Gastronomie & Wirtschaft

Erdinger am Gendarmenmarkt – aus Berliner Sicht

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach dem Soft-Opening im April dieses Jahres war es nun endlich so weit, die neue Erdinger Gaststätte am Gendarmenmarkt offiziell zu eröffnen. Hierzu hat die Privatbrauerei Erdinger Weißbräu letzte Woche gleich zwei Tage anberaumt. Es ist das erste Erdinger Wirtshaus außerhalb von Bayern überhaupt, und das mitten in der Bundeshauptstadt, am schönsten Platz Berlins.

Bereits am frühen Morgen des ersten Tages haben sich die Trachtlerinnen und Trachtler vom Trachtenverein „Almenrausch“ aus Rossholzen/Samerberg nach Berlin auf den Weg gemacht, um die Feier bayerisch-traditionell zu umrahmen. Mit dabei, Toni Hötzelsperger, der Top-Journalist für bayerisches Brauchtum, in und außerhalb Bayerns. Der Toni berichtete unmittelbar vor Ort in seinen „Samerberger Nachrichten“ über die feierliche Eröffnung. Zum Auftakt am ersten Tag spielte die bayerische Band „Gaudi Harmonie“ aus dem Chiemgau. Mit fetzig bayerischer bis hin zu poppig moderner Unterhaltungsmusik sorgten sie für Hochstimmung von Anfang an. Dazwischen Trachtentanz, Schuhplattler, Goaßlschnalzer und Ziach-Musi von den Trachtlerinnen und Trachtler aus Rossholzen.

Zur Einleitung des offiziellen Teils formierten sich dann die Alphornbläserinnen und -Bläser auf dem Gendarmenmarkt zu einem Eröffnungskonzert. Der „Vorsitzende vom Verein der Bayern in Berlin“ hat hierzu alle verfügbaren Alphörner aus dem norddeutschen Raum zusammengetrommelt.  Danach begrüßte der Marketing-Leiter von Erdinger-Weißbräu, Wolfgang Kuffner, die zahlreichen Ehrengäste. Der Erdinger-Chef, Diplom-Braumeister Werner Brombach, brachte in seiner Begrüßungsrede mit Freude zum Ausdruck, in Berlin einen Partner gefunden zu haben, der die bayerische Wirtshauskultur voll unterstützt. Es ist das kölsche Urgestein Jupp Miebach mit seiner Ehefrau Marlene. Mit im Boot, ihr langjähriger Geschäftspartner Giuliano Corolli, mit dem sie schon seit nahezu 50 Jahren ein erfolgreiches Team bilden. „Es liegt uns sehr am Herzen, mit „Erdinger am Gendarmenmarkt“ die bayerische Gastlichkeit und Gemütlichkeit in Berlin zu pflegen, und das neben den geschmackvollen Bieren der Brauerei auch mit authentischer bayerischer Küche, so Jupp Miebach.

Gemäß bayerischer Tradition überreichte Werner Brombach dem Geschäftsführer Jupp Miebach für die neue Gaststätte ein Kruzifix als Geschenk. Zu den Ehrengästen zählten neben dem Erzbischof von Berlin, Dr. Heiner Koch, dem Bundestagsabgeordnete MdB Max Straubinger auch die Erdinger-Botschafterin und Biathlon-Legende Magdalena Neuner. Festredner war MdB Max Straubinger. Neben seinem Mandat im Bundestag ist er auch Präsident des Deutschen Institutes für Reines Bier. So hob Herr Straubinger auch die Bedeutung des Reinheitsgebotes für das Brauhandwerk und die Bierkultur besonders hervor, das seit über 500 Jahren besteht. In Sachen bayerischer Braukunst und Wirtshauskultur sei Erdinger-Weißbräu ein neues Aushängeschild in der Bundeshauptstadt, so Herr Straubinger. Er beglückwünschte Herrn Brombach und dem Geschäftsführer-Team Miebach/Corolli  zur Eröffnung Ihres Wirtshauses am Gendarmenmarkt und wünschte Ihnen viel Erfolg.

Auch der Erzbischof von Berlin Dr. Heiner Koch  fand lobende Worte über die bayerischen Braukunst, die am Gendarmenmarkt von Erdinger-Weißbräu besten vermittelt wird.   Er segnete das zuvor überreichte Kruzifix und erteilte der Erdinger-Gaststätte seinen Bischöflichen Segen. Mit dem Durchtrennen des weiß-blauen Absperrbandes am Eingang der Gaststätte, durch Erzbischof  Dr. Heiner Koch,  dem Erdinger-Chef, Werner Brombach, und dem Betreiber der neuen Gaststätte Jupp Miebach, begleitet mit einer Fanfare der Alphörner, war dann „Erdinger am Gendarmenmarkt“ offiziell eröffnet.

Nach einem weiteren Konzert der Alphörner auf dem Gendarmenmarkt ließ es der Wettergott dann doch „gut sein“ und zwang die Gäste bei Blitz und Donner in der Gaststube demütig unter dem frisch geweihten Kruzifix Platz zu nehmen. Dennoch ging es dann noch stimmungsvoll mit der Batzl-Blech-Musi aus Berlin bis spät in den Abend weiter. Dazwischen eine hinreißende Einlage des Berliner Blas- und Spaßorchesters „Die Tiere“. Mit  Alphornklängen und einen Ständchen von Gerhild Karpf, „The Voice of Wilmersdorf“, für den Erdinger-Chef Werner Brombach fand der Abend einen klangvollen Abschluss. Am zweiten Tag der Eröffnungsfeier war dann doch wieder ein super Wetter. Bei der Aktion „ERDINGER Zauberbecher“ gab es Freibier bis zum Umfallen.  Dabei konnte jeder Gast, der einen solchen Becher erwarb, diesen den ganzen Tag kostenlos wieder befüllen lassen. Zünftige bayerische Wirtshausmusik lieferten dabei die O‘-Treibern, einem Trio vom „Verein der Bayern in Berlin“. Dazwischen wieder der wohltuende Klang der Alphörner.

Erdinger-Chef Werner Brombach und der Betreiber der neuen Gaststätte, Jupp Miebach mit seiner Gattin Marlene zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Verlauf der Öffnungsfeier. Dank der professionellen Organisation durch Stefanie Kaifel, Event-Leiterin von Erdinger-Weißbräu, hat der Ablauf und die Technik einwandfrei geklappt.    Ein besondere Dank gilt auch dem gesamten Team der Gaststätte, ohne deren Einsatz ein solch erfolgreicher Verlauf nicht möglich gewesen wäre. Mit dem neuen Erdinger-Weißbräu-Wirtshaus am Gendarmenmarkt  neben den bereits drei ansässigen bayerischen Brauerei-Gasthäusern in der Nähe scheint sich Berlins Mitte nun endgültig zu einer „Bayerischen Biermeile“ zu entwickeln.

Bericht: Helmut Amberger, 1. Vorsitzender vom Verein der Bayern in Berlin und freier Berichterstatter der Samerberger Nachrichten

Fotos: Joschi Rusmir, Manfred Amberger, Manfred Hartfiel, Helmut Amberger

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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