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  Bezirks-Sterbekasse: stabile Zahlen, doch gewisse Sorgen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit derzeit 411 Mitgliedern hat der Rauchclub mit Selbsthilfe der Männer von Prien a. Chiemsee und Umgebung eine stabile Situation“ – mit diesen Worten wies Bezirksvorsitzender Klaus Dingler darauf hin, dass es in den letzten Jahren immer wieder möglich war, neue und junge Mitglieder zu finden. Dies soll auch zukünftig eine der Hauptaufgaben sein. „Vielen Leuten ist der Zweck und Sinn unseres Sterbekassenvereins nicht bekannt und immer wieder erfahren wir, wie wichtig in einem Sterbefall die sofortige Auszahlung des Sterbegeldes in Höhe von 400 Euro ist“ – so Klaus Dingler weiter.

 Gut besucht war im Gasthof Stocker in Atzing die heurige Jahresmitgliederversammlung, die aus verschiedenen Gründen vom Frühjahr zum Jahresschluss verlegt werden musste. Dingler freute sich, dass unter den Mitgliedern auch einige Ortsvereins-Vorsitzende sowie Ehrenbürger Michael Anner senior waren. Sein besonderer Dank galt den drei Ortsverbänden von Rimsting, Prien und Wildenwart und in diesen den Fähnrichen und Fahnenbegleitern, die bei Beerdigungen und größeren Festen ausrücken und den Verein nach außen vertreten. Ein weiteres „Vergelt´s Gott“ gab es für Pius Grannetsberger, der sich um die Aufbewahrung der Fahne kümmert. Bezirks-Schriftführer Hans-Peter Priller, Ortsvorsitzender von Wildenwart erinnerte in seinem Bericht an die letzte Zusammenkunft im Gasthof Seehof in Rimsting. Bezirks-Kassier Walter Jänicke, zugleich Ortsvorsitzender von Prien erläuterte trotz der Niedrigzins-Politik einen zufriedenstellenden Kassenstand zumal es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen ist, ohne Verwaltungskosten auszukommen. Zustimmung erhielt der Kassenprüfungsbericht von Rainer Knoll und Paul Obermaier, beide Prüfer wurden für das nächste Jahr in ihrem Amt bestätigt. In der freien Aussprache erläuterte Bezirksvorsitzender Klaus Dingler die oftmals nicht ganz einfachen Abstimmungen und Verhandlungen mit der Regierung von Oberbayern. „Auch wenn wir nur ein kleiner und ehrenamtlich geführter Verein sind, werden wir nach europäischem Versicherungsrecht mit viel Bürokratie behandelt. Den sich stets ändernden Anforderungen werden wir in Zukunft nur noch mit einer externen Fachkraft gerecht werden können“ – so Klaus Dingler. Josef Steinberger, Ortsvorsitzender von Rimsting, machte noch auf einen weiteren Engpass aufmerksam als er sagte: „Wenn wir mit unserer Fahne ausrücken wird es immer schwieriger an Wochentagen die Mannschaft zusammen zu bekommen, da die Arbeitgeber immer weniger für den ehrenamtlichen Dienst frei geben“. In den nächsten Sitzungen will die Vorstandschaft für das Finanzwesen und für die Beerdigungen neue Regelungen beraten. Der nächsten Bezirksversammlung sollen dann die Vorschläge unterbreitet werden, diese findet am Sonntag, 19. April vormittags im Hotel Bayerischer Hof in Prien statt.

Foto: Hötzelsperger – Die Vorstandschaft des Bezirks vom Rauchclub Prien von links:    Schriftführer Hans-Peter Priller, Bezirksvorsitzender Klaus Dingler, Rimstings Ortsvorsitzender Josef Steinberger und Kassier Walter Jänicke.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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