Dr. Natascha Mehler bat alle Mitglieder, sich möglichst zahlreich an den kommenden Veranstaltungen zu beteiligen. Am Freitag, 6. März ist um 19 Uhr in der Pfarrkirche Darstellung des Herrn die Ölbergandacht mit musikalischer Begleitung, am Montag, 27. April um 19 Uhr erzählen Zeitzeugen im Saal des Chalet vom „Kriegsende in Aschau vor 75 Jahren“.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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