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Stabile Entwicklung am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit der offiziellen Eröffnung des Irmengard-Hofs im Jahr 2015 kommen kontinuierlich immer mehr Gäste in das Erholungshaus der Björn Schulz Stiftung für Familien mit schwer kranken Kindern. Bei einem Treffen mit Mitgliedern des Gemeinderats von Gstadt informierte die Stiftung unlängst über die Entwicklung im Jahr 2018. Insgesamt kamen 1.612 Gäste, das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 15 Prozent auf 6.366. „Wir sind sehr froh, dass unser Angebot an die Familien immer bekannter wird und immer mehr betroffene Familien davon Gebrauch machen“, freute sich Stiftungsvorstand Bärbel Mangels-Keil bei der Präsentation. Summa summarum haben 2018 über 200 Familien mit 630 Kindern ihren Aufenthalt am Irmengard-Hof entweder individuell oder in einer betreuten Gruppe gebucht. Zudem fanden jenseits der Ferienzeiten mehrfach Schullandheimfreizeiten von Förderschulen statt. „Wir sehen mit Freude, dass sich der Irmengard-Hof zu einem Vorzeigeprojekt unserer Gemeinde entwickelt und unterstützen ihn deshalb gerne“, fasste Bürgermeister Bernhard Hainz zusammen. Die Björn Schulz Stiftung begleitet seit mehr als zwei Jahrzehnten lebensverkürzend erkrankte Kinder und ihre Familien mit stationären und ambulanten Angeboten an verschiedenen Standorten in Deutschland. Da die Sozialkassen die Kosten für die Aufenthalte am Irmengard-Hof nicht erstatten, werden die Preise durch die Björn Stiftung subventioniert. Die Stiftungsarbeit ist daher dringend auf Spenden angewiesen.

Freizeiten für Geschwister schwer kranker Kinder

Die Mitglieder des Gemeinderats waren von der Vielfalt des Stiftungsangebots am Irmengard-Hof beeindruckt. So organisierte die Björn Schulz Stiftung in 2018 dort fünf Freizeiten von verschiedener Dauer speziell für Geschwisterkinder. Sie wurden von 55 Kindern besucht, die einen Bruder oder eine Schwester mit einer schweren Krankheit oder Behinderung in ihrer Familie haben. Seit 2017 findet zudem mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim ein Samstagstreff im Chiemgau statt. Daran nehmen inzwischen rund ein Dutzend Geschwisterkinder teil. Weiterhin führt das Sozialpädagogische Fachteam auch Erholungstage für betroffene Mütter sowie vielfältige Freizeitaktivitäten durch, zu denen auch Esel-Spaziergänge oder längere Ausflüge in die Berge gehören.

Der Buchungsstand für das kommenden Jahr ist bereits jetzt auf dem Niveau von 2018. Alle Termine 2019 sowie die Übernachtungspreise sind im Internet unter www.irmengard-hof.de zu finden. Als nächstes steht im Frühjahr der Bau eines barrierefreien Spielplatzes an, für den noch Spendengelder benötigt werden.

Bericht: Irmengardhof

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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