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Schnee-Lagebesprechung im LRA Rosenheim

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Abschluss-Informationen vom Sonntag-Abend:

Die Helferinnen und Helfer in Aschau und Sachrang haben ihren Einsatz für heute beendet. Die Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang ist wieder für den Verkehr freigegeben. Die Koordinierungsgruppe im Rosenheimer Landratsamt, die am Freitagvormittag eingerichtet wurde, stellte ihren Dienst um 19 Uhr ein. Das Bürgertelefon ist ebenfalls nicht mehr erreichbar.

In den 14 Gebäuden in der Spitzsteinstraße in Sachrang, auf deren Dächern das Gewicht des Schnees die erlaubten Dachlasten um ein Drittel überschreiten, wurden in 25 Wohnungen Personen angetroffen. Die Bewohner von 23 Wohnungen waren nicht bereit, die Übernachtungsmöglichkeit in Aschau wahrzunehmen. Sie bleiben auf eigenes Risiko in ihren Wohnungen. Alle anderen verbringen die Nacht in einer Ferienwohnanlage in Aschau.

In Aschau wurden die Dächer von 42 Gebäuden abgeräumt. Die Dächer von fünf weiteren Gebäuden sind noch nicht erledigt. Es ist geplant, dass dies am Montag 45 Mitglieder der Feuerwehr übernehmen.

In Sachrang wurden 130 Gebäudedächer von den Schneelasten befreit. Die verbliebenen 15 mit Schnee bedeckten Dächer werden ebenfalls am Montag in Angriff genommen. Dafür werden Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mehr als 100 Frauen und Männer nach Sachrang entsenden.

Die Sperrung der Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang wurde genutzt, um beide Fahrbahnen vom Schnee zu befreien. Eine weitere Sperrung am Montag ist nicht vorgesehen.

Insgesamt waren heute 650 Frauen und Männer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bergwacht, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Sehr erfreulich aus Sicht des Rosenheimer Kreisbrandsrats Richard Schrank ist die Tatsache, dass sich keine Unfälle ereigneten und niemand verletzt wurde. Schrank, der sich mehrfach vor Ort  ein Bild der Lage machte, sprach allen Einsatzkräften ein großes Kompliment aus: „Die kämpfen und machen, das ist eine Schau und sehr außergewöhnlich.“ Schrank berichtete, dass der Schnee, vor allem nach dem Regen heute, sehr schwer geworden war, was die Helfer vor eine vor allem körperliche Herausforderung stellte.

Meldung am Abend:  Umzug aus Sicherheitsgründen

In Sachrang müssen Bewohner von mehreren Gebäuden in der Spitzsteinstraße kurzfristig umziehen. Die Eigentümer hatten sich erst heute bei der Feuerwehr gemeldet. Eine Überprüfung am Nachmittag ergab, dass mit einer Schneelast von 300 Kilogramm und höher pro Quadratmeter die erlaubte Dachlast um ein Drittel überschritten ist.

Betroffen sind insgesamt 14 mehrstöckige Gebäude, die zum Teil unbewohnt sind. In einer Besprechung mit Mitgliedern der Gemeindeverwaltung wurde vereinbart, dass die Dächer morgen gewerblich geräumt werden. Die Bewohner wurden aufgefordert, ihre Häuser aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Sie können die Nacht in einer Ferienwohnanlage in Aschau verbringen. Die Aktion ist noch nicht abgeschlossen. Bekannt ist, dass bisher 15 Personen dieses Angebot wahrnehmen.

Mehr als 110 Dächer haben die Einsatzkräfte bisher in Aschau und Sachrang von den Schneemassen befreit. Auf weiteren 40 Dächern sind sie aktuell beschäftigt. Obwohl derzeit rund 650 Helfer vor Ort sind, geht man in der Koordinierungsgruppe im Rosenheimer Landratsamt davon aus, dass es heute nicht mehr gelingen wird, alle Dächer freizubekommen. Auf 17 Dächern, 12 davon in Sachrang haben die Räumarbeiten noch nicht begonnen.

Der derzeit verantwortliche Örtliche Einsatzleiter Johann Huber freute sich darüber, dass sich bisher niemand von den Einsatzkräften verletzte. Zudem lobte er die Bevölkerung, die zum Teil die Helfer vor Ort nach Kräften unterstützt. Erfreulich ist auch, dass es einem Team des Technischen Hilfswerkes gelang, alle Gullys in Sachrang vom Eis zu befreien. Tauwasser kann damit abfließen.

Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Landratsamt und den Hilfsorganisationen sind Kreisbrandrat Richard Schrank in der Funktion des Örtlichen Einsatzleiters und rechts neben ihm, die Leiterin der Koordinierungsgruppe Bettina Bauer zu sehen.

Bericht und Foto: LRA Rosenheim

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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