Tourismus

Glasfaser-Seekabel für Herrenchiemsee

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Geschichte und Gigabit, das passt auf Herrenchiemsee bestens zusammen! Künftig wird die Herreninsel mit dem historischen Königsschloss von Ludwig II. dank eines modernen Glasfaser-Seekabels noch leistungsfähiger an das World Wide Web angebunden sein. Die Idee wurde innerhalb kürzester Zeit umgesetzt: Die Planungen hatten im Herbst 2020 begonnen und bereits jetzt ist das über 6 km lange Kabel durch den Chiemsee fertig verlegt.“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. Die Maßnahme wird auch von der Gemeinde Chiemsee finanziell unterstützt. Armin Krämmer, Erster Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, ergänzt: „Der Gemeinde Chiemsee war es von Anfang an sehr wichtig eine schnelle Lösung für die Breitbandverkabelung auch auf der Herreninsel zu finden, da die Herreninsel mit ihrem Schloss und den historischen Gebäuden zu einem der wichtigsten Standorte im Chiemgau gezählt wird. Wir freuen uns über die schnelle Verwirklichung der Anbindung an das Internet via Glasfaser und setzen weiterhin auf eine allgemein gute Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern sowie der Schlösser- und Gartenverwaltung.“

Die Insel Herrenchiemsee ist Anziehungspunkt für zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie ein gefragter Veranstaltungsort. Durch die Versorgung mit Glasfaser über das Seekabel haben die Gäste der Insel voraussichtlich ab Sommer Zugriff auf BayernWLAN mit hohen Bandbreiten, um Informationen über die Sehenswürdigkeiten abzurufen oder Erinnerungsfotos zu versenden. Zudem kann die Mobilfunkversorgung durch die Seekabelverlegung deutlich verbessert werden. Auch für die Schlösserverwaltung auf Herrenchiemsee wird die Arbeit durch das schnellere Internet erleichtert.

Das Seekabel mit 72 einzelnen Glasfasern, wurde am 30. April 2021 mithilfe einer Fähre der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung von Bernau zur Herreninsel verlegt. Bereits im Vorfeld wurde eine Messfahrt durchgeführt, um die exakte Strecke für die Seekabelverlegung zu bestimmen und eventuelle schwierige Stellen wie felsigen Untergrund ausfindig zu machen. Um die relevanten Standorte auf der Insel wie etwa das Neue Schloss mit dem leistungsfähigen Seekabel zu verbinden, hat die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung in Eigenleistung ein weit verzweigtes Netz an Leerrohren auf der Insel vorbereitet.

Bericht und Foto: Bayerisches Finanzministerium

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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