Corona-Krise

Mehr Geld für Mitarbeiter der Medical Park Kliniken

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Rückwirkendes Lohnplus zum 1. August 2021 für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fünf Medical Park Kliniken in Bad Feilnbach, Bernau und Prien am Chiemsee. Das ist das Ergebnis einer Konzernrahmenvereinbarung bei Medical Park, die die Betriebsräte der Kliniken nun in Form einer eigenen Betriebsvereinbarung umgesetzt haben.

Denn der Geschäftsführung der Medical Park Kliniken ist es in Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat der Klinikgruppe gelungen, eine Einigung über eine konzernweite einheitliche Vergütungstabelle alle bisher sehr unterschiedlich vergütete Kliniken von Medical Park zu erzielen. Und auf dieser Basis gibt es auch eine spürbare Entgelterhöhung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Allerdings nur, wenn der lokale Betriebsrat diese Vereinbarung auch mit der jeweiligen Klinik abschließt. So wie die Kliniken Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark und Blumenhof, Medical Park Chiemsee, Medical Park Chiemseeblick und Medical Park Prien Kronprinz taten das auch die Betriebsräte in sieben anderen Kliniken der Unternehmensgruppe. Damit erreicht das im oberbayerischen Amerang ansässige Familienunternehmen eine einheitliche, zukunftsfähige und marktübliche Vergütungshöhe und -Struktur. Zudem entwickeln die Parteien gemeinsam Projekte zur Verbesserung der Arbeitgeber-Attraktivität und Mitarbeiterbindung.

Rund acht Millionen Euro für Entgeltsteigerung in der Klinikgruppe
Rund Millionen Euro stellt Medical Park für die Entgeltsteigerung für die nächsten zwölf Monate bereit. „Damit können wir in diesem ersten Schritt nicht nur eine Angleichung der Löhne und Gehälter in den teilnehmenden Kliniken erreichen, sondern auch in vielen Berufsgruppen eine spürbare Anhebung der Entgelte“, sagt Harald Becker, CHRO von Medical Park. „Schon vor diesem Schritt haben wir für den Rehamarkt vergleichsweise hohe Löhne und Gehälter gezahlt. Jetzt sind wir in der Spitzengruppe der Rehakliniken.“ In den Berufsgruppen, die primäre Leistung am Patienten erbringen, wird das Entgelt auf bzw. leicht über TVöD-Niveau (Stand 2020) liegen).

Zufriedenheit auf allen Seiten
Harald Becker sieht das Verhandlungsergebnis als wichtigen ersten Schritt hin zu einer einheitlichen Vergütung bei Medical Park: „Es ist uns in harten, aber fairen und konstruktiven Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat gelungen, den gordischen Knoten aus unterschiedlichen Vergütungstabellen, uneinheitlichen Eingruppierungen und außertariflichen Entgelttabellen zu zerschlagen. Damit haben wir den Weg geöffnet für ein einheitliches Tabellen- und Entgeltsystem bei Medical Park, auf dessen Grundlage wir nun Schritt für Schritt eine Angleichung der Vergütung vornehmen können.“

Maximilian Graf Berghe von Trips, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und Therapeut im Medical Park Chiemseeblick, freut sich über das Ergebnis: „Wir haben ein wirklich cooles Paket mit dem Arbeitgeber geschnürt. Wir erreichen ein absolut marktfähiges Vergütungsniveau für die Kolleginnen und Kollegen, das sich auch mit dem TVöD messen kann. Aber vor allem sprechen wir auch über viele weitere Bausteine zur Mitarbeiterbindung und wichtige Bausteine zur langfristigen Erhöhung der Attraktivität von Medical Park als Arbeitgeber.“ Vor allem Berufsgruppen wie Pflege, Hauswirtschaft, Therapie und Küche würden an den meisten Standorten überproportional profitieren. „Je nachdem, wie derzeit die klinikspezifische Vergütung ist, kann es zu Entgelterhöhungen von bis zu 20 Prozent kommen. Im Schnitt gibt es zwischen drei und zehn Prozent mehr, wobei man auch nicht verschweigen darf, dass es Einzelne geben wird, die sich durch die neuen Tabellen gar nicht verändern“, erklärt der KBR-Verhandlungsführer.

Bericht: Medical Park Kliniken

Foto: Andra Major

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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