Tourismus

Chiemgau-Radtour von Prien nach Kloster Seeon

Günther Freund
Veröffentlicht von Günther Freund

Radfahren boomt, in Corona-Zeiten hat Radwandern einen ungeahnten Aufschwung erlebt. Rund um den Chiemsee war es bisher schon an den Wochenenden oder in den Ferien ziemlich überlaufen, jetzt in den Pfingstferien sind auf dem Chiemsee-Rundweg mehr Radler unterwegs denn je. Wir radeln daher lieber im Gebiet nördlich des Chiemsees, wo es auch zahlreiche beschilderte Radwege gibt, die auf Wald- und Wiesenwegen und wenig befahrenen Autostraßen verlaufen.

Meine Freunde, mit denen ich heute auf dem E-Bike unterwegs bin, haben eine Rundtour von Prien nach Kloster Seeon und zum Pelhamer See geplant. Wir fahren bis Breitbrunn am Chiemsee-Radweg und biegen hier in die Gollenshausener Straße ab, auf der wir über Lienzing nach Gollenshausen kommen, daran vorbeifahren und über Söll den Kreisel beim Malerwinkel erreichen. Jetzt noch einmal ein kurzes Stück auf dem Chiemsee-Radweg bis zum Parkplatz nach Esbaum. Von dort fahren wir hinauf nach Burgham, von wo wir einen Abstecher ins Burghamer Filz machen. In meiner Topographischen Karte habe ich gesehen, daß es dort einen Aussichtsturm gibt. Wir folgen den Wegweisern „Latschenrundweg“, fahren zuerst auf asphaltierter Straße mit schönem Ausblick auf Chiemsee und Gebirge bis zu ein paar Häusern, wo die Teerstraße endet. Es geht auf einem Wirtschaftsweg weiter und bald führt einen das Hinweisschild „Latschenrundweg“,  auf einen holprigen Waldweg, auf dem  wir dann auf den letzten Metern zu Fuss den Aussichtsturm finden. Von der Aussichtsplattform fällt der Blick auf ein naturnahes Hochmoor, dominiert von Latschen und Birken, den einzigen Baumarten in diesem Gebiet.

Wir fahren zurück bis Burgham und radeln den Wegweisern folgend zum Kloster Seeon. Auf der Terrasse der Klosterwirtschaft (Mundschutz, Abstand!) genehmigen wir uns ein Weissbier und inspizieren die sehr schön am Klostersee gelegene Klosteranlage.  Dann geht es weiter auf wenig befahrenen Autostraßen durch hügeliges, freies Gelände aussichtsreich über Oberbrunn, Eschenau und Maisham zum Pelhamer See. Eine Einkehr im Restaurant  Seeblick in Pelham  mit seiner schönen Terrasse und dem berühmten Salatbuffet ist jetzt ein absolutes Muss. Natürlich wieder mit Mundschutz und zusätzlich noch mit Gummihandschuhen laden wir uns am Buffet die Teller voll mit köstlichen Salaten und genießen die schöne Aussicht.

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Obwohl wir nur Salate gegessen haben, davon aber mehr als genug, sind wir auf der Heimfahrt über Hemhof zum Rimstinger Bahnhof und entlang der Bahnlinie nach Schafwaschen froh über die Unterstützung durch den Elektromotor. Eigentlich asollten wir jetzt noch einen Umweg um den Simssee machen, um die Kalorien abzubauen. Aber nein, 50 km reichen uns heute und es war wirklich eine prima Rundtour – alles hat gepasst: weißblauer Himmel, schöne Landschaft und nicht zuletzt gute Wirtshäuser!

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Über den Autor

Günther Freund

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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