Gastronomie & Wirtschaft

Lärmschutz in Dettendorf an der A 8 nimmt Gestalt an

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Gute Nachricht für die Bürger in Dettendorf: Ende des Jahres werden an der Autobahn A 8 die ersten Lärmschutzwände stehen. „Wir werden den ersten Bauabschnitt auf einer Länge von 400 Metern im Dezember abschließen“, berichtete der Präsident der Autobahndirektion Südbayern Wolfang Wüst bei einem Ortstermin an der Autobahn mit der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten und verkehrspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Daniela Ludwig und der Bayerischen Verkehrsministerin Ilse Aigner. „Dann werden auch die ersten Schutzwände eingebaut sein.“

Über die Baumaßnahmen freuen sich die Politiker und die Dettendorfer Bürger. „Das ist schon ein Weihnachtsgeschenk für die Menschen hier im Ort“, sagte Daniela Ludwig. Sie hatte jahrelang gemeinsam mit der Gemeinde und der Dorfgemeinschaft Dettendorf um den Lärmschutz gekämpft. „Wir hatten unzählige Treffen. Ich erinnere mich an eine Besprechung auf einer schönen Terrasse eines Anwohners. Es gab Kaffee und Kuchen, nur unterhalten konnten wir uns wegen des Lärms nicht.“

Ende 2019 werden die Bauarbeiten abgeschlossen. Sie umfassen auf einer Länge von zwei Kilometern bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzwände  und bis zu neun Meter hohe Wall-/Wandkombinationen. Der Bund investiert hier 10 Millionen Euro. „Das muss uns die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen wert sein“, betonte die heimische Wahlkreisabgeordnete. Grundlage für die Lärmschutzmaßnahmen waren neue Verkehrsprognosen. In den 1980er Jahren wurden 33.000 Fahrzeuge täglich prognostiziert. Diese Zahlen mussten korrigiert werden. „Wir rechnen in den nächsten zehn Jahren mit 91.000 Fahrzeugen“, berichtete Daniela Ludwig. „Die Autobahn A 8 ist eine der am stärksten belasteten Autobahnen in Deutschland.“

Verkehrsministerin Ilse Aigner bezeichnete den Verkehrslärm als eines der drängendsten Umweltprobleme. „Er beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen massiv. Verkehrslärm zu reduzieren hat für mich deshalb oberste Priorität.“ Wie stark der Lärm in Dettendorf ist, zeigte sich beim Ortstermin auf der Brücke am Römerring. Ohne Mikrofon und Lautsprecher wäre eine Erläuterung der Bauarbeiten nicht möglich gewesen. Aigner will die Beeinträchtigungen für die Autofahrer möglichst gering halten. „Wir werden alle drei Fahrspuren in Fahrtrichtung München auch während der Bauarbeiten erhalten, sie werden lediglich zum Mittelstreifen hin verengt.“

Sehr erleichtert über den Lärmschutz in Dettendorf ist auch Bürgermeister Anton Wallner. „Ich schaue öfter an der Baustelle vorbei, um die Fortschritte zu sehen. Für meine Gemeinde ist das jetzt eine glückliche Zeit.“

Fotos:

  • Gruppenbild mit Baggerfahrer. Von links: Bürgermeister Anton Wallner, Kathrin Roth von der Autobahndirektion Südbayern, Verkehrsministerin Ilse Aigner, MdB Daniela Ludwig, MdL Otto Lederer, (Baggerfahrer), der Präsident der Autobahndirektion Südbayern Wolfgang Wüst, Bezirksrat Sebastian Friesinger.
  • Freude über den Baufortschritt – von links: der Präsident der Autobahndirektion Südbayern Wolfgang Wüst, MdB Daniela Ludwig, Verkehrsministerin Ilse Aigner, der Bürgermeister von Bad Feilnbach Anton Wallner.

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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