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Neubau der LKW-Kontrollstelle „Im Moos“

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Aufgrund des stetig wachsenden LKW-Verkehrs will die bayerische Landesregierung neun landesweite, stationäre LKW-Kontrollstellen installieren. Drei sind bereits in Planung, eine davon soll am Parkplatz „Im Moos“ an der A 8 Richtung München entstehen. „Mit dem wachsenden Verkehr steigt auch die Anzahl der Gefahrenherde, wie zum Beispiel ungesicherte Ladungen“, erklärt der Landtagsabgeordnete Otto Lederer. Vor diesem Hintergrund wird ein Ausbau der fest stationierten Kontrollstellen mit Prüfwaagen und -gruben, Kontrollhallen sowie Bürogebäuden notwendig. Zum derzeitigen Planungsstand hat sich Lederer nun bei dem Leiter der Verkehrspolizei Rosenheim, Polizeidirektor Peter Böttinger, und seinem Vertreter, Erster Polizeihauptkommissar Andreas Schober, informiert.

Punktuelle Kontrollen werden ausgeweitet:

Bislang werden an der A8 auf dem Parkplatz „Im Moos“ in Fahrtrichtung München, Höhe Bad Aibling, punktuell LKW-Kontrollen durchgeführt. Der Parkplatz soll nun jedoch zu einer stationären Kontrollstelle ausgebaut werden. Dies geschieht auf einen Vorstoß des Bayerischen Innenministers, Joachim Herrmann, hin, nachdem sich im vergangenen Jahr die Zahl der Verkehrsunfälle mit LKW-Beteiligung in Bayern um 8,7 Prozent auf 4.459 gestiegen ist. Wie die neue Station aussehen könnte, sei derzeit noch von einer Parkplatz-Erweiterung mit WC-Anlage abhängig, die von der Autobahndirektion Südbayern geplant werde, so Peter Böttinger im Gespräch mit dem Abgeordneten.

Genügend Kapazität – alle Lastwagen fahren durch die Kontrolle

Erste Skizzen, die die Verkehrspolizei mit der Autobahndirektion Südbayern angefertigt hat, zeigen, dass die Kontrollen mit den neuen Planungen sowohl sicherer als auch leichter von statten gehen könnten. Dazu Andreas Schober: „Der Entwurf sieht vor, dass alle Lastwagen in den Parkplatz über eine gesonderte Spur einfahren müssen und überprüft werden, solange es die Kapazität an Mitarbeitern und Stellplätzen vor Ort zulässt. Dies ist an ein Modell der österreichischen Regierung angelehnt, mit dem man dort gute Erfahrungen gemacht hat.“

Die Kontrollstelle soll nach Fertigstellung nicht nur von den bayerischen Polizeibeamten, sondern auch weiterhin von anderen Behörden, wie zum Beispiel dem Zoll und den Mitarbeitern des Bundesamts für Güterverkehr, genutzt werden können.

Halbierung der Trassenpreise des Güterverkehrs ab 2018:

Um den gestiegenen LKW-Verkehr gerecht zu werden, ist jedoch laut dem Abgeordneten Lederer nicht nur eine weitere Verbesserung der Kontrollen notwendig, sondern auch eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene: „In meinem letzten Gespräch mit dem nun ehemaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe ich mich auch über dieses Thema unterhalten. Er sicherte mir zu, dass ab Januar 2018 die Trassenpreise für den Güterverkehr auf der Schiene halbiert werden.“ Dies sei eine erste Maßnahme, um den LKW-Verkehr auf den bayerischen Autobahnen einzudämmen, so Lederer abschließend.

 

 

 

Über den Autor

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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