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Hallertauer Volkstrachtenverein mit „Maibaum für Toleranz“

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

In Pfeffenhausen wurde am 1. Mai gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zum ersten Mal ein „Maibaum für Toleranz“ aufgestellt. Bei der Aktion, die vom bayerischen Bündnis für Toleranz ausgerufen wurde, werden die originellsten Maibäume prämiert, in denen Toleranz und Vielfalt eines Ortes zum Ausdruck kommen. Michael Wensauer vom Hallertauer Volkstrachtenverein hat bei seiner Begrüßungsrede erklärt, wie vielfältig und bunt die Ortsgemeinschaft rund um den Maibaum in Pfeffenhausen ist. Er stellte die Vereine, Gruppen und Personen vor, die mit dem Maibaumaufstellen und dem dazugehörigen Maifest zusammen kommen. Vertreter davon kamen dann jeweils auf die Bühne. 17 Vereine sind am Maibaum beteiligt. Jeder Verein hat dabei eine fest zugeordnete Aufgabe. Von der Maibaumwache, bis zum Spüldienst am Maifest. Mit dabei ist zum Beispiel der älteste Verein des Marktes, der Mauerer- und Zimmererverein, der dieses Jahr sein 350jähriges Gründungsfest feiert und beim Vorbereiten des Baumes half. Ebenso beteiligte sich der Turnverein, der mit einem Auftritt der Showtanzgruppe „Dancing Fire“ das Maifest bereichert hat. Auch die Kinder- und Erwachsenentanzgruppe des Hallertauer Volkstrachtenverein führte ihre Tänze auf der Bühne auf. Bei herrlichem Sonnenschein zur Mittagszeit ließen sich aber auch viele Pfeffenhausener Bürger das Mittagessen am Maibaumplatz schmecken. Dazu gehörten auch Gäste, die sich in Pfeffenhausen zu Hause fühlen. So waren 10 indische Priesteramtskandidaten aus Regensburg anwesend, die von Pfarrer Günter Müller gefördert werden. Sie verbringen regelmäßig viel Zeit in der Pfarrei und helfen bei verschiedenen Aktionen mit. Daneben waren mit Dekan Siegfried Stelzner aus Landshut und Pfarrer Peter Nauhauser aus Rottenburg auch Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort. Auch der Helferkreis Asyl hat Flüchtlinge, die im Markt zu Hause sind, zum Maifest eingeladen. Darüber hinaus waren Gäste von benachbarten Orten und Organisationen Teil der Veranstaltung. So zum Beispiel Sabrina Schmalhofer als Hallertauer Hopfenkönigin und Mitglied der benachbarten KLJB Rainertshausen. Als weiterer Gast konnte der Agrarreferent der KLJB-Landesstelle Franz Wieser begrüßt werden. Ebenso wie –   Kreisobmann vom Bayerischen Bauernverband Georg Sachsenhauser. Auch die Vielfalt in der politischen Gemeinde der Ortschaft brachte Michael Wensauer zum Ausdruck, indem er neben Bürgermeister Karl Scharf die beiden Landtagsabgeordneten aus Pfeffenhausen Ruth Müller und Florian Hölzl sowie MdB Florian Oßner zu sich bat. Mit Helmut Brunner, der auch ehemaliges KLJB-Mitglied ist, betrat dann abschließend der prominenteste Vertreter des Bündnisses für Toleranz die Bühne. So war diese am Ende voll mit den verschiedensten Menschen, die auf Grund des Maifestes zusammen kommen und zusammen feiern. Eine weitere Besonderheit ist, dass man den Maibaum in Pfeffenhausen auch gerne mit „ei“ schreibt, also zum „Mei-Baum“ umbenennt. Dies soll zum Ausdruck bringen, dass sich jeder mit seiner Heimat, seinem Verein und der Gemeinschaft des Maibaumes identifiziert und hinter den Aktionen steht. Unabhängig von Herkunft und kulturellem Hintergrund. Staatsminister Brunner lobte die Vielfalt und den Zusammenhalt, den die Bewohner mit ihren Gästen durch den „Maibaum der Toleranz“ zum Ausdruck bringen.

Passend zum Motto überreichte Michael Wensauer den Bildband „Die Farben der Hallertau“ vom Pfeffenhausener Künstler Michael Mießlinger an Minister Helmut Brunner und bedankte sich für sein Kommen.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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