Brauchtum

Ehrungen bei der Wildenwarter Jugendkapelle

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Ehrenurkunde des Musikbundes Ober- und Niederbayern für 25 Jahre aktives Musizieren verlieh Michaela Haindl, die Bezirksjugendleiterin im Bezirksmusikverband Inn-Chiemgau des Musikbundes von Ober- und Niederbayern in der Frasdorfer Lamstoahalle an Ludwig Freund und Markus Kalal, vier Leistungsabzeichen und fünf Stimmgabeln gingen an neun Mädchen und Burschen der Jugendkapelle Wildenwart. „Alle miteinander haben sich sehr gut auf die Theorieprüfung, die sehr umfangreich und fordernd war, vorbereitet. Auch die Praxis haben sie auf ihren Instrumenten gut gemeistert“, so Michaela Haindl bei der Preisverleihung. 220 junge Musikanten beteiligten sich im ganzen Bezirk an dieser Prüfung.

Victoria Aicher bestand das Leistungsabzeichen des Musikbundes Ober- und Niederbayern in Silber für ihr Spiel mit der Querflöte, Katharina Rosenwink brillierte auf dem Flügelhorn. Das Bronzene Leistungsabzeichen erhielten Georg Aicher (Tuba) und Leonhard Menzel (Schlagzeug). Die Stimmgabel in Bronze verlieh Michaela Haindl an Jonathan Baumgart (Tuba), Markus Leipert (Bariton) und Franziska Schlosser (Querflöte), die Stimmgabel in Silber erhielten Klaus Brandstätter (Horn) und Markus Fischer (Trompete).

Ein bisschen etwas von ihrem Können zeigten 38 Burschen und Mädchen zwischen elf und 16 Jahren in der Jugendkapelle im Vorprogramm des Jahreskonzertes in der Lamstoahalle, die älteren spielten bereits in den Registern der Wildenwarter Musikkapelle. Zum allerersten Mal spielten Klaus Brandstätter und Leonhard Menzel beim Konzert der „großen“ Musikkapelle Wildenwart mit.

Die Jugendmusikkapelle Wildenwart ist 17 Jahre alt, die Zwergerlkapelle besteht gerade ein Jahr. „Rund 50 Mitglieder umfasst unsere Jugendkapelle zur Zeit, etwa 30 die Zwergerlkapelle, bei uns kann man alle Instrumente lernen“, so Dirigentin und Jugendleiterin Eva-Maria Gruber, „über die Hälfte der Musikkapelle Wildenwart mit ihren über 60 aktiven Musikanten rekrutiert sich mittlerweile aus den Reihen der Jugendkapelle. Die Erhöhung der Frauenquote von Null auf etwa ein Drittel der Wildenwarter Musikkapelle ist weitgehend der Ausbildung in der Jugendkapelle zuzuschreiben“.

Fast die Hälfte der Wildenwarter Musikkapelle besteht mittlerweile aus Musikern, die durch die Schule der Jugendkapelle gegangen sind. Dabei geht die Arbeit von Jugendleiterin Eva-Maria Gruber und der Musiklehrer für die einzelnen Instrumente weit über das bloße Lernen der richtigen Tonfolgen hinaus. Zahlreiche Auftritte bei den Vereinen in der Region geben den jungen Musikern die Gelegenheit, sich bereits frühzeitig in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Musikkapelle und der Musikförderverein organisieren die Frühförderung: alle zwei Jahre bietet der Verein im Rahmen des Ferienprogramms einen Schnupperkurs an, zusammen mit den Gemeinden Frasdorf und Prien wird in der Grundschule Prien-Wildenwart und in der Wastl-Fanderl-Schule in Frasdorf ein Klassenmusizieren angeboten, die dazu notwendigen Instrumente stellt der Musikförderverein. Die Musikkapelle Wildenwart und der Musikförderverein Wildenwart bieten allen interessierten Kindern die Möglichkeit Blasinstrumente kennen zu lernen und sich mit der Musik vertraut zu machen. Sie stellen dazu für den Nachwuchs den Kontakt zu Musiklehrern her und für den Beginn – soweit vorhanden – vereinseigene Leihinstrumente zur Verfügung. Information und Auskunft bei Eva Maria Gruber, Telefon 0170-8653726.

Bericht und Foto: Heinrich Rehberg

Bildunterschrift: Michaela Haindl, die Bezirksjugendleiterin im Bezirksmusikverband Inn-Chiemgau des Musikbundes von Ober- und Niederbayern in der Frasdorfer Lamstoahalle, der Vorstand der Wildenwarter Musikkapelle Helmut Rosenwink und die beiden Dirigenten der Musikkapelle Sebastian Graf und der Jugendkapelle Eva-Maria Gruber überreichten die Urkunden und Abzeichen für erfolgreiche Leistungsprüfungen an neun Mädchen und Burschen der Jugendkapelle Wildenwart.

Über den Autor

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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