Corona-Krise

Gastgewerbe: trotz Plus noch nicht Vor-Corona-Niveau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen der „Monatsstatistik im Gastgewerbe“ berichtet, steigt der Umsatz des Gastgewerbes in Bayern im Februar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 129,4 Prozent und preisbereinigt um 121,3 Prozent. Die Beschäftigtenzahl nimmt um 15,9 Prozent zu. Trotz des starken Anstiegs, sowohl beim Umsatz als auch bei den Beschäftigten, ist das Vor-Corona-Niveau des Gastgewerbes in Bayern auch im Februar 2022 nicht erreicht: Zum Februar 2019 beträgt die Umsatzlücke nominal 25,5 Prozent und real 32,5 Prozent. Die Beschäftigtenzahl liegt noch 19,2 Prozent unter der des Februars 2019.

Fürth/Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter berichtet, setzt sich der deutliche Zuwachs an Beschäftigten zum Vorjahresmonat Februar 2021 von fast 16 Prozent aus der starken Zunahme der Beschäftigtenzahl in der Gastronomie von 19,5 Prozent sowie der Beherbergung von 9,4 Prozent zusammen. Mit Ausnahme der „sonstigen Beherbergungsstätten“ steigt die Zahl der Beschäftigten im Februar 2022 zum Vorjahresmonat in allen Wirtschaftsgruppen des Gastgewerbes. Im Vergleich zu den Entwicklungen im Jahr 2019, vor der Corona-Pandemie, ist die Zahl der Beschäftigten im bayerischen Gastgewerbe im Februar 2022 jedoch noch um 19,2 Prozent geringer. In der Beherbergung sind im Vergleich zum Februar 2019 noch 21,0 Prozent weniger beschäftigt, in der Gastronomie sind es 18,2 Prozent weniger.

Beim Umsatz ist die Lücke zum Vergleichsmonat Februar 2019 ebenfalls noch groß. Insgesamt liegt der Umsatz des Gastgewerbes in Bayern im Februar 2022 nominal 25,5 Prozent bzw. real 32,5 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Dabei ist der Umsatz in der Beherbergung nominal 33,3 Prozent sowie preisbereinigt 37,4 Prozent geringer als im Februar 2019. Der Umsatz der Gastronomie ist unterdessen nominal 20,2 Prozent bzw. real 29,1 Prozent im Minus. Zum Vorjahresmonat 2021 hingegen erhöht sich der nominale Umsatz im Gastgewerbe im Februar 2022 enorm um 129,4 Prozent. Insbesondere die Beherbergung in Bayern verzeichnet eine extreme Umsatzsteigerung von nominal 270 Prozent und scheint von den aktuellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu profitieren. Ebenfalls beträchtlich nimmt der Umsatz in der Gastronomie zu, er steigt nominal um 87,6 Prozent.

Verglichen zum Vormonat Januar 2022 wächst der nominale Umsatz des bayerischen Gastgewerbes im Februar 2022 um 2,4 Prozent. Dabei steigt der Umsatz in der Beherbergung um 7,0 Prozent, während er in der Gastronomie mit -0,2 Prozent leicht rückläufig ist. Die Zahl der Beschäftigten nimmt zum Vormonat unterdessen sowohl in der Beherbergung als auch in der Gastronomie leicht, um 0,6 Prozent bzw. 0,2 Prozent, zu. Im Februar 2022 ist die Zahl der Beschäftigten in Bayerns Gastgewerbe insgesamt damit um 0,3 Prozent höher als im Januar.

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik

Archiv-Foto: Hötzelsperger – Blick in den Biergarten vom Schützenwirt in Prien, der auch Übernachtungsmöglichkeiten bietet

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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