Ukraine-Hilfe

Gesucht: Wohnungen und Wohnheime für humanitäre Aufnahmen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Regierung von Oberbayern sucht für die Aufnahme von Geflüchteten aus humanitären Aufnahmeprogrammen des Bundes dringend weitere Unterbringungsmöglichkeiten – sowohl in Form von Wohnheimen als auch in Form von Privatwohnungen. Seit Juli 2021 wurden bereits rund 1600 Personen, darunter über 1400 afghanische Ortskräfte und ihre Familienangehörigen, in Oberbayern aufgenommen. Für die nächsten Monate werden in Oberbayern insgesamt noch mehrere hundert weitere Personen aus humanitären Aufnahmeprogrammen erwartet. Mangels verfügbarer privater Wohnungsangebote erfolgt die Aufnahme der Geflüchteten größtenteils in staatlichen Wohnheimen. Regierungspräsident Dr. Konrad Schober: „Die Regierung von Oberbayern hat die Anzahl der Unterbringungsplätze immer weiter ausgebaut. Wir sehen uns jedoch weiterhin einem massiven Bedarf an Wohnplätzen gegenüber und suchen verstärkt nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten. Daher bitten wir jeden, der eine Privatwohnung an afghanische Ortskräfte oder ein größeres Wohnobjekt als Unterkunft an die Regierung von Oberbayern vermieten möchte, sich an uns zu wenden.“

Personen aus humanitären Aufnahmeprogrammen verfügen bereits bei ihrer Einreise in die Bundesrepublik über einen Aufenthaltsstatus, mit dem sie eine Arbeitsstelle annehmen und auch eigenständig eine Privatwohnung anmieten können. Angesichts des angespannten Wohnungsmarkts in Oberbayern gestaltet sich die Wohnungssuche für die Geflüchteten gerade kurz nach der Einreise nach Deutschland extrem schwierig. Deshalb bleibt nur, sie zunächst in staatlichen Wohnheimen unterzubringen. Die Regierung von Oberbayern hat daher in den letzten zwei Jahren neue staatliche Wohnheime im ganzen Regierungsbezirk eröffnet und die Kapazitäten damit bereits mehr als verdreifacht. Insgesamt betreibt die Regierung von Oberbayern derzeit an 17 Standorten Wohnheime für humanitäre Aufnahmen und beherbergt dort aktuell gut 1600 Personen aus 11 verschiedenen Herkunftsländern. Ziel ist jedoch, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner schnellstmöglich in Privatwohnungen umziehen können.

Die Regierung von Oberbayern unterstützt zudem die Vermittlung eigenständigen Wohnraums. Wer eine Privatwohnung direkt an afghanische Ortskräfte und deren Familien oder Personen aus anderen humanitären Aufnahmeprogrammen vermieten möchte, kann sich gerne bei der Regierung von Oberbayern (SG14.1-UEWH-Koordination@reg-ob.bayern.de) melden. Neben Privatwohnungen ist die Regierung von Oberbayern weiterhin auf der Suche nach größeren Objekten, die sich als Unterkünfte für Geflüchtete eignen. Wer der Regierung von Oberbayern entsprechende Objekte als Wohnheime für Geflüchtete vermieten möchte, kann sich unter der E-Mailadresse akquise-asyl@reg-ob.bayern.de melden. Idealerweise verfügen die Objekte über abgeschlossene Wohnbereiche mit eigenem Sanitärbereich und Kochgelegenheit sowie mindestens 50 Bettenplätze und sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Bericht: Regierung von Oberbayern  – Foto: Hötzelsperger

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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