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67. Trachtenwallfahrt des Gauverbandes I nach Maria Eck

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit idealem Pilgerwetter wurden die knapp 2500 Wallfahrer aus den Vereinen des Gauverbandes I bei ihrer 67. Trachtenwallfahrt nach Maria Eck für ihr gemeinsames Glaubensbekenntnis belohnt.

Pünktlich um 9.00 Uhr setzte sich der lange Zug der Trachtlerinnen und Trachtler in Siegsdorf in Bewegung und 97 Vereinsfahnen sowie knapp 2500 Frauen und Männer, Buam und Dirndl schlossen sich dem Siegsdorfer Wallfahrerkreuz und der Gauvorstandschaft an und machten sich betend auf den langen Weg hinauf nach Maria Eck. Am Freialtar unterhalb des Klosters wurden die Wallfahrer und einige hundert Besucher mit donnerndem Salut von den Weihnachtsschützen aus Ettenberg/Berchtesgaden empfangen.

Bruder Franz vom Kloster Maria Eck zeigte sich erfreut, dass sich auch im Jubiläumsjahr „100 Jahre Patrona Bavaria“ wieder so viele Trachtler auf den Weg gemacht, und ihre Bitten, aber auch ihren Dank zur Gottesmutter Maria nach Maria Eck getragen hatten. Gauvorstand Peter Eicher konnte neben dem Ehrenvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes Otto Dufter und seiner Frau Hilde auch Vertreter aus dem Chiemgau Alpenverband und dem Bayerischen Inngau, sowie zahlreiche Gau-Ehrenmitglieder, die Bezirksräte Annemarie Funke und Georg Wetzelsberger, den Berchtesgadener Landrat Georg Grabner, viele Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden und Prof. Dr. Franz Christoph Zeitler begrüßen.

Pfarrer Ernst Kögler aus Bad Feilnbach erinnerte die Trachtler in seiner engagierten Predigt an die Chiemgauer Bauern, die vor über zweihundert Jahren für ihren Glauben und ihre Heimat gekämpft und den Abriss der Wallfahrtskirche Maria Eck verhindert hatten. Mit dem Kernsatz des Evangeliums: „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist – und Gott was Gottes ist“ rief er die Gottesdienstbesucher auf, gemeinsam für Glauben und Heimat einzutreten, selber in der Gesellschaft aktiv zu werden, und die Politik an die vor Jahrhunderten mühsam erkämpfte Trennung von Staat und Kirche zu erinnern. Musikalisch umrahmt wurde der festliche Wallfahrtsgottesdienst bestens von der Musikkapelle Nußdorf/Chiemgau, die auch anschließend im Klosterbiergarten für Unterhaltung sorgte.

Zweiter Gauvorstand Sebastian Gasteiger blieb es vorbehalten, allen für die Teilnahme an diesem wichtigen Termin im trachtlerischen Jahreskreis des Gauverbandes I zu danken. Besonders hob hob er die Unterstützung der FFW Siegsdorf, der Polizei und des Rettungsdienstes sowie die Organisatoren aus dem GTEV Siegsdorf um Vorstand Sepp Geisreiter hervor. Gerade die dankbare Erinnerung an die Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten Mitglieder, die mit ihrer unbezahlbaren Arbeit die Grundlage der heutigen Brauchtumspflege geschaffen haben, sei ein wichtiges Anliegen dieser Wallfahrt, schloss Gasteiger, bevor sich die Fahnen beim Lied vom „Guten Kameraden“ zum Gedenken senkten.

Bericht und Bilder: Franz Krammer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist und Leiter der Gäste-Information Samerberg bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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