Kultur

Eröffnung der Galerie MarahART in Bernau

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Anfang März 2020 wäre bereits alles für die Eröffnung einer neuen Galerie in  der Chiemseestraße in Bernau bereit gewesen. Die Galeristin Marah Strohmeyer-Haider wollte und will damit über die Grenzen des Chiemgaus hinaus Künstlerinnen und Künstlern eine attraktive Anlaufstelle bieten.  Leider war dieser  Zeitpunkt denkbar ungünstig – die Coronakrise mit seinen Beschränkungen machte den geplanten Auftakt zunichte.

Umso größer war jetzt die Freude der Künstlerinnen Berit Opelt, Moni Stein und der Galeristin Marah Strohmeyer-Haider zusammen mit Kulturreferentin Michaela Leidel, dass unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygienebestimmungen am vergangenen Sonntag nun doch noch eine Matinee im „kleinen Rahmen“ stattfinden konnte.

„Ich will RAUM GEBEN,  Raum geben für die Besucherinnen und Besucher, ebenso wie für Kunstschaffende, die sich mit Herzblut ihrer Lebensaufgabe widmen und die mit ihrer Kunst Menschen bewegen und berühren können“, so Strohmeyer-Haider zur Begrüßung. „In Zeiten wie diesen, in denen nichts selbstverständlich ist, bekommen viele Begebenheiten eine ganz neue Wertigkeit – ein Treffen im Namen der Kunst ist wieder etwas sehr Besonderes!“ Damit begann sie mit der Vorstellung der Künstlerinnen Berit Opelt, Moni Stein und sich selbst.

Strohmeyer-Haider entdeckte Berit Opelt und ihr Werk auf den Sendlinger Kulturtagen in München. Die spontane, direkte Art der Künstlerin Dinge auf den Punkt zu bringen, hat sie ebenso beeindruckt, wie ihre präzise Vorgehensweise beim Vorbereiten der Mal- und Druckgründe und der dann folgenden Bearbeitung. Ihre Werke zeigen eine große Tiefe und Vielschichtigkeit. U.a. wird die Serie „Raben“ gezeigt: hier liegt der Schwerpunkt auf Collage in Kombination mit Druck. Zwei sehr lebendig wirkende Keramiken ergänzen diese Bilder.

Eine erste Begegnung mit Moni Stein fand auf dem grenzübergreifenden Fest „Kunst am Baschtei“ statt. Die offene, gewinnende Art der Künstlerin wird auch in den für die Galerie ausgewählten Arbeiten deutlich. Es werden Skulpturen und Collagen aus der Serie „Neue Wege“ gezeigt. Die Fokusnahme auf Gesicht und Gliedmaßen der Skulpturen lässt diese scheinbar in innere und äußere Bewegung gehen. Aus frühen Papierarbeiten bestehen die ausgestellten Collagen Steins, denen sie durch Zerstörung und Neuzusammenstellung einen aktuellen, völlig anderen Ausdruck verleiht.

Das Galeriemotto „RAUM GEBEN“ schließlich hat Marah Strohmeyer-Haider in einer Installation umgesetzt. Diese will Raum schaffen, der es erlaubt, sich seinen Träumen hinzugeben, im Vertrauen auf die Intuition. Bis diese ausgereift ist, können sich die Betrachterinnen und Betrachter – imaginär in die vor Ort hängenden Kokons – zurückziehen und zur Musik von Sebastian Haider Ihre Ideen reifen lassen.

Die Ausstellung „… MIT HERZBLUT“ ist noch bis Ende Mai zu den Öffnungszeiten zu besichtigen: Dienstag,  Donnerstag und  Freitag von 14-18 Uhr, am Donnerstag zusätzlich von 10-12 Uhr, sowie gerne auch nach  Vereinbarung unter 0172-4864956. Am Pfingstsamstag, dem 30.5. ist diese Ausstellung ein letztes Mal von 11-14 Uhr zu besuchen.

Bericht und Fotos: Georg Leidel Nach langer Zeit der Schließung konnte (von links) Galeristin Marah Strohmeyer-Haider, zusammen mit den Künstlerinnen Moni Stein, Berit Opelt und Kulturreferentin Michaela Leidel die Ausstellung coronakonform eröffnen.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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