Gastronomie & Wirtschaft

Weiss-Blaue Nacht in Prien – Geschäfte mit Genuss

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Einkaufen in Prien lohnt sich und das nicht nur wegen der vielfältigen Geschäfte und Angebote, sondern auch wegen dem interessanten und schönen Drumherum“ – mit diesen Worten äußerte sich ein Bernauer Ehepaar in der Priener Fußgängerzone, als sie am Laufsteg stehend bei der ersten Modenschau Gast der Gewerbegemeinschaft PrienPartner waren. Und sie waren nicht alleine. Überaus viele Besucher waren zum Auftakt der Weiß-Blauen Nacht zugegen und erfreuten sich am lebendigen und farbigen Geschehen.

„Heute wollen wir mal wieder zeigen, was wir in Prien so alles haben“ – mit diesen Worten fasste PrienPartner-Vorstand Dr. Herbert Reuther das Vorhaben seines Vereins zusammen und er bedankte sich dabei im Beisein von Priens Zweiten Bürgermeister  Hans-Jürgen Schuster für den Zusammenhalt der Priener Firmen und Betriebe und vor allem auch bei Geschäftsführerin Andrea Hübner von der Prien Marketing GmbH und ihrer Mitarbeiterschaft für deren großartige Unterstützung. Es war heuer die dritte Weiß-Blaue Nacht, deren positive Entwicklung zeigte sich bereits bei der Modenschau, die umfangreicher war als die ersten beiden Jahre zuvor. Moderator der Modenschau war Wolfgang Sedlmeir (Servus Heimat), der mit Fachkenntnis und Humor gleichermaßen die verschiedenen Vorstellungen erläuterte. „In Prien haben wir keine abgehungerten Magermodels, hier zeigen wir selbstbewusst wer und wie wir sind und wie gut man sich in Prien einkleiden lassen und anziehen kann“, so der Moderator, der von ganz Klein bis zu den Erwachsenen Gruppierungen hatte, die in monatelanger Vorbereitung durch die örtliche Tanzschule Wangler ihre Auftritte einstudiert hatten. Jeweils eigene Laufsteg-Präsentationen hatten das Priener „Wollwerk – Made am Chiemsee“ (individuell gestrickte Hauben, Pullis, Schals, Mützen – alles mit Wolle aus dem Unterfell der Kaschmirziege), das in Prien an zwei Standorten aktive Unternehmen „Sport Kaiser“ mit sportlich-gefälliger Kleidung, das Geschäft „Chiceria“ (Extravagante Mode und Fesche Tracht), Katrin Anner mit ihrem Angebot „Dein Stil. Mode und Schönes für Zuhause“, das Geschäft Damen- und Herrenmode Haider am Marktplatz sowie zuletzt und als Höhepunkt die Westermeyr Gerdi GmbH Modehaus in Prien, das jüngst wieder an ihren Stammplatz in die Jensenstraße zurückgekehrt ist und deren Senior-Chefin Gerdi Westermeyr in diesen Tagen das 60jährige Meisterjubiläum feiern kann. Zum Schluss der Modenschau überreichte Evi Kaiser an Moderator Wolfgang Sedlmeir ein Geschenk, der sich darüber freute und sagte: „Das habe ich gerne gemacht, denn Prien ist ein spannender Ort mit vielen lässigen Geschäften und genialen Läden“. Zugleich bedankte sich Sedlmeirr bei der Tanzschule Wangler, die im Karten-Schmid-Haus Kleinkindern ab zwei Jahren, Kids, Jugendlichen sowie Erwachsenen (u.a. mit Paar-Solo-Tanzen) die Freude am Tanzen vermittelt.

Bereits bei der ersten Modenschau begannen ringsum um den Marktplatz die verschiedensten Gebäude und Plätze in zumeist blauer Farbe zu leuchten. Sogar am Campingplatz Harras ließen mehrere Strahler die Hauptplätze in blauem Licht erstrahlen, wie Betreiber Klaus Ritzinger als Mitglied der PrienPartner auf dem Marktplatz erläuterte.

Lautstark angeschossen wurde das „Weiss-Blaue Licht“ von den Mitgliedern der Ludwig-Thoma-Schützen aus Prien. Musikalisch wurde die Weiß-Blaue Nacht von zum Teil wandernden Musikanten (Paul Stowe, Los Krawallos bei Felicitas Second Hand, Erima Stax bei Seeoptik, 3 Extra im Bistro Bagaatelle) bereichert, zudem gab es ein attraktives und aktives Rahmenprogramm. Helga Schömmer führte ab dem Heimatmuseum durch den Ort und die Katholische Pfarrgemeinde lud zu einer Kirchenführung mit Taschenlampe ein, daran beteiligen sich mit Cornlia Gaiser über 40 Personen. „Für 2019 haben wir schon überlegt, über wir dann eine eigene Führung zum Deckengemälde mit der Seeschlacht von Lepanto machen werden“, so Tobias Gaiser nach seiner Rückkehr. Gut besucht waren auch das Priener Heimatmuseum (mit der jüngst eröffneten Ausstellung mit Werken des Aschauer Malers Franz-Josef Feistl) sowie die Galerie im Alten Rathaus, die nicht nur die neueste Ausstellung „Menschenbilder“ mit international beachteten Werken des Künstlers Armin Müller-Stahl, sondern auch mit einem weiss-blauen Begrüßungs-Cocktail erfreute. Für die gastronomische Versorgung stellten sich an diesem Abend die lokalen Wirte Fischer am See und Manfred Mitterer sowie ein Stand mit Kaffee und Flammkuchen von Dagmar Försterling („Kugel Frieda“)  zur Verfügung. Krönender Abschluss dank des Wetterglücks waren trotz einiger Regentropfen die zweite Modenschau im blauen Abendlicht sowie das am Friedhof-Parkplatz von der Firma Sauer aus Gersthofen abgeschossene Feuerwerk. Die Geschäfte konnte noch bis 23 Uhr geöffnet bleiben, nach seinem abendlichen Rundgang sagte Dr. Herbert Reuther von PrienPartner: „In allen zehn Läden, in denen ich jetzt war, herrschte große Zufriedenheit, es wurde nicht nur geschaut, informiert und geratscht, sondern auch gekauft“. Zufrieden war auch Hauptorganisatorin Eleonore Maier als Assistentin des PrienPartner-Vorstandes und sie blickte bereits nach vorne, denn sie lud noch für das Erntedankfest ein, das unter dem Motto „Handgemacht“ am Sonntag, 7. Oktober von 10 Uhr bis 18 Uhr in der Fußgängerzone am Marktplatz stattfindet und aus dessen Anlass die Priener Geschäfte wieder nach altem Marktrecht von 13 Uhr bis 17 Uhr geöffnet haben.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Weiss-Blauen Nacht in Prien

Nähere Informationen: www.prien.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© Copyright Samerberger Nachrichten.