Tourismus

Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 eröffnet

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Internationale Gartenausstellung 2017 in Berlin ist eröffnet. Unter dem Motto „Ein MEHR aus Farben“ können bis zum 15. Oktober die Gartenkulturen der Welt bestaunt werden. Zum Auftakt sprachen der Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier und der Regierende Bürgermeister Michael Müller. Zusammen mit dem Präsidenten des Zentralverbands Gartenbau Jürgen Mertz und den IGA-Geschäftsführern Katharina Lohmann und Christoph Schmidt gaben sie den Startschuss.

Bereits im Vorfeld der IGA 2017 hatte Gerhard Kirsch vom TourismusDialog zu einem MEDIENFORUM mit dem Thema „Urbanes Grün im Blick – IGA Berlin 2017“ ins Hotel NH Collection Berlin eingeladen. Gesprächspartner waren Regine Günther, Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Oliver Hoch, Vizepräsident der Deutschen  Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, Berlin, und die Geschäftsführerin der IGA, Katharina Lohmann. Moderiert wurde das Forum von der Berliner Journalistin Elke Bitterhof.

Für die Senatorin Regine Günther, seit wenigen Monaten im Amt, ist die IGA 2017 ein großartiger Start für die neue Legislaturperiode. Die Vielfalt der Gartenausstellung soll insbesondere auch den Tourismus der Stadt Berlin beflügeln. Dabei ist die dezentrale Lage der IGA nicht von Nachteil, denn auch ungewöhnliche Standorte sind eine Bereicherung für die Stadt, so Frau Günther.

Gartenausstellungen haben eine lange Tradition, erklärte die  IGA-Geschäftsführerin Katharina Lohmann. In Zusammenarbeit mit Tourismus Berlin und Brandenburg wurden neue Themen  aufgegriffen. Den Gästen soll vermittelt werden, dass touristische Destinationen nicht nur unter den Linden zu finden sind. Mit über 2700 Veranstaltungen, Klangskulpturen, Musikband-Wettbewerben und vielen anderen Projekten, neben den Garten- und Landschaftskulturen, will man bis zu 2 Millionen Gäste  gewinnen. Besonders zu empfehlen ist der Staudenmarkt, so Frau Lohmann. Hauptattraktion ist die Kabinenbahn mit Glasboden, die den Besuchern ein alpines Gefühl verleiht. Hiermit können maximal 3000 Passagiere je Stunde eine tolle Aussicht über das Ausstellungsgelände erleben. Ein besonderes Anliegen von Geschäftsführerin Katharina Lohmann ist es, verstärkt junge Leute auf die Ausstellung zu bekommen. Hierzu wird ein spezielles Programm für junge Leute geboten.

Auch die Digitalisierung ist eines der Hauptthemen auf der IGA 2017. In einer Veranstaltungsreihe „Digitalisierung im Grünen“ werden UnternehmerInnen aus der digitalen Startup- und analogen Kreativszene, BloggerInnen, QuerdenkerInnen und StadtentwicklerInnen national wie international  u.a. über neue digitale „Helfer“ diskutieren, die unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Bewegung in der Stadt beeinflussen.

Herr Oliver Hoch, Vizepräsident der Deutschen  Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, hob das „Urban Gardening“ im besonderen Maße hervor. Die Weiterentwicklung des Kleingartens ist insbesondere in den Städten von großer Bedeutung. Die IGA Berlin als Gartenlabor der Zukunft ist zukunftweisend für unsere Kleingärten. Denn Grünflächen mit nachhaltiger Lebenskultur haben in Zukunft auch eine soziale Funktion, so Herr Hoch.

Zum Abschluss des Medienforums bedankte sich Herr Kirsch recht herzlich bei den Gesprächspartnern und der Moderatorin Elke Bitterhof für die aufschlussreiche Diskussion, sowie bei der Geschäftsleitung des Hotels NH Collection Berlin, Till Esser, für die Gastfreundschaft.

Auch wenn an den ersten IGA-Tagen das Wetter in Berlin nicht so mitspielt, so lohnt sich dennoch ein Besuch der Gartenausstellung. So kann man z. Bsp. in der neu errichteten Tropenhalle den grauen Himmel ganz einfach hinter sich lassen. Sicherlich wird das „MEHR aus Farben“ in grüner urbaner Umgebung während der kommenden 186 Ausstellungstage auch bei Sonnenschein zu erleben sein. Historisch gesehen findet die Gartenschau  IGA nur alle zehn Jahre statt und war bisher noch nie in Berlin. Ein Besuch lohnt sich.

Bericht und Bilder: Helmut Amberger, Berlin

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Über den Autor

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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