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Starbulls Rosenheim: die nächsten Spiele

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit dem Heimspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten Eisbären Regensburg starten die Starbulls Rosenheim vor den Weihnachtsfeiertagen in die intensivste Hauptrundenphase der Eishockey-Oberliga Süd. Spielbeginn gegen die top besetzte und von Torwart-Legende Joseph „Peppi“ Heiß trainierte Mannschaft im Rosenheimer emilo-Stadion ist am Freitag um 19:30 Uhr. Danach stehen für die Starbulls zwei Derby-Vergleiche mit den Waldkraiburger Löwen, die kürzlich Tomas Martinec als neuen Trainer verpflichtet haben, auf dem Programm. Das erste dieser Duelle findet am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Waldkraiburger Raiffeisen Arena statt. Zwei Tag später, am Donnerstag um 19:30 Uhr, kommt es zum Rückspiel in Rosenheim.

Auch wenn nach aktueller Tabellensituation „nur“ der Zweite auf den Sechsten trifft, so darf das Duell der Starbulls am Freitag gegen die Eisbären Regensburg guten Gewissens als Topspiel tituliert werden. Dass die von Torwart-Legende „Peppi“ Heiß trainierten und personell herausragend besetzten Donaustädter mit bislang 36 erzielten Zählern 15 Punkte hinter den Starbulls rangieren, ist eigentlich völlig unerklärlich. Erst recht, wenn man einen Blick auf die Scorerwertung der Liga wirft. Diese führt der in Regensburger Diensten stehende Tscheche Nikola Gajovsky mit satten 50 in 23 Spielen verbuchten Punkten an. Fast die identische Erfolgsquote (48 Punkten in 22 Spielen) weist sein Teamkollege Arnoldas Bosas (Litauen) auf. Die beiden Deutsch-Kanadier Jason Pinizzotto (32 Punkte in 23 Spielen) und Peter Flache (31 Punkte in 22 Spielen) sind ebenfalls unter den „Top 15“ der Ligascorer platziert. Zum Vergleich: Als bester Starbulls-Spieler rangiert in dieser Wertung Michael Baindl mit 24 Punkten jenseits des 30. Platzes.

Die genannten Import- und Zwei-Flaggen-Spieler der Eisbären haben nicht nur nahezu alle 23 bisher gespielten Partien bestritten, auch der Löwenanteil – 73 von 99 – der im bisherigen Saisonverlauf erzielten Regensburger Tore geht auf ihr Konto. Ein hochinteressanter Aspekt also für das Duell mit den in dieser Hinsicht im krassen Unterschied breit aufgestellten Starbulls. Die bisherige Erfolgsbilanz – sowohl absolut, als auch in den direkten Duellen (in der Frühphase der Saison gewannen die Starbulls 4:1 an der Donau und 4:2 im emilo-Stadion) – spricht eher für die Starbulls-Philosophie.

Einen Favoriten für das nun dritte Aufeinandertreffen der Teams zwei Tage vor Heilig Abend in Rosenheim auszumachen, fällt trotzdem schwer. Zu herausragend besetzt und höherklassig erfahren ist das Regensburger Team, als dass die derzeitige Tabellenposition die grundsätzliche Leistungsfähigkeit adäquat spiegeln könnte. Heißt aber auch, dass die Eisbären unter Druck stehen. Der offiziell als Ziel ausgegebene vierte Tabellenrang ist neun Punkte entfernt – drei Zähler mehr, als das Polster auf Platz 9, der die Abstiegsrunde bedeuten würde! Im Umfeld rumort es. Ende November trennten sich die Wege der Eisbären Regensburg Spielbetriebs GmbH und des erst im Frühjahr installierten Geschäftsführers Stefan Liebergesell, wobei die Gründe „nebulös“ blieben.

Vor dem vergangenen Spielwochenende gab es eine „Aussprache-Veranstaltung“ zwischen Mannschaft und den unzufriedenen Fans. Es folgte ein 4:0-Auswärtssieg in Waldkraiburg, aber auch eine 2:4-Heimniederlage gegen Peiting, bei der die Mannschaft ihre Fans allerdings über weite Strecken begeistern konnte. Für den längerfristig verletzten Stammtorwart Peter Holmgren wurde Justin Schrörs (zuletzt in der Oberliga Nord für Duisburg und Essen aktiv) verpflichtet. Gegen Peiting streifte er erstmals das Regensburger Trikot über, fungierte aber nur als Backup für Jonas Leserer. Es wäre keine Überraschung, wenn er nun in Rosenheim seine Premiere zwischen Holmen in der Oberliga Süd hätte.

Das Rosenheimer Tor wird am Freitag aller Voraussicht erneut der junge Luca Endres hüten, auf der Bank wohl Nachwuchskeeper Tim Uhrig Platz nehmen. Die Rückkehr von Lukas Steinhauer, der unter der Woche nur einmal trainierte, wird vermutlich erst nach Weihnachten möglich sein. Richtig gut sieht es dagegen mit dem sehnsüchtig erwarteten Comeback vom lange verletzten und dann durch eine Grippe zurückgeworfenen Michael Rohner aus. Trainer Manuel Kofler rechnet jedenfalls fest damit; er will das Rosenheimer Urgestein neben  Christoph Gottwald verteidigen lassen. Bei einigen anderen Akteuren war Kofler dagegen im Vorfeld noch skeptisch, ob ein Einsatz möglich ist. Verteidiger Maximilan Vollmayer sowie die Stürmer Jussi Nättinen, Michael Fröhlich, Fabian Zick und der Doppeltorschütze vom letzen Spiel in Miesbach, Michael Baindl, konnten krankheitsbedingt nicht oder kaum trainieren. Im schlechtesten Fall müsste der Rosenheimer Trainer seine Sturmreihen also kräftig durcheinander wirbeln – im besten Fall könnte es sogar für eine komplette vierte Offensivformation reichen. Auf alle Fälle steht der etatmäßige Verteidiger Florian Krumpe wieder zur Verfügung, der die letzten sechs Spiele wegen seiner WM-Einsätze für die U20-Auswahl des DEB fehlte.

Karten für das mit Spannung erwartete Topspiel der Starbulls am Freitag um 19:30 Uhr im emilo-Stadion gegen Regensburg sind jederzeit online zum Selbstausdruck im Ticketshop auf www.starbulls.de erhältlich. Im Vorverkauf sind Karten zudem in der Starbulls-Geschäftsstelle am emilo-Stadion erhältlich und zwar am Donnerstag von 17 bis 19 Uhr und am Freitag von 9 bis 12 Uhr. Die Tageskasse öffnet zwei Stunden vor Spielbeginn um 17:30 Uhr. Das Spiel wird wie gewohnt auch live und kommentiert im Internet übertragen. Die Liveübertragung ist zum Preis von 5 Euro über die Internetadresse www.sprade.tv buch- und abrufbar.

Nach Weihnachten steht für die Starbulls der Doppelvergleich mit den Waldkraiburger Löwen auf dem Spielplan. Das erste von zwei Duellen findet am zweiten Weihnachtsfeiertag (Dienstag) in der Industriestadt – Spielbeginn um 17:15 Uhr! – statt. Zwei Tage später, am Donnerstag, kommt es ab 19:30 Uhr zum Rückspiel im Rosenheimer emilo-Stadion. Die beiden bisherigen Aufeinandertreffen konnten die Starbulls mit 6:0 auswärts und 4:1 vor eigenem Publikum für sich entscheiden. Damals stand auf Waldkraiburger Seite noch der aus Weißrussland stammende Sergej Hatkevitch an der Bande, der sich Ende November mit einer Bilanz von neun Punkten aus 15 Spielen zurückzog. Kurzzeitig übernahm Waldkraiburgs Eishockey-Idol Rainer Zerwesz, ehe die Löwen Tomas Martinec als neuen Trainer installierten. Ein Erfolgserlebnis war Martinec, vor einigen Jahren noch im Heilbronner Trikot Zweitliga-Gegenspieler der Starbulls, mit seiner neuen Mannschaft noch nicht vergönnt. In Sonthofen (2:6) und zuhause gegen Memmingen (4:6) und Regensburg (0:4) gab es drei Niederlagen, das Spiel am vergangenen Sonntag in Selb musste beim Stand von 3:1 für Selb wegen eines Lochs im Eis abgebrochen und neu angesetzt werden.

Alles andere als zwei Starbulls-Siege gegen den Tabellenvorletzten (12 Punkte nach 22 Spielen) wäre eine Überraschung. Doch genau für diese Überraschung zu sorgen, das haben sich die Waldkraiburger, die nun kaum noch Ausfälle zu beklagen haben, als Ziel ausgerufen. Dabei setzen sie auch auf das treue und lautstarke Publikum, das die Raiffeisen Arena am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertags zu einem prall gefüllten Hexenkessel machen soll. Offiziell fasst das Stadion 2.400 Zuschauer, wobei ausnahmslos Sitzplätze (frei wählbar) ausgewiesen sind. Tickets – Normalpreis 12 Euro – sind im Vorverkauf online über die Club-Website bzw. unter der Adresse http://tickets.ehcwaldkraiburg.com zum Selbstausdruck buchbar, jedoch nur bis 24 Stunden vor Spielbeginn und nur mit Paypal-Zahlung.

Bericht und Foto:  Starbulls Rosenheim e.V. (M.H.)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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