Kultur

Neues aus dem MAXIMUM in Traunreut

Lange mussten die Kunstwelt und Lausen-Liebhaber darauf warten, nun ist sie endlich da: Mit UWE LAUSEN. ÜBERMORGEN BIN ICH TOT legt die Kunsthistorikerin und Lausen-Spezialistin Selima Niggl die erste umfassende Publikation zu Leben und Werk dieses bemerkenswerten deutschen Malers der 1960er Jahre vor. Lausen stellte mit heute bekannten Größen wie Georg Baselitz oder Gerhard Richter aus. Dennoch geriet sein Werk – wohl durch seinen frühen Tod – bald in Vergessenheit. Die nun erschienene Monographie von Selima Niggl schließt diese wichtige Lücke

Heiner Friedrich, Stifter des Museums DASMAXIMUM, war ein früher Förderer des Künstlers und zeigte seine Arbeiten bereits 1964 und 1966 in Einzelausstellungen in der Galerie Friedrich+Dahlem in München. Dank seines Engagements beherbergt das Museum heute die weltweit größte Sammlung an Gemälden von Uwe Lausen. Auch mit der Autorin ist DASMAXIMUM seit langem eng verbunden. Zuletzt kuratierte sie die große Uwe Lausen und Heide Stolz Retrospektive, die unter anderem in der Staatsgalerie Stuttgart gezeigt wurde und für die DASMAXIMUM Hauptleihgeber war.

Die Förderung und finanzielle Unterstützung der Publikation war der Stiftung DASMAXIMUM ein großes Anliegen. Die nun erschienene Monographie bezeichnet Philipp Ursprung, Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich, bereits jetzt als “Standardwerk zu Uwe Lausen”. Das Buch setzt aber nicht nur inhaltlich neue Maßstäbe, sondern besticht auch durch seine sorgfältige Gestaltung, für die Selima Niggl den Karlsruher Kunstprofessor und Künstler Axel Heil gewinnen konnte. Im produktiven Zusammenspiel entwickelten die beiden eine zum genauen Hinsehen einladende Parallelgeschichte in Bildern.

Am Sonntag, den 14.11. kommen Selima Niggl und Axel Heil in DASMAXIMUM nach Traunreut und stellen ihre druckfrisches Publikation vor. Gemeinsam geben sie spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte und gestalterische Umsetzung des Buches. Im Anschluss führen sie durch die Uwe-Lausen Ausstellung im Museum.

Leider muss aufgrund der von der Regierung auferlegten Corona-Beschränkungen für die Veranstaltung die 2-G-Regel angewendet werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Voranmeldung erforderlich unter mail@dasmaximum.com oder 08669 1203 713.

Text: DASMAXIMUM (www.dasmaximum.com) – Bildmaterial: VG Bild-Kunst, Bonn / privat

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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