Brauchtum

Bundesversammlung 2021 der Gebirgsschützen abgesagt

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Am Sonntag, den 21. März 2021 hätten sich die über 100 Delegierten des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien, das sind die Landeshauptmannschaft, die Gauhauptleute und Bataillonskommandanten und die Hauptleute und Offiziere der 47 Gebirgsschützen-Kompanien bei der Gebirgsschützenkompanie Gotzinger Trommel in Neukirchen zu ihrer Bundesgeneralversammlung 2021 treffen sollen. Leider wird daraus nach der Absage der letztjährigen Bundesgeneralversammlung aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nichts werden, da die Bayerische Infektions-Schutzverordnung (11. BayIfSMV) eine derartige Veranstaltung nicht zulässt.

„Die Gebirgsschützen sind sich auch in dieser schwierigen Zeit ihrer Verantwortung bewusst und wollen aufgrund der unsicheren Prognosen zur Risikoeinschätzung – vor allem auch durch die neu auftretenden Mutationen des Coronavirus – den Empfehlungen der Verantwortlichen in Wissenschaft und Politik folgen“ unterstrich Landeshauptmann Martin Haberfellner bei der Begründung zur Absage der Bundesgeneralversammlung. Haberfellner führt weiter aus, „dass sich die Bayerischen Gebirgsschützen durch die Negativnachrichten und Untergangsszenarien nicht lähmen lassen. Grundsätzlich planen es die Gebirgsschützen so, als ob die großen und wichtigen Veranstaltungen des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien den Verhältnissen angepasst durchgeführt werden können.“

Auch wenn das Alpenregionstreffen 2021 im Südtiroler St. Martin im Passeiertal abgesagt, bzw. auf 2022 verschoben ist, geht Haberfellner davon aus, dass ein Patronatstag in abgespeckter Version, so wie er in den 50-iger Jahren bis in die 60-iger Jahre hinein üblich war, durchgeführt werden kann. Das hieße für den Patronatstag 2021 in Beuerberg eine Beschränkung der Teilnehmerzahl auf die gastgebende Kompanie und Fahnenabordnungen der übrigen Kompanien, ohne Festzug und ohne Kirchenzug nur als festlichen Gottesdienst im Freien. Kein Bierzelt oder eine andere Form der Bewirtung. Die Parade der bayerischen Gebirgsschützenkapellen am 30. Mai 2021 in Bendediktbeuern kann unter den heutigen Regelungen der Infektionsschutzverordnung nicht stattfinden.

Ob das Bundesschießen vom 24. – 26. September 2021 möglich ist, hängt davon ab, ob die Schießstätten rechtzeitig im September geöffnet werden können. Auch hier wir ein entsprechendes angepasstes Konzept zu erarbeiten sein, dass zu gegebener Zeit die rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. „Und das jeweils zum Jahresende hin stattfindende Adventsingen des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien, das 2021 am 8. Dezember in Partenkirchen geplant ist, wird nur erlaubt werden können, wenn wir bis dahin die Coronagefahr im Griff haben“, so der Landeshauptmann. Alles in allem sieht Haberfellner es grundsätzlich so: „Die Gesundheitspolitik hat durch ihre einschneidenden Maßnahmen unsere Kultur ins künstliche Koma versetzt. Ein Koma, über das man sich ärgern kann. Aber ich sehe diese Veranstaltungspause als eine Art Heilschlaf, aus dem wir alle gestärkt und motiviert hervorgehen werden.“

Bericht: Bund der Bayerischen Gebirgsschützen – www.gebirgsschuetzen.org

Foto:: Hötzelsperger – Erinnerungen an die Bundesversammlung 2002 auf dem Samerberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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