Corona-Krise

Kardinal Marx wendet sich an Senioren im Erzbistum

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Kardinal Reinhard Marx hat in einem Brief zu Ostern an die Seniorinnen und Senioren in der Erzdiözese München und Freising die Bedeutung des Verbundenseins hervorgehoben. Das tatsächliche Zusammensein sei gerade in Corona-Zeiten schmerzlich vermisst worden, so der Erzbischof von München und Freising in dem Schreiben: „Miteinander reden, feiern, essen und trinken.“ Es sei eine allgemein-menschliche Erfahrung, dass das gemeinsame Mahl Ausdruck enger Verbundenheit und Gemeinschaft sei. Diese Urerfahrung habe auch das Judentum aufgenommen und religiös gedeutet, so Marx.

Jesus sei in dieser Tradition aufgewachsen, gemeinsam mit Menschen Mahl zu halten, sei ihm wichtig gewesen. „Immer wieder erzählt die Bibel davon, wie er mit Menschen gemeinsam zu Tisch sitzt. Die am Rande stehenden Menschen sollten in die Gemeinschaft mit aufgenommen werden.“ Diesem Anliegen Jesu gilt das besondere Augenmerk am Gründonnerstag. „Wir hoffen alle, dass Zusammenkünfte wieder besser möglich sind und werden als in den beiden vergangenen Jahren. Wir hoffen, dass wir uns wieder richtig treffen können und nicht nur im virtuellen Raum oder unter höchsten Schutzmaßnahmen mit Maske“, so Kardinal Marx.

Die Seniorenpastoral der Erzdiözese bietet umfangreiche Angebote für Seniorinnen und Senioren, darunter die neue Aktion „Goldkarte“ als Initiative gegen Einsamkeit. Pflegedienste, Hausärzte, Altenservicezentren und andere Einrichtungen verteilen goldene Karten mit dem Text „Reden ist Gold“. Darauf finden sich Kontaktpersonen, die angerufen werden können, um ins Gespräch zu kommen und von sich und dem, was gerade wichtig ist, zu erzählen. „Reden ist Gold, weil es gesund ist für Leib und Seele. Wenn Sie möchten, können wir miteinander reden“, heißt es auf der Karte. Dies ist eingebettet in die übergeordnete Kampagne „In Verbindung bleiben“, die sich an Seniorinnen und Senioren wendet; in den Kampagnenbriefen finden sich Impulse zur Alltagsspiritualität und Vernetzung, thematische Geschenke und Informationen. Viele hundert positive Rückmeldungen und mehrere Vor-Ort-Netzwerke, die von der Kampagne inspiriert wurden, zeugen davon, dass die Kampagne gut angenommen wird. (glx)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Archiv-Foto: Hötzelsperger – Caritas-Altenheim St. Josef in Prien a. Chiemsee bei der 50-Jahr-Feier im Jahr 2019

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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