Kultur

Internationaler Museumstag am 19. Mai

783 Aktionen in 339 Museen in 223 Orten Bayerns (Stand 9.5.19) – und noch täglich kommen Angebote dazu! Auch in diesem Jahr haben sich die bayerischen Museen für ihre Besucherinnen und Besucher eine Fülle attraktiver Angebote und Aktionen zum Internationalen Museumstag einfallen lassen – und bald ist es so weit: Am Sonntag, 19. Mai 2019 ist wieder Museumstag!

Erstmals 1977 vom Internationalen Museumsrat (ICOM) ausgerufen, will der Internationale Museumstag mit attraktiven Angeboten und oft bei freiem Eintritt auf die Arbeit der Museen hinweisen – und das weltweit. Traditionell sind dabei Bayerns Museen von allen deutschen Bundesländern zahlenmäßig am stärksten vertreten. Sie laden in allen Landesteilen mit speziellen Veranstaltungen zum Besuch ein – ihr Stammpublikum aller Altersgruppen ebenso wie auch neue Gäste, welche die spannende Welt der Museen erst für sich entdecken.

Die Angebote sind ausgesrochen vielfältig: Die Museumsleute haben sich wieder große Mühe gemacht, für Ihre Gäste, ob groß oder klein, besondere Angebote vorzubereiten. Die Häuser gestalten diesen Tag nach ihren jeweiligen Möglichkeiten und Besonderheiten. Für alle Veranstaltungen gilt: Der Museumstag ist eine hervorragende Gelegenheit, die Museumsarbeit kennenzulernen und vielleicht auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Alle Veranstaltungen sind nach Bezirken, Landkreisen und Orten geordnet mit wenigen Klicks im Internet aufrufbar (www.museumstag.de). Die Zugangsseite bietet Suchfunktionen nach Orten oder Regionen und Kategorien wie „Für Kinder“ oder „Vorführungen“ erleichtern die Zusammenstellung des individuellen Museumstagprogramms. Im Pressebereich finden sich Informationen für Ihre Berichterstattung, etwa Ausführungen zum diesjährigen Thema des Tages („Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“).

Die Koordination der Veranstaltung hat in Bayern erneut die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen übernommen, Partner sind deutschlandweit die Sparkassen. Die bayerischen Museen und ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich auf viele Besucherinnen und Besucher und wünschen ihnen einen erlebnisreichen Festtag mit vielfältigen Anregungen!

Veranstaltungsbeispiele in den bayerischen Bezirken:

Im Museum Stockerhof und Hammerschmiede Naichen in Neuburg a. d. Kammel (Schw.) wartet Rätselspaß für die ganze Familie unter dem Motto: „Auf der Suche nach dem Wassertropfen“ auf die Besucher. Diese können auch einem Schmied bei seiner schweißtreibenden Arbeit an Esse und Amboss zuschauen und beobachten, wie er mit geschickten Hammerschlägen das glühende Eisen in Form bringt. Nach vollbrachter Tat warten Kaffee und Kuchen auf die Gäste.

In Mittelfranken bietet das Museum für Industriekultur in Nürnberg besondere Attraktionen für Freunde von Video-Spielen. Die umfangreiche Sammlung des Museums enthält sowohl das erste Heimvideospiel als auch die Konsolen der neuesten Generationen. Dabei werden die Spielgeräte, darunter auch Originale aus den 1970er Jahren, nicht nur in Vitrinen ausgestellt – im Gegenteil: Die Besucher können und sollen sie sogar ausprobieren. Daneben lockt eine Ausstellung mit prämierten Arbeiten professioneller Pressefotografen.

Aus einer Fliegenlarve wird ein Monster – zumindest wenn man sie im Naturkundemuseum Bamberg (Ofr.) durch das Mikroskop betrachtet. Experimente zeigen, wie Pflan-zen und Tiere dank raffinierter Tricks in der Natur überleben. Wie schwimmt ein Tinten-fisch, wie reinigen sich Blätter selbst? Außerdem locken Führungen durchs Depot oder spektakuläre Fossilien aus Grabungen in Wattendorf: Quastenflosser, Schildkröten, Schlangensaurier, Krokodile, Flugsaurier… Frankenland am Jurastrand!

Der Internationale Museumstag steht im Martin von Wagner Museum in Würzburg (Ufr.) unter dem spannenden Thema „Aus der Mode. Die Geschichte des Kleidens.“ Die Besucher sind eingeladen, gemeinsam mit den Museumsleuten herauszufinden, was sich in einem Kunstmuseum über historische Kleiderbräuche erfahren lässt. Junge Gäste werden über verschiedene Bastelarbeiten (Masken oder Schriftrollen) spielerisch an die Objekte der Sammlung herangeführt

Ausgehend von den Objekten der Sammlung werden Ausstellungen kuratiert und Wissen generiert. Das Sammlungsmanagement der Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden (Obb.) gibt exklusive Einblicke in die Arbeit bei der Neukonzeption des Hauses und erläutert den fachkundigen Umgang mit den Originalen und was sie über den Alltag und die Erfahrungen der Menschen in der NS-Zeit verraten.

In Niederbayern feiert das Oberhausmuseum Passau in diesem Jahr das 800-jährige Bestehen der Veste. In den Reigen der Festveranstaltungen passt gut das Angebot zum Museumstag: Im Burghof stürzen sich die Mannen von Batavis Gladii, der freien Ritterschaft zu Passau, in historischen Gewändern und mächtigen Rüstungen in den Schaukampf. Wer es weniger martialisch liebt, kann sich in einer mittelalterlichen Schreibwerkstatt versuchen.

Beim Taubnschuster | Museum Kulturhof Zoigl in Eschenbach (OPf.) wird die örtliche Apothekengeschichte erzählt mit historischen Abbildungen, alten Gerätschaften, Gefäßen, Flaschen und Dosen, Waagen, Arzneibüchern, Heilpflanzenstichen, Möbeln und Gegenständen aus der Apothekenwelt früherer Tage. Dazu gibt es Führungen durch den Apothekergarten des Museums.

Bericht: Landesstelle für nicht-staatliche Museen in Bayern

Foto: Hötzelsperger – Bildunterschrift: Priener Heimatmuseum, welches am 19. Mai ebenfalls von 10 bis 17 Uhr offen hat. Zugleich ist in Prien Antikmarkt.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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